Förderverein des St. Josef Krankenhauses Adenau lud zur Mitgliederversammlung ein

„Schneller, besser und innovativer in der Entwicklung des Krankenhauses“

„Schneller, besser und innovativer in der Entwicklung des Krankenhauses“

Vorsitzender Bernd Schiffarth (r.) informierte die Anwesenden, darunter (v. r.) Dr. Holger Benscheid, Dr. Reinhard Schneider, Martha Sesterheim,  Alfred Pitzen, Dr. Werner Spira, Renate de Temple und Dr. Gerhard Aymanns. Foto: UM

22.11.2017 - 15:37

Adenau. Die Mitgliederversammlung des Fördervereins St. Josef Krankenhaus konnte Vorsitzender Bernd Schiffarth 42 Mitglieder sowie Vertreter der Stadt und der Verbandsgemeinde Adenau begrüßen. Bei der Mitgliederentwicklung konnte der Förderverein einen Zuwachs von zehn Mitgliedern auf aktuell 260 verzeichnen. Zur Mitgliederversammlung gehörte auch der Vortrag von Dr. med. Holger Benscheid, der einen Zwischenstand zur Weiterentwicklung der Abteilung der Anästhesie im St. Josef Krankenhaus gab. Der Anästhesie sind auch die Bereiche Schmerztherapie, Notfallmedizin und Intensivmedizin angegliedert.


Im Jahres- und Geschäftsbericht des Fördervereinsvorsitzenden Schiffarth war zu hören, dass durch Unterstützung des Fördervereins Beatmungs- und Narkosegeräte sowie ein Bronchoskop beschafft werden konnte. Zur personellen Situation im Krankenhaus teilte Schiffarth mit, dass der Chefarzt der Chirurgie, Wolfgang Petersen, das Haus verlassen hat und bis zur Neubesetzung der Chefarztstelle die chirurgische Abteilung von Dr. Reinhard Schneider, Leitender Arzt für Unfall- und Gelenkchirurgie am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr, geführt wird. Schneider, der anwesend war, stellte sich und die zukünftige Arbeit am Adenauer St. Josef Krankenhaus vor.


Unterstützung durch die EU und freiwillige Helfer vor Ort


Schiffarth teilte im weiteren Verlauf mit, dass die beantragten 50 Prozent Fördermittel aus dem LEADER-Programm der EU für die beschaffte Simulationstechnik in Höhe von 37.750,00 Euro zur Auszahlung stehen, ebenso wie ein weiterer Antrag mit 21.000,00 Euro, ebenfalls 50 Prozent der Gesamtkosten. Dafür wurden Geräte und Materialien für das geplante MANV-Zentrum beschafft, so Schiffarth. Ein weiterer Antrag sei bereits auf dem Weg, der bei Gesamtkosten von 30.800,00 Euro sogar mit 90 Prozent gefördert werden soll, sodass ein Eigenanteil von nur rund 3.000,00 Euro verbleibe. Ein besonderer Dank des Vorsitzenden galt den Mitgliedern der Adenauer Hammer-, Gerber- und Wollweberzunft, die zusammen mit den Arbeitern des Krankenhauses und weiteren freiwilligen Helfern die Abbrucharbeiten im Inneren des Krankenhauses als Voraussetzung für die jetzt anstehenden Umbauarbeiten zur Schaffung und Einrichtung eines SIM- und MANV- Zentrums vorgenommen haben. Zeitweise waren 20 Männer im Einsatz.

Der Dank des Vorsitzenden galt aber auch den Ärzten, allen Vertretern des DRK, des Krankenhauses und allen, die im vergangenen Jahr an dem wichtigen Thema der notärztlichen Versorgung und der künftigen Entwicklung des Krankenhauses mitgearbeitet hätten, so Schiffarth. Der Dank galt aber auch dem kaufmännischen Leiter des Krankenhauses, Alfred Pitzen, allen Ärzten, Schwestern und Ordensschwestern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Krankenhauses.


„Wir akzeptieren den Bundestrend zur Schließung nicht“


Im Kurzbericht stellte Schiffarth die aktuelle Situation und Weiterentwicklung des Hauses vor und berichtete über die Herausforderungen, die aktuell und in den kommenden Jahren auf das „die Klinik am Nürburgring“ zukommen. „Bei allen Beteiligten war in den vergangenen Monaten der Wille erkennbar, unser Krankenhaus auf einem guten Weg in die Zukunft zu führen“, ließ der Vorsitzende wissen. „Mag auch der Bundestrend die Schließung vieler kleiner Krankenhäuser vorsehen, wir akzeptieren dies für unser Krankenhaus nicht und verschwenden daran auch keinen Gedanken. Das einzig wirksame Mittel, das wir diesem Trend entgegensetzen können, ist unser Bestreben, in der Weiterentwicklung des Krankenhauses schneller, besser und innovativer zu sein als andere und uns Alleinstellungsmerkmale zu erarbeiten.“ Der Förderverein habe inzwischen viele Dinge selbst in die Hand genommen und arbeite gemeinsam mit der Krankenhausverwaltung intensiv an nachhaltigen, zukunftsfähigen Lösungen. „Nur wenn wir alle, ohne Wenn und Aber, gemeinsam mit der Politik und mit unserer Bevölkerung weiterhin öffentlich zu unserem Krankenhaus stehen, werden wir langfristig erfolgreich sein“, so Schiffarth.

Vom kaufmännischen Leiter des Krankenhauses Alfred Pitzen war zu hören, das derzeit der Umbau der alten Dreibettzimmer in Zweibettzimmer mit Nasszellen vorgenommen werde sowie die Fertigstellung der Räume für den Massenanfall von Verletzten (MANV) in Kombination mit den Räumen für die Simulationstechnik (SIM) sowie Aufbau und Erweiterung der Geriatrie und Alterstraumatologie.

Alle Anwesenden hatten die Einladung zum Benefizkonzert mit dem Heeresmusikkorps Koblenz, am 9. März in den Hallen des Nürburgrings erhalten. Der Vorsitzende bat darum, dieses Konzert zu besuchen, zu unterstützen, viele Karten zu erwerben oder vielleicht auch an Weihnachten zu verschenken. Der gesamte Reinerlös dieses Konzerts, das von der Zunftgemeinschaft Adenau initiiert wurde, komme nämlich dem Adenauer Krankenhaus und den vorgestellten Projekten zugute, so abschließend der Vorsitzende. UM

 

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liku:
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Monika d.:
Gert Kamphausen, wenn das zurzeit ihre größte Problem ist, dann müssen Sie sich glücklich schätzen. Außerdem was Werbung angeht da haben sie was total durcheinander gebracht....
Gabriele Friedrich:
Herr Kamphausen, die Erwähnung des THW ist keine Werbung sondern ein Lob und eine Anerkennung für die Leistung. Ohne diese Organisation wäre die Lage noch schlechter, als sie schon ist und das THW ist unverzichtbar für unsere Gesellschaft und ebenso für Einsätze im Ausland. Die allergrößte Hochachtung...
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