Allgemeine Berichte | 23.04.2023, 13:37 Uhr

Ahrtal

Schneller, sauberer, serviceorientierter: So soll die Ahrtalbahn Ende 2025 wieder auf die Schiene

Schneller, sauberer, serviceorientierter - so soll die Ahrtalbahn Ende 2025 wieder auf die Schiene zwischen Remagen und Ahrbrück zurückkehren. Das versprachen jetzt Stefan Gleißner, Leiter des Wiederaufbaus der Deutschen Bahn in Rheinland-Pfalz, und Christian Sauer als Leiter des Wiederaufbaues der DB Netz AG im Ahrtal. Am Altenahrer Bahnhof stelllten die beiden DB-Mitarbeiter die konkreten Pläne für den Aufbau der von der Naturkatastrophe im Juli 2021 zerstörten Strecke vor,

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 sollen auf der Strecke wieder fahrplanmäßig Züge zwischen Remagen und Ahrbrück fahren – dann nicht mehr angetrieben von Dieselmotoren, sondern von Strom aus einer neuen Oberleitung. Vorgesehen ist vom Ahrtal bis nach Remagen ein 20-Minuten-Takt mit Anschluss an die Rheinschiene für den Alltagsverkehr sowie die Wander- und Radtouristen.

Und die Bahn-Mitarbeiter lassen keinen Zweifel daran, dieses ambitionierte Zeitfenster einhalten zu können. Das funktioniere, da die Bahn über das Aufbauhilfegesetz klare Ausnahmegenehmigungen vom sonst langwierigen Bau- und Vergaberecht innehabe, ausreichend Ingenieure sowie Fachbüros und die größten Baufirmen des Landes, für die die Ahrtalbahn ein Prestigeprojekt sei.

Auf dem von der Flut nicht ganz so schwer betroffenen Abschnitt zwischen Remagen und Walporzheim fahren bereits seit November 2021 eingleisig Dieselzüge im Stundentakt. Auf den folgenden 14 der insgesamt 28 Kilometer mit fünf Tunneln hat das Hochwasser den Bahndamm und die Schienentrasse, mehrere kleine und acht große Brücken sowie alle Stellwerks- und Signaltechnik zerstört.

Laut Gleißner wurden inzwischen alle Gleise und Schwellen sowie Brücken und ihre Reste zurückgebaut und abgerissen. Große Mengen Schotter und Erdreich wurden gereinigt und in Kreuzberg gelagert und stehen für Neuaufbau bereit. Christian Sauer vom Ahrtal-Büro der DB Netz AG hat in den Gemeinderäten und in Bürgerversammlungen die Planungen der Bahn mit Illustrationen vorgestellt, darunter vor allem die Entwürfe für Brücken. Denn von den Rundbögenbrücken müssen sich die Ahrtaler weitgehend verabschieden. Acht Brücken werden  hochwassersicher mit wenig Pfeilern im Fluss und viel Platz für die Ahr neu gebaut. Sogenannte Stahltrogbrücken wurden den Bürgern vorgestellt. Dabei handelt es sich um eher nüchterne Bauwerke, die mit Naturstein verkleidet werden. Sie werden als Fertigteile angeliefert, vor Ort verschweißt und dann per Kran eingehoben oder je nach Gewicht auch eingeschoben. An den Bahnbrücken wird der Ahrtal-Radweg gleich mitgebaut.

Mit den Brückenarbeiten wird Ende September/Anfang Oktober bei Walporzheim begonnen. Die Arbeiten an den acht Brücken laufen parallel, im Tal möglichst wenig behindert durch Baustellenverkehr. Eine abschnittweise Eröffnung der Strecke sei nicht möglich, so Sauer: „Es wird nur eine Inbetriebnahme und dann für die Strecke von Walporzheim bis Ahrbrück geben.“ 

Eine Pressemitteilung der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V.

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