Michael Dreisvogt als Referent beim Gartenbauverein Rheinbreitbach
„Schöne Schätze für den Schatten“
Linz-Unkel. Michael Dreisvogt ist inzwischen 18 Jahre der technische Leiter des Parks Härle, einem Kleinod in den sonnigen Hängen des Rheintals. Ihn konnte der Gartenbauverein Rheinbreitbach mal wieder als Referent für die Mitglieder gewinnen - die Veranstaltung fand wie so oft im Saal der „Villa von Sayn“ statt.
Mit den Worten und dem ersten Foto auf seinem Lichtbildervortrag „Wende Dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich“ war gleich sein Motto präsent und da er kein Unbekannter für die meisten Zuhörer und Zuschauer mehr ist, war gleich klar, dass er sich seinem Lieblingsthema rund um den Bewuchs unter den Bäumen widmet.
Geophyten, also Pflanzen mit Rhizomen, Knollen, Zwiebeln oder Rüben sollten zuerst vorgestellt werden. Insbesondere die, die nicht unbedingt in der Sonne ihre ganze Pracht zeigen. Hierfür hatte Dreisvogt tolle Fotos aus seinem Refugium geschossen, wie Alpenveilchen, Anemonen und viele, viele Schneeglöckchen, das Hasenglöckchen und natürlich die Krokusse. Einige Zuschauer schrieben sich die Namen auf, denn Dreisvogt achtet unbedingt darauf, dass die Bezeichnungen botanisch sind. So gibt es keine Irritationen, wenn man sich die Pflanzen erwerben möchte.
Sein zweites Kapitel in der Multimediashow beschäftigte sich mit den Stauden. Auch hier zeigten die Pflanzen ihre Schönheiten, insbesondere wenn die Hintergründe der Aufnahmen geschickt ausgewählt waren - dazu das passende Licht und natürlich die Schattenwirkung. Pflanzen für vollsonnige Standorte gibt es ohne Ende, aber auch im Schatten können wahre Schönheiten wachsen. Eindrucksvoll beweist das die Elfenblume. Sie braucht kaum Pflege und eignet sich sogar als Bodendecker. Richtige Klassiker sollten nun folgen: die Sterndolde, die Christrose, der Eisenhut, der Fingerhut, Aronstab und Immergrün. Viele wären noch aufzuführen, aber Dreisvogt regte auch an, selbst einmal auf die Suche einer Gärtnerei zu gehen. So kann man vielleicht eine noch größere Vielfalt gleich vor Augen kriegen. So verhielt es sich auch mit seiner Vorstellung von Funkien, Farnen und Gräser. Wenn also das Auge nicht nur auf die Blüte fällt, so sind gerade diese Pflanzen eine wahre Pracht. Ihr Farbenspiel ist nicht so intensiv, dafür fein abgestimmt. Immerhin zeigen sich hier auch die verschiedenen Blattformen und alleine der Hirschzungenfarn, der exemplarisch für einen Farn genannt wurde, ließ eine Vielzahl mit Wellen, Zacken und Strukturen erkennen.
Michael Dreisvogt erzählte in seinem oft mit Humor gespickten Vortrag, dass gerade die Farne in England besonders beliebt sind und berichtet von seinen Freunden, die er dort auf seinen vielen Reisen kennengelernt hat. Und so kriegt er auch schon mal etwas geschickt und voller Spannung wird dann beobachtet, wie sich später das kleine Pflänzchen in „seinem“ Härle Park in Oberkassel entwickelt. Natürlich schickt er auch schon mal ein Stückchen Botanik zurück - man erfreut sich also an den kleinen Dingen - für andere sind sie groß.
Weitere Informationen des OGV-Rheinbreitbach stehen in Mitteilungsblättern und im Internet - http://www.ogv-rheinbreitbach.de.
Pressemitteilung
Obst- und Gartenbauverein, Rheinbreitbach
