Allgemeine Berichte | 20.11.2017

Viele Informationen am Tag der offenen Tür der Realschule plus in Dierdorf

Schüler lernen Europa kennen

Am Tag der offenen Tür zeigten die Schüler der naturwissenschaftlichen Fächer, was sie im Unterricht gelernt hatten. Fotos: -KER-

Dierdorf. Thomas Kroll ist zweiter Konrektor der Nelson-Mandela-Realschule plus in Dierdorf und weiß am Tag der offenen Tür viel zu berichten über die Besonderheiten dieser Schule: „Wir haben zurzeit 880 Schüler hier in den Klassen fünf bis zehn. Diese Zahl verteilt sich auf 38 Klassen. In der jetzigen 5, die im Sommer startete, haben wir fünf Klassen. 2016 hatten wir sieben Klassen im fünften Schuljahr. Wir hoffen, dass wir auch für das kommende Schuljahr 2018/19 wieder mit fünf Einsteigerklassen rechnen können. Wir sind im Grunde froh, dass wir nicht mehr 1.200 Schüler haben wie vor einigen Jahren. Es ist so überschaubarer und für die Schüler und die Lehrer leichter.“ 70 Lehrer unterrichten an der Nelson-Mandela, mitgerechnet die Ganztagsschulkräfte. Aktuell verrichtet eine FSJ’lerin ihren freiwilligen sozialen Dienst an der Schule, eine Erzieherin in der Ausbildung, eine Berufseinstiegsbegleiterin und eine Schulsozialarbeiterin. Denn die Dierdorfer Realschule ist auch Ausbildungsschule und bildet Referendare im Lehramt aus.

Das Angebot der Ganztagsschule

Die Ganztagsschule wird für alle Klassen angeboten, aber eher von den Schülerinnen und Schülern der unteren Klassen genutzt. Lehrer Kroll: „Wir haben zwischen 80 und 90 Ganztagsschüler, drei Viertel davon in den Klassen fünf und sechs. Unser Nachmittagsangebot umfasst das Essen in der gemeinsam genutzten Mensa des Gymnasiums. Da wird frisch gekocht und das ist uns sehr wichtig. Da hat der Kreis sich auch sehr gut für starkgemacht und unterstützt das. Die Kosten für ein Mittagessen liegen bei 3,10 Euro, in begründeten Fällen gibt es auch Ermäßigungen. Nach dem Essen haben die Schüler eine kurze Bewegungszeit, dann gehen sie in die Hausaufgabenbetreuung. Danach steht eine Stunde Zeit für ein Wahlangebot zur Verfügung. Das können Arbeitsgemeinschaften sein, aber auch Förderangebote. “

Ihrem Namen entsprechend ist die Nelson-Mandela-Realschule sehr international aufgestellt. Thomas Kroll erwähnt die Unesco-AG an der Schule, in der Austausche vorbereitet werden. Es gibt die europäischen Projekte Erasmus und e-Twinning sowie Patenschaften im Ausland. e-Twinning sind Projekte, die über das Internet laufen, bei den man sich in Italien, Spanien, in Frankreich oder in Lettland Partner sucht und arbeitet über das Internet an einem gemeinsamen Projekt. Kroll: „Das kann über Skype laufen und es gibt Patenschaften, so wie man früher Brieffreundschaften hatte. Bei Erasmus gibt es feste Partner über einen bestimmten Zeitraum. Aktuell haben wir eine Partnerschaft mit Schulen in Italien, Spanien, England und Finnland. Jede Partnerschule wird einmall im Jahr besucht. Dafür werden Fördermittel der Europäischen Union in Anspruch genommen. Das ist eine tolle Sache, da hat es jetzt schon den zweiten Durchgang gegeben. Meistens nehmen dann um die zehn Schülerinnen und Schüler von uns an diesen Auslandsreisen teil. “

Bläserklasse stellt sich vor

Immer noch erfolgreich unterwegs sind die Bläserklassen an der Dierdorfer Realschule, die am Tag der offenen Tür ihre Auftritte und den entsprechenden Applaus genießen durften. Außerdem ist Nelson-Mandela auch eine Medienkompetenzschule. Es gibt iPad-Klassen viele Räume sind mit Beamer ausgestattet und seit 2017 gibt es auch ein elektronisches Klassenbuch, dessen Vorzüge Konrektor Kroll preist: „Das bedeutet, dass alle Einträge sowohl von Eltern wie auch von Schülern einsehbar. “ Ob sich darüber wirklich alle Schüler freuen, war am Tag der offenen Tür nicht zu erfahren.

Schulleiter Hartmut Schiemann sagte zu „BLICK aktuell“: „Wir haben für den Tag der offenen Tür ein neues Konzept angewendet, das hat sich gut bewährt. Wir haben eine hohe Aufmerksamkeit, machen Führungen, das läuft alles prima. Früher hatten wir mehr einen standardisierten Ablauf mit Begrüßung und Programm. Das haben wir jetzt etwas entzerrt und bieten die verschiedenen Programmpunkte flexibel an. So können wir uns mehr in der Breite des Schulprofils, die wir haben, vorstellen. Zum Beispiel sind wir auch in der Berufsorientierung sehr engagiert. Das funktioniert so, dass die Kinder über das Fach Informatische Bildung und über die Wahlpflichtfächer an das Thema herangeführt werden. In Klasse beginnt es mit den Berufspraktika und dem Praxistag einmal in der Woche in einem Betrieb. Wenn ein Schüler die konkrete Chance auf einen Ausbildungsplatz hat, können wir auch während der regulären Unterrichtszeit Ausnahmeregelungen ermöglichen. Wir arbeiten mit dem Gymnasium zusammen bei den Studieninformationstagen, wir haben kleine Jobbörsen für Kinder, die in Ausbildung gehen. Und wir haben Betriebe, die in die Schule kommen und Berufe vorstellen. Wir haben auch Kooperationen mit größeren Firmen wie zum Beispiel TWE. Auch was die weiterführenden Schulen angeht, sind wir gut aufgestellt und informieren sehr umfangreich. Darüber hinaus bieten wir auch Einzelbegleitung in der Schullaufbahn an.

Auszeichnung

Am Tag der offenen Tür erhielt die Lehrerin Sally Ost aus dem Sekretariat der Kultusministerkonferenz der Länder diese tolle Nachricht: „Sehr geehrte Frau Ost, Frau Roberts und Frau Bongers, die Nelson-Mandela-Schule ist gleich für drei europäische Schulprojekte ausgezeichnet worden. Sie erhielt für „In Europa angekommen - und nun?“, „Christmas Connections 2016“ und „Music Connects - Our Four Seasons“ von der Jury jeweils ein eTwinning-Qualitätssiegel 2017 für beispielhafte Internetprojekte.“

Elektrotechnik live: Nur wenn die Verbindungen richtig gesteckt sind, leuchtet das Lämpchen.

Elektrotechnik live: Nur wenn die Verbindungen richtig gesteckt sind, leuchtet das Lämpchen.

Am Tag der offenen Tür zeigten die Schüler der naturwissenschaftlichen Fächer, was sie im Unterricht gelernt hatten. Fotos: -KER-

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