Allgemeine Berichte | 26.03.2018

Vortrag an der IGS Maifeld in Polch anlässlich des Weltwassertags

Schüler machen auf Klimawandel aufmerksam

Mit viel Engagement haben die Schüler die Informationen zum Weltwassertag zusammengetragen. AO

Polch. Kürzlich war es an der IGS Polch wieder soweit: Anlässlich des Weltwassertages hatten die Schüler und Schülerinnen des Wahlpflichtfachs „Mensch-Umwelt-Natur“ (MNU) der achten Klasse gemeinsam mit ihrer Lehrerin Tatjana Horn, die dieses Wahlpflichtfach leitet, eine Präsentation mit anschließenden Workshops zum Thema „Klima und Klimawandel“ für die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse vorbereitet. Unterstützt wurden sie dabei von Referenten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung aus Bonn, die die Workshops nach der Präsentation leiteten.

Um 10 Uhr fanden sich die Sechstklässler in der Mensa ein, um dem Vortrag ihrer älteren Mitschüler zu lauschen. Als Einleitung der Präsentation trugen die Schülerinnen und Schüler ein Gedicht zum „Blauen Planeten“ vor, worin sie dessen Besonderheit und Einzigartigkeit verdeutlichten. Im Anschluss wurden die erschienenen Gäste von Tatjana Horn begrüßt: Frau Hermes, die Vertreterin der Verbandsgemeinde, sowie die Referenten Dr. Frauke Fischer, Dr. Heinrich Schneider, und Rebekah Irving, die extra den langen Weg aus Bonn auf sich genommen hatten.

Zu Beginn der Präsentation erfolgte ein Bericht über die laufende Bachpatenschaft der Schule bezüglich des Viedeler Bachs. Die Schüler des Wahlpflichtfachs MNU kümmern sich im Zuge dieser Patenschaft einmal wöchentlich um ein Teilstück des Viedeler Bachs im Bereich Blumenbergstraße. Nachdem der Bach dank der Initiative der Stadt Polch begradigt und renaturiert worden war, sorgen die jungen „Bachpaten“ nun für seine Pflege und Erhaltung. Ihre Aufgabe ist es, den Bach von Müll zu befreien und neue Bäume anzupflanzen. Auch werden bei solchen „Aktionen“ die Fließgeschwindigkeit und die Temperatur des Bachs gemessen. Kürzlich wurde im Bach weiße Farbe gefunden, was die Bachpaten meldeten, sodass das Problem beseitigt werden konnte.

Am 14. November 2017 hatten die Schüler des Wahlpflichtfaches MNU eine Exkursion nach Bonn gemacht, wo sie im Rahmen einer Präsentation und eines Gesprächs mit einem Experten genauestens über das Thema Klimawandel informiert wurden, sodass sie ihr Wissen nun weitergeben können.

Was bedeutet „Klima“

Beginnend wurde erläutert, was das Wort „Klima“ überhaupt bedeutet: Es ist die Bezeichnung für das Wetter, gemessen über einen Zeitraum von 30 Jahren. Das Klima änderte sich schon immer, allerdings geschah das früher in einem Zeitraum von vielen Tausend oder gar Millionen von Jahren.

Die Folgen eines Klimawandels, wie er gerade im Gange ist, wären bei einem Anstieg der Temperatur um 4 Grad Celsius das Abschmelzen der Polkappen und ein daraus resultierendes Ansteigen des Meeresspiegels um einen halben Meter. Viele Tierarten, wie zum Beispiel der Eisbär, sind dadurch bedroht. Doch nicht nur für die Tiere stellt der Klimawandel eine Gefahr dar: Die Schüler berichteten, dass bei einem solchen Szenario viele Menschen, z. B. die Bewohner von Hamburg, umgesiedelt werden müssten, andernfalls wäre es nötig, große Dämme zu bauen.

Auch die Schüler der sechsten Klasse hatten sich im Vorfeld bereits Gedanken zum Klimawandel gemacht und berichteten über die Klimaerwärmung, Plastikmüll im Meer, den Treibhauseffekt, die Folgen des Klimawandels, wie Überschwemmungen oder Dürren, und die verschiedenen Arten des Klimas.

Im Anschluss fuhren die Achtklässler mit ihrem Vortrag fort und erklärten noch einmal den Treibhauseffekt – Sonnenstrahlen dringen durch die Erdatmosphäre ein, die Wärme kann allerdings nicht mehr vollständig durch die Atmosphäre entweichen. Dadurch wird es immer wärmer auf der Erde. Allerdings verdeutlichten die Schüler, dass der natürliche Treibhauseffekt sehr wichtig für das Leben auf der Erde sei, ohne diesen würden hier Minusgrade herrschen. Die Schüler sprachen auch über die Ursachen des Klimawandels, hier sind CO2-Emissionen ein wichtiger Faktor, verursacht sowohl durch Kraftfahrzeuge, als beispielsweise auch durch Kohlekraftwerke oder Flugzeuge. Der Hauptverantwortliche für den Klimawandel ist der Mensch, nicht nur durch schädliche Emissionen, sondern zum Beispiel auch durch die Abholzung der Wälder oder durch Massentierhaltung.

Die Folgen dieser Entwicklung sind heftige Stürme, wie zum Beispiel Orkane und Hurrikans, die jedes Jahr ganze Landstriche leer fegen. Hinzu kommen noch Gletscherschmelzen, Heuschreckenplagen, die die Ernte vernichten, und Krankheiten wie Malaria, an denen in den Verbreitungsgebieten viele Tausend Menschen leiden. Durch die Klimaerwärmung breiten sich die Wüstengebiete aus, sodass es immer weniger Wasser und fruchtbaren Boden gibt.

Maßnahmen für den Alltag

Um diese Probleme zu bekämpfen, haben sich die Schüler Maßnahmen überlegt, die sie im Alltag anwenden können. Hier werden vor allem Energiesparmaßnahmen hervorgehoben, zum Beispiel das Licht auszuschalten, wenn man den Raum verlässt, kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zu fahren, oder auch darauf aufzupassen, dass man keine warmen Lebensmittel in den Kühlschrank stellt, damit dieser nicht zusätzlich Energie aufwenden muss, um die Lebensmittel abzukühlen.

Zum Abschluss der Präsentation wurde Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zitiert, der zwei Tage vorher bei einer Rede anlässlich seines Besuchs in Rheinland-Pfalz gesagt hatte: „Wenn jeder nicht nur an sich denkt, sondern immer wieder an die anderen und vor allem an die Umwelt, dann wird es uns deutlich besser gehen.“

Der Vortrag wurde vom Publikum mit großem Applaus belohnt. Im Anschluss an den Vortrag nahmen die Schüler der sechsten Klasse klassenweise an Workshops rund um das Thema Klimawandel teil, die von den Referenten aus Bonn geleitet wurden. Hier ging es beispielsweise um das Thema Wasser, wo es herkommt und wie es auf der Erde verteilt ist, oder um die Folgen des Klimawandels, die auch hier in Deutschland spürbar sind.

Die Schüler beschäftigen sich mit großem Engagement mit dem Klimawandel und wenden auch zu Hause verschiedene Maßnahmen an, um Energie zu sparen.

An der IGS Maifeld war der Weltwassertag ein voller Erfolg und die Veranstaltung trug ihren Teil zum Schutz der Umwelt bei.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Veranstaltung, die bereits zum sechsten Mal stattfand, noch lange weitergeführt werden kann.

Lehrerin Tatjana Horn bei der Präsentation.

Lehrerin Tatjana Horn bei der Präsentation.

Mit viel Engagement haben die Schüler die Informationen zum Weltwassertag zusammengetragen. Fotos: AO

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