Zweiter Bonner Benefizkick für Uganda
Schuhe schnüren für die gute Sache
Region. Am Samstag, 27. August, findet auf der Kunstrasenanlage der Sportfreunde Ippendorf bereits zum zweiten Mal das Benefizturnier „Kick it for Uganda“ statt. 20 Hobbyteams aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen spielen ab 10 Uhr für die gute Sache um den Uganda-Cup. Veranstalter Jens Hirschfeld, der im März dieses Jahres erneut nach Ostafrika gereist ist, freut sich auf die Neuauflage: „Die Nachfrage nach einer Wiederholung war riesig. Diese positive Vorfreude wollen wir nutzen. Es gibt nach wie vor eine Menge Projekte, die unsere Unterstützung benötigen.“ Hilfe zur Selbsthilfe für Frauengruppen im Hinterland oder die Ausstattung von einfachsten Dorfschulen sind zentrale Aufgaben. Ebenso die Finanzierung von lebensrettenden Medikamenten zur Schnelldiagnose von Malaria.
Neben den Fußballspielen gibt es am Turniertag ein abwechslungsreiches Angebot für Kinder und Erwachsene. Toben auf der Hüpfburg, eine elektronische Torwand, Kinderschminken und ein Mini-Kunstrasenfeld locken. Ein Infostand dokumentiert ausführlich die Möglichkeiten freiwilligen Engagements in Uganda. Wer eine Reise in die Region am Äquator plant, kann sich ebenfalls Anregungen holen. Speisen und Getränke gibt es am Grill- und Kuchenbuffet. Ehrenamtliche Helfer des Deutschen Roten Kreuzes sorgen dafür, dass den Aktiven im Notfall schnell geholfen wird.
Über seine Besuche in Uganda sagt der 36-jährige Bonner Entwicklungshelfer: „Die Zeit in Uganda ist stets intensiv. Die Gastfreundlichkeit der Menschen, die trotz großer Armut, Hunger und mancher Krankheit ihren Alltag mit bewundernswerten Demut angehen, ist überragend.“
Informationen über die Projekte
Unterricht und
Gestalten an Dorfschulen
Im Hinterland von Lugazi, das gute zwei Autostunden entfernt von der Hauptstadt Kampala in Zentraluganda liegt, engagiert man sich als Volontär in abgelegenen Dorfschulen. Einfachstes Unterrichten von Englisch oder Mathematik, das Vermitteln von Spaß und Freude sowie wichtige Handwerksarbeiten stehen dabei im Mittelpunkt. Man muss sich komplett vom Gedanken eines Schultags in Deutschland lösen. Das Lernen findet nicht selten in einfachsten Holzverschlägen unter freiem Himmel statt. Die Kinder, oftmals durch Hunger und Durst geschwächt, können nicht lange folgen. Zusammen mit anderen „Lehrern“ zimmert man ein Wellblechdach zum Sonnen- und Regenschutz oder streicht die Schule, um den Kindern ein gutes Gefühl zu geben. Viele der Schülerinnen und Schüler sind Waisen. Klassengrößen variieren zwischen 8 und 50 Kindern. Die Altersspanne liegt zwischen 3 und 15 Jahren. Kleine Einheiten mit Gesang und Tanz machen viel Sinn und Freude.
Woman Empowerment Program
Die Frauengruppen
von Bulyantete und Mayindo
In den Frauengruppen der etwas abgelegenen Bezirke von Bulyantete und Mayindo trifft man auf bemerkenswerte Menschen. Mit wie viel Demut, Energie, Freude und Geschick die Ladys ihren zum Teil harten Alltag bewältigen, ringt höchsten Respekt ab. Sie leben mit ihren vielen Kindern im Hinterland und müssen oft lange Fußmärsche auf sich nehmen, um Lebensmittel oder Medikamente zu bekommen. Deshalb bewirtschaften sie selber auch Felder mit Mais, Bohnen oder Erdnüssen. Mit den Gruppen steht man gemeinsam hart arbeitend in den Feldern, schleppt Steine für den Bau eines Brunnens, versucht sich in ihrer bewundernswerten Kunst des Handwerkens, lehrt etwas Englisch und beantwortet Fragen zu seinem Leben in Europa. Gemeinsames Tanzen und Singen steht ebenso hoch im Kurs wie eine spaßige Partie Netzball. In diesen Stunden lernt man gegenseitig viel voneinander. Sie sind zudem Teil eines Programms, das auf so genannte Mikrokredite baut. Ziel ist, dass sie sich langfristig immer besser selbst organisieren, auf den Märkten Saatgut kaufen und weitere Investitionen selbstständig tätigen. Jeweils zwei Frauen aus den Gruppen verwalten das Geld. Eine bunte Anzahl Hühner und Hausschweine komplettiert das Leben der bewundernswerten Damen.
Medical Center
Irgendwo „in the middle of nowhere“ entsteht im Bezirk Kkoba ein einfaches medizinisches Zentrum, in dem sich die Landbevölkerung zum Beispiel kostenlos auf HIV oder Malaria testen lassen kann. Beide Krankheiten sorgen nach wie vor für viel Leid in Uganda. Ebenso soll es Anlaufstelle für andere typische Erkrankungen und Verletzungen (Würmer, Fieber, einfache Brüche) werden. So müssen die Menschen nicht zum Teil stundenlange Märsche (mit Kindern) in Richtung Lugazi auf sich nehmen. Hier unterstützt man beim logistischen Ablauf oder kann sogar selber an der einen oder anderen Stelle einen Verband wechseln. Dazu bedarf es aber einer nachgewiesenen medizinischen Vorbildung in Europa.
Weitere Infos
Mehr Infos und weitere Projekte auch unter www.hopelineorg.com www.volunteertherealuganda.com
Die Freude am Fußballspiel ist auch bei vielen Kindern Ugandas sehr groß.
Fußball bedeutet Beschäftigung, Freude und Geselligkeit.
