Auftaktveranstaltung der AWO zur internationalen Woche gegen Rassismus
Schulter an Schulter
Stark gegen Rassismus
Koblenz. Die Abteilung Migration und interkulturelle Öffnung des AWO Bezirksverbandes Rheinland e.V. veranstaltete die Auftaktveranstaltung der internationalen Woche gegen Rassismus, in der Kulturfabrik in Koblenz. Dass Rassismus in der heutigen Zeit wieder präsenter geworden ist, haben die Anschläge in der letzten Zeit gezeigt. Der internationalen Woche gegen Rassismus liegt ein historisches Datum zugrunde, dass auf eine Demonstration am 21. März 1960 in Südafrika gegen die Apartheidgesetze hindeutet, bei der 69 Menschen getötet und 180 zum Teil schwer verletzt wurden. Sechs Jahre später riefen die Vereinten Nationen den 21. März zum Gedenktag aus. An diesem Tag soll seitdem nicht nur der Opfer von damals gedacht werden, auch Aktionen gegen Rassendiskriminierung sollen gefördert und gegen Rassismus mobilisiert werden.
Selim Özen, Leiter der „Migration und interkulturelle Öffnung“, hat mit der Musikgruppe Tonspuren, dem afrikanischen Trommler Biro und dem Kölner Rapper Kutlu, ein buntes und abwechslungsreiches Programm, zusammengestellt. Im weiteren Verlauf des Abends beantworteten Frau Soumaia Al Olabi (Journalistin), Professor Dr. Stephan Bundschuh (Hochschule Koblenz), Ahmed Günes (Rechtsanwalt Türkische Gemeinde Rheinland-Pfalz) und Christian Beguss (politischer Sekretär IG-Metall Jugend), in einer kleinen Podiumsdiskussion Fragen zur Entstehung des Rassismus bis hin zu der Frage „Was kann man gegen Rassismus unternehmen, rechtlich wie auch im Umfeld am Arbeitsplatz“.
Das Programm wurde durch einen Film über „100 Jahre AWO“ sowie der Grußworte der Vorsitzenden des Kreisverbandes Christiane Heinrich-Lotz und vom Koblenzer Oberbürgermeister David Langner, erweitert.
Nach der Diskussionsrunde stellte Charlotte Gewehr und Katharina Schmitt-Detzel von der Stadtverwaltung Koblenz das Projekt „Demokratie leben“, vor. Anlass für die Koblenzer Wochen der Demokratie war die Rittersturzkonferenz. Diese, vom 8. bis 10. Juli 1948 entscheidende Beratungen, trugen maßgeblich zur Verfassung des Grundgesetzes bei. Der Titel „Demokratie leben“ soll dazu anregen, gemeinsam über das Zusammenleben in Stadt und Region nachzudenken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv zu gestalten, was natürlich auch die internationale Woche gegen Rassismus mit einbezieht.
Mit dieser Auftaktveranstaltung und mit der am Freitag dem 21. März 2019 vor dem Gebäude der Bundesgeschäftsstelle der AWO in der Laubach stattgefundenen Aktion „5 vor 12“, setzte die AWO ein starkes Zeichen gegen Rassismus.
