Allgemeine Berichte | 19.02.2020

Werkstattarbeit hält die Wershofener Piloten auch in der dunklen Jahreszeit auf Trab

Segelflieger halten keinen Winterschlaf

Von links: Norbert Mülligan, Matthias Malek und Andreas Ebenhoch bei der Werkstattarbeit im Flugzeughangar des Wershofener Segelfliegervereins. Foto: privat

Wershofen. Die Vorbereitungen für die nahende Flugsaison laufen auf Hochtouren. Bei der Segelfluggruppe Wershofen ist für die Vereinsmitglieder derzeit an den Wochenenden Werkstattarbeit angesagt. Die beiden doppelsitzigen Segelflugzeuge vom Typ ASK-21, die für die Pilotenausbildung und für Flüge mit Gästen genutzt werden, haben in der vorangegangenen Flugsaison jeweils rund 1.000 Landungen und annähernd 200 Flugstunden hinter sich gebracht. Der Verein besitzt insgesamt zehn Flugzeuge. Sie alle werden in den Wintermonaten intensiv überprüft. Segelflugzeuge sind wartungsintensive Luftfahrzeuge. Werkstattaufenthalte sind kostspielig, weshalb die Wershofener Piloten bei der Pflege und Wartung ihrer Flugzeuge selbst zur Hand gehen. In kleinen Teams kommt während der Werkstatt im Flugzeughangar gesellige Atmosphäre auf, trotz des Wirkens mit ernsthaftem Hintergrund. Es geht um Sicherheit und Präzision.

Die zertifizierten Werkstattleiter des Vereins weisen alle Freiwilligen ein, die im Winter ihre Baustunden für den Verein ableisten. Durch die Werkstattarbeit spart der Verein Kosten. Die Fliegerei wird somit für jeden erschwinglich. Unter den Freiwilligen befinden sich Piloten allen Alters ab 14 Jahren. Unter ihnen sind auch viele Jugendliche, Mädchen wie Jungen. Das Werkeln bietet Gelegenheit, auch im technischen Bereich etwas zu lernen. Norbert Mülligan prüft das Gelenklager einer Höhenruderbefestigung. „Das Lager war leicht ausgeschlagen, weshalb das Höhenleitwerk Spiel hatte“, erklärt Mülligan den Umstehenden. Der Werkzeugmachermeister bringt sein Fachwissen ein: „Das Streckgrenzverhältnis gibt die Festigkeit einer Schraube in Deka-Newton pro Quadratmillimeter an.“ Wer in Wershofen fliegt, kann sicher sein: in den Flugzeugen sitzt jede Schraube am rechten Platz. Die Flugzeuge sind sicher. Sie werden am Ende des Winters von einem Ingenieur im Auftrag des rheinland-pfälzischen Luftfahrtamtes akribisch geprüft. Erst nach der gewissenhaften Abnahme dürfen die Segelflugzeuge Anfang April wieder an den Start. Andreas Ebenhoch bessert Lackrisse an einer Tragfläche aus, die durch Verwindungen beim Fliegen entstanden sind. „Wir machen das, damit keine Feuchtigkeit durch die Witterung oder beim Putzen in die Fläche eindringen kann“, erläutert Ebenhoch. Jeder bekommt Aufgaben zugewiesen, mit denen er sich befassen kann und keinesfalls überfordern. Alles läuft nach Plan. Die Arbeit soll auch Spaß machen, denn schließlich ist die Fliegerei für alle ein Hobby.

Werkstattleiter Matthias Malek entfernt aus dem Cockpit die Sitzschale und verschiedene Abdeckungen, um die Rumpfstruktur und die Steuerungsmechanik begutachten zu können. „Auch auf die Kabelbäume und Druckschläuche für unsere Instrumente wird ein Auge geworfen“, sagt Malek, der seit… Mitglied im Wershofenr Segelflugverein ist. Er hat seine Eindrücke von der Werkstattarbeit in den Wintermonaten in einem Bericht beschrieben, der auf der Vereinsseite im Internet nachzulesen ist. „Wir möchten, dass die Leute wissen, dass neben der Fliegerei weitere Aktivitäten an unserem Flugplatz laufen. Das gehört einfach dazu“, sagt Malek und fügt hinzu: „Segelflieger halten keinen Winterschlaf“. Ausführliche Informationen zum Flugbetrieb und die Pilotenausbildung präsentiert der Verein auch im Netz: www.sfg-wershofen.de

Pressemitteilung des

SFG Wershofen e. V.

Von links: Norbert Mülligan, Matthias Malek und Andreas Ebenhoch bei der Werkstattarbeit im Flugzeughangar des Wershofener Segelfliegervereins. Foto: privat

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