Sternsinger ziehen durch Wachtberg
Segen bringen, Segen sein
Tradition mit gutem Zweck und großem Erfolg – Über 4.000 Euro spendeten die Bürger für Kinder in Not
Wachtberg-Fritzdorf/Adendorf. Am Morgen des ersten Januarsamstags sandte Diakon Ludger Roos in Wachtberg die Sternsinger aus Adendorf und Fritzdorf in der Fritzdorfer Sankt-Georg-Kirche aus. Mit dem Lied „Stern über Betlehem“ stimmten sich die Anwesenden auf den Tag ein.
Während der Andacht und der Segnung der Kreiden und weiteren Utensilien erklärte Diakon Roos kindgerecht die Bedeutung des Segens und die wichtige Aufgabe, der sich die Kinder an diesem Wochenende stellten. „In der ganzen Welt ziehen Anfang Januar Kinder und Jugendliche durch ihre Heimatdörfer, um für andere Kinder zu sammeln, denen es nicht so gut geht“, erläuterte er den Kleinen. Gleichzeitig bedankte er sich für die rege Teilnahme der Kinder sowie der Eltern und auch der jugendlichen Begleiter. In diesem Jahr zählten die Verantwortlichen so viele Aktive, dass die kleinen als Weise aus dem Morgenland verkleideten Segensbringer bereits kurz nach der Mittagszeit ihre Spendendosen abgeben konnten.
Beim Abschlussgottesdienst, der einen Tag später am Abend in der Sankt-Margareta-Kirche in Adendorf stattfand, hob auch Pfarrer Manfred Häuser die gute Arbeit der Kinder hervor und gab das Wort zum Abschluss der Messe an eine der Organisatorinnen, Michaela Grunert weiter. Von ihr erfuhr man, dass in diesem Jahr Kinder und Jugendliche von fünf bis siebzehn Jahren als Sternsinger oder Begleiter dabei gewesen waren. Sie hatten in Adendorf und Fritzdorf insgesamt knapp über 4.000 Euro für die Hilfsaktion zusammengetragen. Dieser Betrag wird im Sinne der Sternsingeraktion zur Bekämpfung der Kinderarbeit in Indien und anderen Ländern verwendet werden. Gleichzeitig ehrte sie gleich fünf Kinder, die bereits zum fünften Male bei den Sternsingern mitgegangen und so einen wichtigen Beitrag in der Gesellschaft geleistet hatten. Beim Verlassen der Kirche hörte man einige Kids, die schon jetzt über ihre Teilnahme an der nächstjährigen Aktion sprachen.
An mancher Tür erkannten die Kinder sofort, dass sie hier willkommen waren.
Pfarrer Häuser hielt die Abschlussmesse für die kleinen Helfer, die jungen Begleiter und die Organisatoren. Fotos: CEW
