Freiwilligenzentrum Blickwechsel
Seit fünf Jahren Vermittlung von Ehrenämtern
Rheinbach. Vergangenen Samstag lud das Freiwilligenzentrum Blickwechsel zu einer gemeinsamen Wanderung ein. Anlass war das fünfjährige Bestehen der Anlaufstelle für Ehrenamtliche in Rheinbach. Das Team, bestehend aus sieben Frauen, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bürgerinnen und Bürger an Organisationen zu vermitteln, die nach Unterstützung suchen. Dazu gehören unter anderem Seniorenheime und Schülerbetreuungen. Zahlreiche Ehrenamtliche und Freunde des Vereins waren zur Jubiläumsfeier gekommen. Etwa eine Stunde wanderten sie vom Freizeitpark in Richtung Merzbach, am Pferdehof vorbei, bis zum Thomasbrunnen und wieder zurück. Anschließend kehrten sie im Café Parkplätzchen ein und tauschten sich bei Kaffee und Kuchen über ihre Ehrenämter aus. Einige der Anwesenden sind bereits seit der Gründung 2014 dabei, darunter Ilse Serafin. Seit fünf Jahren engagiert sie sich, dank der Vermittlung vom Freiwilligenzentrum, ehrenamtlich für das Seniorenforum. Sie betreut ältere Menschen in den Rheinbacher Seniorenzentren. Da sie gelernte Buchhalterin ist, unterstützt sie diese außerdem bei finanziellen Anliegen. Die Interessen und Fähigkeiten der Ehrenamtlichen bei der Vermittlung zu berücksichtigen, ist den Beraterinnen des Freiwilligenzentrums wichtig. Immerhin soll die Zusammenarbeit im besten Fall langfristig bestehen bleiben. 115 potenzielle Helfer ließen sich seit der Eröffnung über mögliche Ehrenämter beraten. Etwa 32 davon sind aktuell aktiv, stehen also in Kontakt mit einer Organisation oder Einzelperson. „Die Nachfrage nach Helfern ist noch immer sehr groß“, so Doris Kübler, Sprecherin des Freiwilligenzentrums. Nachdem sie vor fünf Jahren als Lehrerin pensioniert wurde, habe sie sich selbst ehrenamtlich engagieren wollen. Als ihr bewusst wurde, wie schwierig es ist, ein Ehrenamt zu finden, gründete sie das Freiwilligenzentrum Blickwechsel. Seither sind einige Projekte zustande gekommen, darunter die Taschengeldbörse in Kooperation mit dem Seniorenforum und das Café International, das jeden Montagvormittag im „Live Jugendzentrum““ stattfindet. Hier beraten Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich Flüchtlinge aus den unterschiedlichsten Ländern. Für die nächsten Jahre wünscht sich Doris Kübler weiterhin viele engagierte Bürger, die helfen, wo sie können. Vor allem zur Begleitung behinderter Erwachsener, die zum Beispiel in der Stadt einkaufen wollen, würden viele Helfer gebraucht. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, aber auch Organisationen erhalten weitere Informationen unter www.blickwechsel-rheinbach.de oder 02226-917210.
