Projekt Villa am Buttermarkt – Kindergarten Barweiler
Senioren & Kindergartenkinder backen gemeinsam Weihnachtsplätzchen
Gemeinsame Projekte bringen Jung und Alt nicht nur näher – sie verbinden und trotz bis zu über 90 Jahren Altersunterschied gibt es viele Gemeinsamkeiten.
Adenau. „Angefangen hat alles Anfang dieses Jahres mit den Firmlingen“ berichtet Petra Retterath, die für die soziale Betreuung der Senioren im Seniorenzentrum der Villa am Buttermarkt in Adenau verantwortlich zeichnet. „Der Kindergarten Barweiler hatte die Projektanfrage an uns gestellt und nach einigen Treffen der Senioren mit den Kindergartenkindern war mir und Silke Schunk, der Leiterin des Kindergartens klar: Die gemeinsamen Aktivitäten müssen unbedingt fortgeführt werden“.
Seit dieser Zeit treffen sich die 5-jährigen Kindergartenkinder der Projektgruppe und die noch beweglichen Senioren regelmäßig einmal im Monat. Meist kommen die Kinder in das Seniorenzentrum, aber auch die Bewohner der Villa konnten schon noch einmal Zeit im Kindergarten verbringen.
Ob Spielenachmittage, Ostereier färben, das Einpflanzen von Sonnenblumen als Zeichen oder wie jetzt in der Adventszeit das gemeinsame Backen von Weihnachtsplätzchen, dies alles schweißt zusammen. Jedes Treffen ist für viele der Senioren ein Highlight, auf das man sich schon Tage vorher freut und noch Tage nachher davon erzählt. Für manche der Kinder ist die eine oder andere Person, die „Oma oder Opa“ den sie selbst nicht haben und manchmal sogar der einzige Kontakt zu sehr alten Menschen. Was Jung und Alt hier zu verbinden scheint, ist die Sache des gemeinsamen Tuns und nicht der Gedanke, an das, was parallel oder später noch getan werden muss – für diese Gemeinsamkeit bedarf es vielleicht der Jahrzehnte Altersunterschied.
Claudia, eine Kindergärtnerin aus Barweiler erzählt: „Es ist so schön, zu sehen, wieviel Empathie die Kinder entwickeln, wie sie Tätigkeiten übernehmen, die die älteren Herrschaften nicht mehr ausführen können und auch das die Senioren bereit sind, von den Kindern zu lernen“. Die Freude des gemeinsamen Tuns sieht man allen an, genau wie die Selbstverständlichkeit im respektvollen Umgang miteinander.
Konzentrierte Zusammenarbeit ohne Berührungsängste.
