Ortsgemeinde Dausenau hatte ein weihnachtliches Programm zusammengestellt
Senioren feierten in der Lahntalhalle
Dausenau. Die Ortsgemeinde Dausenau hatte alle über 70-Jährigen sowie deren jüngere Partner zur Seniorenweihnachtsfeier in die von Rosel Marx festlich dekorierte Lahntalhalle gebeten. Trotz Schneefalls hatten sich etwa 50 Personen eingefunden, die ihr Kommen nicht bereuen sollten.
Nach einem Sektempfang stimmte der Posaunenchor mit Weihnachtsliedern auf die Feier ein, ehe Ortsbürgermeister Jochen Schneider die Begrüßungsrede hielt. Unter anderem trug er die Geschichte der vier Kerzen vor: „Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war still. So still, dass zu hören war, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht. Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz. Die zweite Kerze flackerte und flackerte und sagte: Ich heiße Glauben. Auch ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne. Ein Luftzug wehte durch den Raum, die Kerze war aus. Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen. Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht. Dann kam ein Kind ins Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein. Und es fing an zu weinen. Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: Hab keine Angst. Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung. Mit einem Streichholz nahm das Kind ein Licht von der Kerze und zündete die anderen Kerzen wieder an.“
Kaffee und Kuchen
Im Anschluss daran spielte der Posaunenchor noch einige Weihnachtslieder, während Mitglieder des Ortsgemeinderats den Seniorinnen und Senioren Kaffee und Kuchen reichten. Nachdem alle gut gestärkt waren, ging es weiter im Programm. Kinder der Kita Waldwichtel sangen Weihnachtslieder. Wegen des Wetters konnte nur eine kleine Abordnung die Anwesenden mit ihrem Gesang erfreuen. Aus den Händen von Ortsbürgermeister Schneider erhielten die Kinder ein kleines Geschenk als Dankeschön. Schneider erzählte dann von Problemen des Christkinds mit dem Finanzamt. Auch die Senioren beteiligten sich wieder am Programm. Diesmal trug eine Frau zwei Gedichte vor. Schneider las dann noch die Weihnachtsgeschichte „Der kleine Wichtel“ vor, ehe Pfarrerin Eva Lemaire über die Entstehung des Lebkuchens berichtete - und wie der Lebkuchen zum Weihnachtsgebäck wurde. Den Abschluss des offiziellen Teils bildete eine kleine Verlosung. Anschließend blieb noch genügend Zeit, um sich auszutauschen, ehe die Veranstaltung am frühen Abend ausklang.
Trotz Schneefalls hatten sich etwa 50 Personen eingefunden.
