Rheinbacher Schützenbruderschaft
Shutdown zur Renovierung der Schützenhalle genutzt
Rheinbach. Der Rheinbacher Schützenbruderschaft ergeht es wie den meisten Vereinen während des Corona-Shutdowns. Seit März letzten Jahres sind alle Aktivitäten der Vereine zum Erliegen gekommen, so auch bei den Rheinbacher Schützen. Die Zeit wurde genutzt, um die schon lange geplanten Sanierungen des Schützenhauses voranzutreiben. Bei einer Pressevorstellung, an welcher der Vorsitzende des Vereins Walter Honerbach, Hauptmann und Platzwart des Schützenhauses Hubert Clemens und Karl Steiger, als Schießmeister und Kassierer teilnahmen, wurde der aktuelle Stand der Sanierung erläutert.
Die Arbeiten hatten es in sich. So wurden Abwasserleitungen, die von den Toiletten direkt unter den Schießstand herführten, erneuert. Eine neue Lüftungsanlage mit UVC Entkeimungsmodul und eine neue Heizungsanlage, die in die Jahre gekommen war und nicht mehr den Umweltauflagen entsprach, mussten eingebaut werden. Auch die Schießstände, als eine zentrale Einheit des Schützenhauses bekamen einen neuen Kugelfang. Zudem wurde eine zentrale Videoanlage installiert, welche die Ereignisse und Schießergebnisse der Schießwettkämpfe sofort auf große Monitore in den Gastraum der Schützenhalle überträgt. Honerbach ist sehr zufrieden: „Damit können sich sowohl die Gäste als auch die Mitglieder der Schützenbruderschaft über eine antibakterielle Luft in unserem Schützenhause freuen“.
Die Arbeiten der Firmen auf dem Gelände der Schützenbruderschaft sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Auch wurden neue moderne Gewehranlegestände angeschafft, die von Karl Steiger, als „Hobby-Monteur“ in liebevoller Kleinarbeit zusammen gebaut wurden.
Möglich wurde das alles durch einen Zuschuss des Landes NRW im Zuge eines Förderprojektes „Moderne Sportstätten 2022“ für die Renovierung und Sanierung von Sportstätten. Die Schützenbruderschaft erhielt für ihre bauliche, digitale und energetische Sanierung eine Bewilligung in Höhe von 28.000 Euro. Das sind genau 51 % der beantragten Mittel. Der Rest muss durch Eigenkapital und Eigenleistung erbracht werden“, erläuterte der Kassierer Karl Steiger, der auch mit der Beantragung der Mittel beauftragt war.
Was Veranstaltungen angeht, so hat die Bruderschaft, vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, für dieses Jahr keine Pläne gemacht. Bereits seit dem letzten Jahr haben viele Veranstaltungen ausfallen müssen. Hier ging es um sportliche Wettkämpfe zu den Kreis-Bezirks und Landesmeisterschaften. Auch die Deutsche Meisterschaft musste ersatzlos gestrichen werden. Dies galt auch für das Fest zur Ehrung der Schutzheiligen des heiligen Sebastianus und des Hl. Hubertus, das Anfang dieses Jahres nur mit einer Messe ohne das anschließende gemütliche Zusammensein gefeiert wurde. Die historischen Wettkämpfe und Schützenfeste, das Bezirksfest des Bezirksverbands Voreifel konnten 2020 ebenfalls nicht stattfinden.
Durch das in 2020 und wohl auch in diesem Jahr nicht stattfindende Rheinbacher Schützenfest werden und wurden keine neuen Majestäten ermittelt. Die Majestäten von 2020, Schützenkönig Rolf Mahlberg und Schützenliesel Evelyn Mros erklärten sich bereit, das Amt bis zum nächsten Schützenfest als Repräsentanten der Schützenbruderschaft zu vertreten. Sowohl das Ostereierschießen Ende März als auch als auch das Majestätenschießen im Mai sind aus dem Terminkalender der Bruderschaft gestrichen. Das Europaschützenfest, das dieses Jahr in der Rheinbacher Partnerstadt Deinze (Belgien) stattfinden sollte ist bereits auf 2022 verschoben worden. Ob ein Sommerfest mit den befreundeten Vereinen des Spielmannszuges Rheinbach und der Großen Rheinbacher Karnevalsgesellschaft stattfindet, steht noch in den Sternen. Trotz aller Widrigkeiten hat die Bruderschaft auch ihre gesellschaftliche Aufgabe des „Beschützens“ nicht vergessen. In Absprache mit der Bruderschaft spendete Schützenbruder Alexander Koster 700 FFP2 Masken an die Rheinbach-Meckenheimer Tafel. Diese wurden sowohl für die ehrenamtlichen Mitarbeiter als auch für die Kunden der Tafel ausgegeben.
„Es wird nicht leicht sein dem Vereinsleben einen neuen Schub zu geben, aber wir sehen hier optimistisch in die Zukunft“, sagte Honerbach mit großer Hoffnung.
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