Allgemeine Berichte | 21.07.2023

Ein Zeichen der Zeit: Die Pfaffendorfer Brücke feiert Jubiläum

Sieben Jahrzehnte Verbindung und eine Zukunft im Neubau

Ein Blick im Frühjahr 1953 vom Asterstein in Richtung Koblenzer Schloss während der Bauarbeiten zur neuen Pfaffendorfer Brücke, die zwischen 1950 und 1953 erbaut wurde. Auf der linken Seite neben dem im Bau befindlichen neuen Bauwerk ist die 1946 errichtete Behelfsbrücke zu sehen.  Foto: Heinrich Wolf

Koblenz. In der ersten Hälfte dieses Jahres begannen die Arbeiten für den Neubau der Pfaffendorfer Brücke, das bisher größte und mit einem Preis von rund 181 Millionen Euro kostspieligste Infrastrukturprojekt der Stadt Koblenz. Obwohl die Arbeiten immer sichtbarer werden, ist das runde Jubiläum der bestehenden Brücke fast unbemerkt verstrichen: Sie überspannt seit 70 Jahren mit ihren leicht über 311 Metern den Rhein.

Feierliche Einweihung der Pfaffendorfer Brücke vor 70 Jahren

Das noch bestehende Brückenbauwerk wurde am 18. Juli 1953 feierlich eingeweiht und offiziell für den Verkehr freigegeben. An diesem Tag empfing der Koblenzer Oberbürgermeister Josef Schnorbach zahlreiche Ehrengäste, darunter den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Peter Altmeier und den Trierer Bischof Matthias Wehr, die am Festakt teilnahmen.

Die Notwendigkeit einer neuen Rheinquerung ergab sich nach dem Zweiten Weltkrieg, als die damalige, erst in den Jahren 1932 bis 1934 umgebaute Rheinbrücke, wie auch alle anderen Koblenzer Flussbrücken, von der Wehrmacht gesprengt wurde. Nach dem Krieg wurde 1946 eine provisorische Brücke errichtet, die sieben Jahre lang genutzt wurde, bis sie nach der Fertigstellung der neuen Pfaffendorfer Brücke im Jahr 1953 abgebaut wurde.

Vom Provisorium zur festen Stahlbalkenbrücke

Im Jahr 1950 wurde beschlossen, die heutige Pfaffendorfer Brücke als feste Stahlbalkenbrücke zu errichten. Im selben Jahr begannen die Tiefbauarbeiten, und nach 37 Monaten Bauzeit wurde die Pfaffendorfer Brücke am 18. Juli 1953 in Betrieb genommen und dem Verkehr übergeben. Aufgrund von Materialknappheit konnte die Stahlkonstruktionsmontage erst Ende 1952 begonnen werden. Letztlich umfasste die neue Pfaffendorfer Brücke eine vierspurige Fahrbahn sowie auf beiden Seiten einen 1,60 Meter breiten Radweg und einen 2,60 Meter breiten Gehweg.

In den sieben Jahrzehnten, die folgten, gab es immer wieder Bauarbeiten an und um die Pfaffendorfer Brücke. Ebenso blieb sie von Renovierungen nicht verschont, bedingt durch ihre lange Lebensdauer und starke Verkehrsnutzung - bis zu 40.000 Fahrzeuge überqueren täglich die Brücke. 2019 musste die Brücke notsaniert werden, um ihre Restlebensdauer bis zur Fertigstellung der neuen Brücke, deren Bau seit Anfang 2023 läuft, zu verlängern.

Zukunft der Pfaffendorfer Brücke

Für die Errichtung der neuen Pfaffendorfer Brücke sind voraussichtlich fünf Jahre Bauzeit notwendig, bis das aktuelle Bauwerk abgerissen und die neue Konstruktion an den Standort der jetzigen Rheinquerung verlegt wird, wo zuvor neue Pfeiler errichtet werden. Aktuelle Informationen zum Baufortschritt bietet die Stadt Koblenz kontinuierlich online unter www.koblenz-baut.de/pb an. BA

Der damalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Peter Altmeier (vorne, zweiter von rechts) ließ es sich am 18. Juli 1953 nicht nehmen, bei der Einweihung der Pfaffendorfer Brücke höchstselbst das Band durchzuschneisden. Links neben ihm ist der damalige Trierer Bischof Matthias Wehr zu sehen.  Foto: Hans-Walter Rech

Der damalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Peter Altmeier (vorne, zweiter von rechts) ließ es sich am 18. Juli 1953 nicht nehmen, bei der Einweihung der Pfaffendorfer Brücke höchstselbst das Band durchzuschneisden. Links neben ihm ist der damalige Trierer Bischof Matthias Wehr zu sehen. Foto: Hans-Walter Rech

Ein Blick im Frühjahr 1953 vom Asterstein in Richtung Koblenzer Schloss während der Bauarbeiten zur neuen Pfaffendorfer Brücke, die zwischen 1950 und 1953 erbaut wurde. Auf der linken Seite neben dem im Bau befindlichen neuen Bauwerk ist die 1946 errichtete Behelfsbrücke zu sehen. Foto: Heinrich Wolf

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