Mitsingabend in der Burg Heimerzheim
"Sing doch eene mit"
Kölsche Lieder und ihre himmlische Botschaft stehen am 6. November im Mittelpunkt
Heimerzheim. „Sing doch eene mit - Kölsche Lieder und ihre himmlische Botschaft“, so lautet der Titel des ersten Mitsingabends in der Burg Heimerzheim. Zugunsten der ökumenischen Hospizgruppe Meckenheim-Rheinbach-Swisttal kann hier am Donnerstag, 6. November, ab 19:30 Uhr jeder mitsingen, der möchte. Kölsche Lieder aller Lagen vom Walzer über den fetzigen Rock bis zur klassischen Ballade werden hier von Diskjockey Björn Zimmer aufgelegt. Die Texte werden per Beamer zum Mitlesen und Mitsingen an die Wand geworfen, dazu gibt es musikalische Begleitung an der Gitarre und der Quetsch - und jeder darf seine Sangeskünste nach Leibeskräften unter Beweis stellen. Literat Dirk Lüssem hat die Stücke ausgesucht, die die ganze Bandbreite des Lebens in allen seinen Facetten abbilden. Von der Geburt bis zum Tod, von der Freude bis zur Trauer, von der Liebe bis zum Hass wird so ziemlich alles vertreten sein, was das Kölsche Liedgut so einzigartig macht. Ob das „Halleluja“ von Brings, die Hymne „Du bist die Stadt“ von den Bläck Fööss oder „Wenn nicht jetzt, wann dann“ von den Höhnern - Stimmung ist auf jeden Fall garantiert. Zumal die Swisttaler Musikgruppe „Sibbeschuss“ mit dem Titelsong „Sing doch eene mit“, das die Band erst im Mai geschrieben hat, live mit von der Partie ist. Außerdem tritt der eine oder andere musikalische Überraschungsgast auf.
Froh und lustig soll es sein
Zwischendurch werden die beiden Pfarrer Michael Eschweiler von der Katholischen und Claudia Müller-Bück von der Evangelischen Kirche kurz und prägnant zu jedem Lied die dahinter steckende „himmlische Botschaft“ anbieten. „Sehr gut möglich, dass die Teilnehmer die Lieder anschließend bewusster hören und mitsingen“, schmunzelte Eschweiler bei einer Pressekonferenz. Und wer ihn kennt, der weiß, dass die Botschaft froh und lustig sein wird. Und vielleicht sehe man anschließend auf die Ökumenische Hospizgruppe mit anderen Augen, hofft deren erster stellvertretender Vorsitzender Kurt Surges.
Die Schirmherrin Simone Standl von der WDR-Lokalzeit Köln will nämlich zwischendurch in kurzen 90-Sekunden-Interviews deren Mitglieder und die Arbeit der Hospizgruppe vorstellen. Fröhliche Kölsche Lieder und die Begleitung sterbender Menschen und ihrer Familien stünden nämlich überhaupt nicht im Gegensatz zueinander, denn auch hier gelte das Motto: „Den Tagen mehr Leben geben“. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt, dafür garantiert die Frauengemeinschaft Heimerzheim ebenso wie die Ludendorfer Jonge und zahlreiche weitere Helfer. Besonderer Dank gelte aber auch vielen Unterstützern, allen voran Peter von Boeselager, der den Saal der Burg Heimerzheim kostenlos für diese Veranstaltung zur Verfügung stellt. Einen Vorverkauf gibt es übrigens nicht, die Karten gibt es nur an der Abendkasse.
