Das älteste Volksfest im Kreis Ahrweiler war trotz sommerlicher Hitze gut besucht
Sinziger Kirmes verbindet Tradition und Vergnügen
Sinzig. Dafür, dass die Sinziger Kirmes eine der größten und beliebtesten ihrer Art in der Region ist, sprechen allein schon die Besucherzahlen: wer am Samstag- oder Sonntagabend über die Kirmes schlenderte und sich vom Schein der tausend Lichter verzaubern ließ, erlebte die starke Frequentierung live. Und auch als „BLICK aktuell“ am Sonntagnachmittag über die Festmeile ging, war trotz sommerlicher Hitze einiges los. Klar, Langeweile kommt bei Los- und Schießbuden, Automatenspielen und Fahrgeschäften von Autoscooter bis Kinderkarussell ebenso wenig auf, wie bei den Klassikern Entenangeln oder Dosenwerfern. Über all dem liegt der verführerische Duft von gebrannten Mandeln, Deftigem vom Grill oder auch ausgefalleneren Leckereien wie Churros oder Feuerwurst. In Sachen Fahrgeschäfte war ein ganz spektakulärer Nervenkitzler wie im vergangenen Jahr das in großer Höhe frei schwingende „Mad Max“ diesmal zwar nicht dabei, jedoch kamen Adrenalin-Junkies auch mit dem wild-kreiselnden „Break Dancer“ auf ihre Kosten. Apropos Kosten: Die allgemeinen Teuerungen gehen auch am ältesten Kirchweihfest im Kreis Ahrweiler, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1241 zurückreichen, nicht spurlos vorüber: So kosteten 200 Gramm gebrannte Mandeln 7 Euro, eine Bratwurst 4,50 Euro, eine mittlere Portion Softeis 4 Euro und eine Fahrt auf dem „Break Dancer“ 4,50 Euro.
Gekonnter Fassanstich der neuen Majestät Frank Werner
Wenn eine Kirmes eine derart lange Geschichte hat, kommt natürlich auch die Traditionspflege nicht zu kurz. Zur samstäglichen Eröffnung zog der Festumzug der St. Josef Gesellschaft auf das Kirmesgelände, musikalisch begleitet vom Spielmannszug „Freiweg“ Sinzig, bevor Bürgermeister Andreas Geron, Ortsvorsteher Rainer Friedsam, der neue König der St. Josefs Gesellschaft, Pastor Frank Werner und Königin Astrid Pfennig das Volksfest dann offiziell eröffneten – inklusive gekonntem Fassanstich von Majestät Frank Werner. Auch das Festhochamt, der Wettkampf der Ortsvorsteher am Kirmesdienstag sowie das Frühwecken des Spielmannszug Freiweg durften nicht fehlen. Lediglich das Höhenfeuerwerk zum Kirmes-Abschluss wurde wegen der großen Trockenheit samt hohen Temperaturen und der damit einhergehenden Brandgefahr nach Rücksprache mit der Wehrleitung von der Stadt Sinzig abgesagt.
Am Sonntagnachmittag besuchte die 1. Mannschaft des SC Rhein-Ahr Sinzig die Kirmes und feierte den zuvor errungenen 3-0-Heimsieg über den SV Oberzissen.
Das älteste Kirchweihfest der Region war gut besucht.
: Action Pur auf dem „Break Dancer“. Fotos: DU