Allgemeine Berichte | 06.02.2024

„Casino Las Rheembach“ eröffnete die Türen für den „Landsturm“

„Söhne Rheinbachs“ verwandelten Stadthalle in Spielerparadies

Das „Casino Las Rheembach“eröffnete die Türen für den „Landsturm“.

Rheinbach. Seit fast 50 Jahren stehen sie nun schon auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“. Und haben in dieser Zeit fast 150 Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Doch die Ideen für ihre Veranstaltungen scheinen dieser besonderen Truppe nicht auszugehen. Die Rede ist von den „Söhnen Rheinbachs“: Dem „Landsturm“ und seinen legendären Sitzungen, die weit über die Grenzen Rheinbachs hinaus bekannt sind. Auch in diesem Jahr starteten die Protagonisten des „Landsturms“ am vergangenen Wochenende ihre Show der Extraklasse.

Kommandant und Vorsitzender der Rheinbacher Stadtsoldaten, Willi Hohn, begrüßte die Gäste und Vereine mit ihren Tollitäten. Ein besonderer Willkommensgruß galt dem ersten Bürger der Stadt, Bürgermeister Ludger Banken, mit Gattin und Ehrenbürger der Stadt Rheinbach, Stefan Raetz.

Unter dem Motto „Casino Las Rheembach am Gräbach“ verwandelten die „Landstürmer“ die Rheinbacher Stadthalle in ein Spielerparadies.

„Ludgers Palace“ als Zockerhöhle

Das Bühnenbild war wieder ein Kunstwerk für sich, das die Künstlerin Janni Feuser eindrucksvoll auf die Leinwand gebracht hatte. Es zeigte Rheinbach als lichtdurchflutete Zockerstadt „Las Rheembach“ und als Hauptgebäude das Rathaus als „Ludgers Palace“. Eine Anspielung auf Bürgermeister Ludger Banken.

Standesgemäß fuhr der Moderator und Frontmann der Truppe, Peter Eich, mit einer Stretchlimousine vor und philosophierte darüber, dass er mit seiner Limousine sehr lange bis zum Rathaus gebraucht hätte. Und das alles nur wegen der Radwege.

Mittlerweile habe er auch acht Zweitwohnsitze in den Fahrradstraßen angemeldet. Damit wäre er als ständiger Anwohner raus. So zog sich das Thema Fahrradstraßen durch das Programm des Abends und wurde immer wieder aufgegriffen.

Zum wohl bekanntesten Brettspiel „Monopoly“ trafen sich Bürgermeister Banken (Peter Thomas), Oliver Wolf (Thomas Spitz), Ferdinand Pfahl (Karl Heinz Jansen), Dr. Georg Wilmers (Fred Paral) und Martina Koch (Stefan Jansen). Bei der Vorstellung der Runde durch Peter Eich betonte er, dass das Rheinbacher Monopoly auch Bahnhöfe, die Bachstraße, eine Gruft Ferdinand von Pfahls und eine Justizvollzugsanstalt hat.

Markus Lanz in Rheinbach

In diesem Zusammenhang nannte Eich Martina Koch die „Grande Dame der SPD“, Oliver Wolf, der mehr Fäden in der Hand habe als die CDU-Mitglieder und Dr. Georg Wilmers, „den Mann mit der goldenen Fahrradklingel“. Im Laufe des Spiels stellte sich heraus, dass Ferdinand Pfahl bereits die halbe Stadt gehörte.

Als Markus Lanz brillierte Heiko Hecking mit Lanz’schen Gesten, wobei ihm Achim Frank als Studiogast zum Thema Fahrradstraßen immer wieder Paroli bot. „In der Turmstraße hat kein Mensch ein Fahrrad. Und wenn du eine Pizza willst, dann melde bei der Polizei einen Einbruch und lass dir eine Pizza bringen“, so Frank.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der A-Capella-Auftritt von „Rheembach Harmonists“, die einen Liedvortrag in Perfektion darboten, sodass das Publikum tobte und eine Zugabe forderte. Schauspieler waren Thomas Michel, Heiko Hecking, Peter Thomas Martin Steinhauer und Stefan Jansen.

Peter Eich versucht als Evis Presley, kurzentschlossene Paare vor der Waldkappele über ihre Rechte aufzuklären und auf die neue Gebührenordnung für die Nutzung der Waldkappele hinzuweisen.

Dr. Josef Muhr und Hermann Hausmann ausgezeichnet

Auch als Florian Silbereich führte Peter Eich durch ein Mini-Musical für Bustouristen. Mit dabei Heiko Hecking als Bürgermeister und Martin Steinborn die 1. Beigeordnete Daniela Hoffmann mit dem Lied „Warum hast du nicht mein gesagt“. „Zwischen die beiden passt nicht mal ein Blatt Papier, so eng sind die gestrickt“, stellte Peter Eich fest.

Ob Peter Thomas als Saunaboy oder Martin Steinhauer in der Travestie-Show oder auch mit Achim Frank und Heiko Hecking als Tennisstars. Ein Programm der Superlative, das keine Ecke ausließ, sodass Politik und Verwaltung ihr Fett weg bekamen.

Zum Finale wurden alle Akteure, Helfer, die Partnerinnen der „Landstürmer“ und die anwesenden Tollitäten auf die Bühne gebeten. Mit dabei waren auch Erwin Glinski und Stefan Bruna. Für Karl Heinz Jansen war es der letzte Auftritt auf der Bühne. Er scheidet nach 15 Jahren aus dem aktiven Team aus.

Die Saaldekoration wurde von den „Landstürmer“-Frauen gestaltet und für die Musik auf der Bühne sorgten Felix Rohde und Thomas Michels. Für die Bühnentechnik waren Carsten Mertens, Volker Ruberg und Sven Gaudernack verantwortlich.

Zum Gedenken an den ehemaligen „Landstürmer“ Dr. Josef Muhr, der am 23. Juni im Alter von 83 Jahren verstorben war, ließ Fred Paral im Namen aller Landstürmer das Wirken von Josef Muhr in Form eines Videofilms Revue passieren. Muhr war 30 Jahre lang fixer Bestandteil und künstlerischer Leiter des Landsturms.

Bei der letzten Vorstellung am vergangenen Sonntag wurde der Mitbegründer des Landsturms, Hermann Josef Hausmann, besonders geehrt. Hausmann ist der letzte noch lebende Gründer des „Landsturms“.

Das „Casino Las Rheembach“eröffnete die Türen für den „Landsturm“.
„Söhne Rheinbachs“ verwandelten Stadthalle in Spielerparadies

Der Landsturm startbereit für die große Show. Fotos: EICH

Der Landsturm startbereit für die große Show. Fotos: EICH

Finale auf der Bühne mit den anwesenden Tollitäten.

Finale auf der Bühne mit den anwesenden Tollitäten.

Das „Casino Las Rheembach“ eröffnete die Türen für den „Landsturm“.

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