Hilfsprojekt des Dernbacher Fördervereins der AME e.V. feiert Jubiläum
Soziales Projekt „Casa Margarete“ besteht seit 10 Jahren
Dernbach. Zehn Jahre besteht nun das soziale Projekt „Casa Margarete“, das den Menschen in der Stadtrandsiedlung von São João da Fronteira in Brasilien hilft, ihrer Armut zu entkommen. Dafür setzt sich der Dernbacher Förderverein der AME e.V. mit Spenden ein, die zu 100 % bei diesen Menschen ankommen. Vor kurzem fand die Jubiläumsfeier zum 10-jährigen Bestehen der Casa Margarete mit weit über 100 Besuchern statt.
Casa Margarete wurde vor 10 Jahren als Mehrzweckhaus in der kleinen Stadt São João da Fronteira erbaut. Es wurde benannt nach der verstorbenen Margarete Echternach, die ihr Vermögen dafür vererbt hatte. Das Haus dient als Begegnungsstätte für arme Familien, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben vom Umland in die Stadt gezogen sind. Doch aus ihrem bäuerlichen Leben entwurzelt, vergrößerten sich die Probleme und die Menschen leiden unter Arbeitslosigkeit und Alkoholismus.
Hier setzen die Hilfsprojekte in der Casa Margarete unter Leitung von Schwester Adelgard Zimmer ADJC und der Lehrerin Lucilene da Silva Lima an. Sie vermitteln den Menschen, dass sie durch Bildung und eigenes Wirken der Hoffnungslosigkeit entkommen können. Insbesondere Kinder, Jugendliche und Frauen werden mit einem Bildungs- und Betreuungsprogramm unterstützt. Angeboten werden Hausaufgabenhilfe, Musik- und Tanzunterricht, Handarbeiten, Nähkurs, Kochen, Hauswirtschaftslehre, Mütterberatung und Freizeitgestaltung. Zwei Köchinnen sorgen mit einer Suppenküche dafür, dass die Kinder zwei Mal die Woche eine warme Mahlzeit bekommen, denn die staatliche Hilfe ist für die Familien so gering, dass sie für eine gesunde Ernährung nicht ausreicht.
„Neben unserem Bildungs- und Betreuungsprogramm ist es wichtig, dass wir eine Anlaufstelle für Menschen sind, die psychologische Hilfe brauchen“, so Schwester Adelgard. Sie berichtet von einer Jugendlichen, die den Lebensmut verloren hatte, weil ihre Mutter ins weit entfernte São Paulo zog, um Arbeit zu finden und dort bald mit einem anderen Mann eine neue Familie gründete. Das Mädchen wurde bei der Großmutter zurückgelassen, es fühlte sich verstoßen und wurde zunehmend traurig und teilnahmslos, so dass sich die Großmutter große Sorgen machte. In der Casa Margarte konnte die Jugendliche Verständnis und psychologische Hilfe finden. Sie fasste wieder neuen Mut, meldete sich nach einiger Zeit zum Nachhilfe-Unterricht für Englisch und statt Suizidgedanken hat sie heute klare Ziele: sie möchte Stewardess werden.
Casa Margarete ist ein Mittelpunkt für die Menschen im armen Stadtrandviertel und so ist es nicht verwunderlich, dass das 10-jährige Bestehen vor kurzem mit großer Teilnahme gefeiert wurde. Nach der heiligen Messe führten Kinder und Jugendlichen Tanz- und Theaterstücke vor, die Wochen vorher einstudiert wurden. Es wurde musiziert und gesungen und die Gäste genossen den leckeren Kuchen, der von den Frauen aus der Siedlung gebacken wurde.
Casa Margarete bringt Freude, Hoffnung und Selbstwirksamkeit zu den Menschen in der armen Stadtrandsiedlung. Deshalb ist es so wichtig, dass die Bildungs- und Betreuungsprogramme weiterlaufen können. Doch dafür wird finanzielle Unterstützung gebraucht. Der Förderverein der AME e.V. sammelt deshalb Spenden, die 1:1 den Menschen in Sao Joao da Fronteira zu Gute kommen.
Der Förderverein der AME e.V. wurde im September 2018 gegründet und hat 13 Mitglieder, die sich alle ehrenamtlich einbringen. Der Verein ist vom Amtsgericht Montabaur als gemeinnützig anerkannt.
Spendenkonto:
Nassauische Sparkasse
DE77 5105 0015 0803 3074 87
Verwendungszweck: Spende São João da Fronteira
Pressemitteilung
Förderverein AME e.V,
Tänze und Theaterstücke wurden Wochen vorher einstudiert, um zum 10-jährigen Jubiläum der Casa Margarete aufgeführt zu werden. Unter anderem wurden Szenen aus dem Leben der Ordensschwester und von Margarete Echternach, deren Erbe das Mehrzweckhaus erst ermöglicht hat, von zwei Jugendlichen gespielt.
Schwester Adelgard Zimmer (ADJC), die zusammen mit der Lehrerin Lucilene da Silva Lima das Bildungs- und Betreuungsprogramm in der Casa Margarete leitet, wurde als Dank für ihre unermüdlichen Dienste mit einem Geschenk überrascht.
Mit dem Portraitfoto wurde Margarete Echternach, die als Erblasserin den Bau des Mehrzweckhauses „Casa Margarete“ ermöglicht hat, bei der Jubiläumsfeier geehrt.
