DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V.
Spannender Wettkampf der Jugendrotkreuzler in Sinzig
Nachwuchshelfer mit anspruchsvollen Aufgaben gefordert
Kreis Ahrweiler. Jüngst veranstaltete das Jugendrotkreuz (JRK) auf dem Gelände der Barbarossa Realschule plus in Sinzig seinen diesjährigen Kreiswettbewerb. Mit dem olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles“ gingen die altersgemäß in Stufe I (6 bis 12 Jahre) und Stufe II (12 bis 17 Jahre) aufgeteilten Kinder und Jugendlichen an den Start.
Kreisbeigeordneter Friedhelm Münch eröffnete den Wettbewerb, wünschte allen Teilnehmern viel Spaß und einen fairen Wettkampf. Rund 75 Kinder und Jugendliche, verteilt auf vier Gruppen in Stufe I und drei Gruppen in Stufe II, stellten sich den Wettkampfaufgaben. Weitere etwa 40 Kräfte waren für die Organisation, als Verletztendarsteller und Schiedsrichter im Einsatz.
Die zentrale Verpflegungsgruppe des DRK-Ortsvereins Weibern e.V. sicherte mit dem Mittagessen traditionell das leibliche Wohl der Wettkampfgruppen. Der gastgebende DRK-Ortsverein Sinzig e.V. richtete ein Kuchenbuffet her. Der Sinziger Mineralbrunnen spendete die Getränke für die Teilnehmer.
Der Kreiswettbewerb stellt die vielfältigen Aufgabenbereiche des JRK dar. Den größten Teil bildeten die Erste-Hilfe-Aufgaben. In den Erste-Hilfe-Einzelaufgaben der Stufe I leisteten die Kinder Erste Hilfe nach einem Insektenstich, versorgten eine Kopfplatzwunde und halfen einer Jugendlichen mit Atemnot. In der Gruppenaufgabe mussten Kinder als Team zeitgleich einem Jugendlichen mit einer Handgelenksverletzung, einer Person mit einer Panikattacke und einem Unterkühlten helfen. Anspruchsvoller waren die Aufgaben der älteren Teilnehmer der Stufe II. In den Einzelaufgaben mussten die Jugendlichen einer Person mit einem Schlaganfall helfen, nach einem Sportunfall mit Oberschenkelschmerzen und Knöchelverletzung Hilfe leisten und eine Hyperventilation erkennen und richtig versorgen. In der Gruppenaufgabe stand die Versorgung einer schweren Kopfplatzwunde in Verbindung mit einer Gehirnerschütterung, die fachgerechte Hilfe bei Bewusstlosigkeit und die Versorgung eines Unterkühlten auf dem Wettbewerbsplan.
In weiteren Wettbewerbsbereichen demonstrierten die JRK-ler, dass sie nicht nur Pflaster kleben und Verbände anlegen können. Der Rotkreuzbereich befasste sich mit der JRK Kampagne „Was geht mit Menschlichkeit - DU (Empathie)“. Diese Kampagne ist 2017 aus der „ICH- (Selbstfürsorge) Perspektive“ gestartet und endet 2019 mit der „WIR-Perspektive“. Die Kampagne behandelt aktuelle Themen der Weltpolitik, etwa die Flüchtlingssituation, die die Jugendlichen durch viele neue Mitschüler hautnah mitbekommen.
Im sozialen Bereich stand das Thema „Müll im Meer“ im Vordergrund. Die aktuellen Ergebnisse des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland) zur Situation deutscher Gewässer ist alarmierend. Mikroplastik ist überall nachweisbar, die Folgen für den Menschen noch unabsehbar. Die Situation in den Weltmeeren spitzt sich dramatisch zu. In den Gruppenstunden hatten sich die JRK-ler im Vorfeld mit dem Müllkreislauf, Recycling, Müllvermeidung und dem bewussten Konsum auseinandergesetzt. Die Jugendlichen haben gelernt, dass ein Umdenken in jeder Familie bereits einiges bewirkt.
Im musisch-kulturellen Bereich hörten die Teilnehmer den Anfang einer Geschichte und sollten diese dann als Erzähltheater nachspielen. Der Bereich Sport und Spiel forderte die Geschicklichkeit. Um
Kletterwand des THW war ein beliebter Pausenfüller
Wartezeiten zwischen den Wettbewerbsstationen zu überbrücken, war ein Kletterturm, der vom Technischen Hilfswerk (THW) Ahrweiler zur Verfügung gestellt und fachgerecht betreut wurde, auf dem Schulhof aufgebaut. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bot ein Spielmobil mit einem umfangreichen Spielparcours.
Während eines Rundgangs mit JRK-Kreisleiterin Sina Faßbender überzeugten sich Sinzigs Bürgermeister Andreas Geron und der stellvertretende DRK-Kreispräsident Karl-Heinz Bernardy von der Leistungsfähigkeit der Nachwuchsretter. Geron war von der Vielfältigkeit des Wettbewerbs und dem geleisteten ehrenamtlichen Engagement beeindruckt.
Karl-Heinz Bernardy freute sich über die Teilnehmerzahl und die erreichten Ergebnisse, die die Qualität der Jugendarbeit des JRK unterstreiche. „Heute gibt es keine Verlierer. Allein die Tatsache, dass ihr euch diesem Wettbewerb gestellt habt, macht euch bereits zu Siegern. Verlierer sind wenn überhaupt nur die, die heute an diesem Wettkampf nicht teilgenommen haben“, sagte Bernardy in einer kurzen Rede zu den Jugendrotkreuzlern.
JRK-Kreisleiterin Sina Faßbender und Ihre Stellvertreterin Jasmin Braun verkündeten die mit Spannung erwarteten Ergebnisse. In der Stufe I erreichten die „Rettungsschlümpfe“ aus Weibern den ersten Platz. Den zweiten Platz sicherten sich die „Rettungskids“ aus Sinzig. Auf den dritten Platz gelangten „Die roten Zwerge“ aus Niederzissen. Die „Helping Hands - Next Generation“ belegten den vierten Platz. In der Stufe II kamen in einem internen Duell die „Sunnys-red-“ aus Wehr auf den ersten Platz vor den ebenfalls aus Wehr stammenden „Sunnys-white-“ auf Platz zwei. Die erst am Jahresanfang gegründete Gruppe „Red Heroes“ aus Bad Neuenahr-Ahrweiler erreichte den dritten Platz.
Die Gruppen auf den ersten beiden Plätzen der jeweiligen Altersstufe werden am 16. Juni den Kreis Ahrweiler beim JRK-Bezirkswettbewerb des DRK-Bezirksverbandes Koblenz in Birkenfeld vertreten.
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