Kenianische SOLWODI-Fußballerinnen zu Gast

Spannende und lehrreiche Eindrücke

Die Frauen absolvieren internationalen Fußball- Trainerinnenlehrgang und eine Schulung zur Permakultur-Assistentin mit Erfolg

20.09.2019 - 13:08

Boppard/Andernach/Erbach. Mit Erfolg haben Miriam Anyango Okudo und Beatrice Navori Nekesa den internationalen Trainerinnenlehrgang des Fußballverbandes Rheinland an der Sportschule Koblenz-Oberwerth bestanden.

Die beiden Fußballerinnen des kenianischen SOLWODI-Sportprojektes SOLASA nahmen auf der Abschlussfeier bei Lotto Rheinland-Pfalz kürzlich stolz ihr Diplom entgegen. 20 Teilnehmerinnen aus elf Nationen (China, Deutschland, Irak, Kenia, Kosovo, Nepal, Ruanda, Palästina, Paraguay, Tansania, Tunesien) nahmen in diesem Jahr am Lehrgang teil.

Miriam Anyango Okudo und Beatrice Navori werden das erworbene Wissen nutzen, um in Kenia Frauen und Mädchen bei SOLASA zu trainieren. SOLWODI unterhält dort 65 Frauenfußballteams, ein Team spielt in der Women´s Premier League.


Eine herausragende Veranstaltung


Schwester Dr. Lea Ackermann von der internationalen Menschenrechts-Organisation SOLWODI, die jedes Jahr zwei Frauen aus Kenia zum Lehrgang entsendet, dankte den Initiatoren vom Fußballverband Rheinland „für diese herausragende Idee, einen internationalen Trainerinnenlehrgang ins Leben zu rufen, und der Lotto-Stiftung für die finanzielle Unterstützung.“ Der Lehrgang sei eine tolle Veranstaltung, bei der Teilnehmerinnen über den Fußball zu Freunden werden.“

Im Anschluss an den Fußballlehrgang absolvieren Miriam Anyango Okudo und Beatrice Navori Nekesa eine Schulung zur Permakulturassistentin bei Diplom-Gartenbauingenieurin Heike Boomgaarden. Die Praktikantinnen erlernen dort die Grundlagen des Gärtnerns und des biologischen Anbaus, auch Schulungsinhalte wie Nachhaltigkeit, Ernährung, Permakultur, die Wiederverwendung von Energien und Stoffen sowie die Nutzung natürlicher Ressourcen eines Systems stehen auf der Tagesordnung. Heike Boomgaarden geht es im Praktikum nicht nur um die Vermittlung von theoretischem und praktischem Wissen. Wichtig ist der Fachfrau auch, ihre Gäste in Medien- und Netzwerkarbeit zu schulen. Das Praktikum soll ihnen helfen, selbstständig Strategien für Gärten in Kenia zu erarbeiten. Ihr bei Heike Boomgaarden erworbenes Wissen werden Miriam Anyango Okudo und Beatrice Navori Nekesa in Kenia in den dortigen Agrarprojekten von SOLWODI weitergeben. Auf Einladung des Eine-Welt-Laden Andernach e.V. besuchten Miriam Anyango Okudo und Beatrice Navori Nekesa, zusammen mit SOLWODI-Pressereferentin Ruth Müller, den FaiRegio-Weltladen in der Andernacher Fußgängerzone. Mitarbeiterin Doris Jonas überreichte dort zwei goldene Fußbälle an die Sportlerinnen. Diese Bälle wurden unter fairen Bedingungen in Pakistan hergestellt. Das heißt, dass keine ausbeuterische Kinderarbeit stattfindet und eine angemessene Bezahlung der Näherinnen erfolgt.

Doris Jonas berichtete, dass der Eine-Welt-Laden im August 2010 eine Kooperation mit dem Regiomarkt der Andernacher Perspektive gGmbH eingegangen ist und seither unter dem Motto „Welt triff Heimat!“ fair gehandelte Waren und regional erzeugte Produkte unter einem Dach angeboten werden. Neben den Projekten „Essbare Stadt“ und „Trinkbare Stadt“ waren beim gemeinsamen Stadtrundgang durch Andernach die Second-Hand-Läden, die Leerstände der Innenstadt sowie die römische und jüdische Geschichte des Ortes weitere Themen. „Das war ein äußerst spannender und lehrreicher Nachmittag für uns“, bedankten sich die Gäste bei Doris Jonas.

Pressemitteilung

SOLWODI Deutschland e.V.

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juergen mueller:
Bevor solche Kommentare in Umlauf gebracht werden, sollte man sich vorher genau informiert haben. Gibt es solche Sitzungsgelder, dann ist das rechtens, denn umsonst gibt es heutzutage nichts mehr (Zeit heutzutage will vergütet werden). Hier geht es auch nicht darum, wer was erhält, sondern welche...
Bernhard Sommer:
Wirtschaftliche Perspektive? Ich hoffe dass Herr Langner dann auch keine Sitzungsgelder usw. als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Aufsichtsratsmitglied bekommt !!!! Und er kann das dem Weihnachtsmann erklären, dass es erst eine Woche vor Fälligkeit auffällt, dass kein Geld mehr da ist..........
juergen mueller:
Wirtschaftliche Perspektive? Wenn ein Unternehmen, wie das GKM, kontinuierlich Liquiditätsprobleme hat, dann geht man zuerst an diejenigen, die dafür am wenigsten können? Herr Langner ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung u. sitzt im Aufsichtsrat. Wenn im Januar oder Februar wieder diese...
juergen mueller:
Errst jetzt wach geworden? Bereits JUNI 2021 warnte VERDI (mit Recht) vor einer Übernahme/Mehrheitsbeteiligung durch SANA. Wie uns bereits jahrelange Erfahrung gelehrt hat ist es nicht sinnvoll, unser Gesundheitswesen mit privaten Kapitalinteressen zu verknüpfen/zu überlassen. SANA ist ein profitorientierter...
Gabriele Friedrich:
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