Allgemeine Berichte | 03.08.2022

Sommercamp der Frauenbegegnungsstätte UTAMARA

Spaß und Lernen für kurdische Mütter und Kinder

Mutter-Kind-Sommercamp mit kurdischen Müttern und Kindern, die in Deutschland leben, fand große Resonanz

Die Teilnehmer hatten große Freude beim Sommercamp.  Foto: privat

Kasbach-Ohlenberg. Sprache und kulturelle Identität sind stark miteinander verwoben. Sie verbindet Menschen, schafft gemeinsame Werte und beschreibt die vergangene und aktuelle Lebenswirklichkeit der Menschen in ihrem räumlichen und sozialen Umfeld. Das Verbot die eigene Kultur zu leben, die eigene Sprache zu sprechen gilt deshalb in vielen Staaten als probates Mittel die Assimilation einer Volksgruppe zu erzwingen. Da die kurdische Identität nicht anerkannt wurde und bis heute an vielen Orte nicht wird, leben Kurd*innen weltweit über viele Staaten vertreut.

Im Sommercamp der Frauenbegegnungsstätte zeigte sich deutlich, dass über die Muttersprache die Bindung innerhalb der Familien gestärkt wird und Kinder damit auf ihrem Weg eine klare Persönlichkeit zu entwickeln, gestärkt werden, wenn sie zweisprachig aufwachsen. So können sie aus verschiedenen Kulturen und Sprachen ihren eigenen Stärken entwickeln.

Das Camp zeigte jedoch auch, dass es einen hohen Bedarf an muttersprachlichem Unterricht gibt.

Bei Wanderungen im bewaldeten und bergigen Umland von Kasbach lernten die Kinder kurdische Entsprechungen von Begriffen, die zur Welt der Tiere und Pflanzen gehören. Die ausgewählten Begriffe später vor der Gruppe zu präsentieren, stellte eine besondere Herausforderung dar.

Die Mütter lernten zeitgleich viel über die historische Entwicklung der kurdischen Kultur, Geschichte und damit einhergehend der kurdischen Sprache, aber auch über Gewalt gegen Frauen, Sexismus in der Sprache, die Rolle der Frau in der deutschen oder auch kurdischen Gesellschaft und die Funktionsweise des Patriarchats.

Um die Zweisprachigkeit als positiv, als Bereicherung zu erleben, ist es gerade für Kinder notwendig einen großen Wortschatz zur Verfügung zu haben, was wiederum bedeutet, viel miteinander zu sprechen und auch viel zu lesen. Hierfür gab es im Camp, das von der Gleichstellungsstelle des Landkreises unterstützt wurde, Zeit, zumal die Selbstverpflichtung auf Handy- und Technikkonsum weitgehend zu verzichten, Raum für ein achtsames Miteinander bot.

„Gemeinsames Essen und Freizeitaktivitäten, von Singen bis hin zum Picknicken, Memory-Spielen oder Trampolin-Springen war Ausgleich zum Lernen, machte sowohl den Kindern wie den Müttern viel Spaß und diente gleichzeitig der Festigung der Mutter-Kind-Beziehung“ fasste Nele Möhlmann von UTAMARA das Ergebnis des Camps zusammen und hofft mit den Teilnehmerinnen auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Informationen zur Frauenbegegnungsstätte UTAMARA unter: www.utamara.org

Die Teilnehmer hatten große Freude beim Sommercamp. Foto: privat

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