Flugplatzfest Wershofen
Spektakuläre Flugschau
Impressionen sind online zu sehen
Wershofen. . Das Flugplatzfest in der Nordeifel war für rund 6.000 Interessierte ein Fest der Sinne. Gebannt reckten sich die Köpfe bei diversen Kunstflugdarbietungen gen Himmel. Jan Bodenheim, seines Zeichens Fluglehrer beim Wershofener Segelflugverein, erläuterte vom Turm des kleinen Eifelflugplatzes aus die spektakulär anmutenden Figuren wie Looping, Rolle oder Trudeln und informierte über die zu bestaunenden Fluggeräte unterschiedlicher Bauart am Himmel.
Diese konnten auch am Boden stehend aus der Nähe in Augenschein genommen werden. Auf einer Strecke von einem Kilometer waren sie am Rande der Landepiste abgestellt.
Für die Flieger wurde eine Picknick-Zone eingerichtet, in der sie sich austauschen und Kontakte knüpfen konnten. Und so gab es manche interessante Geschichte zu hören.
Tornado-Pilot Uli Schmitt, dessen Vater bereits Pilot war, ist ein Glückspilz. Zusammen mit seiner Frau Jenifer hat er drei bezaubernde Töchter. Die Älteste steht mit strahlenden Augen vor Papas Flugzeug, einem Stieglitz von Focke-Wulff, einem Doppeldecker mit Sternmotor, eines der meistfotografierten Flugzeuge beim Flugtag in Wershofen. Kein Wunder. Das 1940 gebaute Flugzeug ist ein Hingucker.
Der Trierer Christian Werner fliegt eine Cessna 120, Baujahr 1946. In Amerika vor wenigen Jahren grundüberholt, erwarb er das vollverchromte Flugzeug günstig: „Ich musste sie einfach haben!“ Stolz posieren er und seine Begleiterin vor dem erst vor kurzem erworbenen Flugzeug.
Erst acht Jahre alt ist der Kibitz von Burkhard Zach aus dem Glottertal im Schwarzwald, der mit seiner Frau Michaela übers Wochenende nach Wershofen geflogen kam. Sein Doppeldecker ist als Ultraleicht-Flugzeug zugelassen. Das Schätzchen ist ein Hingucker. Der dunkelrote Anstrich und die Liebe zu den Details, wie das in Naturleder eingefasste Cockpit, sind auf Retro getrimmt. Es entsteht der Eindruck, einen Oldtimer von 1929 vor sich zu haben. Mit neuer Technik und einem zuverlässig vor sich hin schnurrenden Rotaxmotor. Zwei kleine goldene Engel zieren die Verstrebungen zwischen den Tragflächen. .
Die weiteste Anreise hatten George und Shery Acosta aus Northfield Minnesota in den Vereinigten Staaten. Der Airbus-Pilot fliegt in seiner Freizeit eine Cessna 195. Wie er vom Flugtag erfahren hat? „It was pure luck!“, reines
Glück, wie er sagt. Im Forum der internationalen Cessna-Association hatte er eine Ankündigung zum Classic-Cessna-Treffen gelesen.
Der 74-jährige Holländer Jaap van Steinvoorn reiste mit einer Boeing Stearmann nach Wershofen an. Seit 1958 sitzt er im Cockpit und zeigt stolz seine Fluglizenz. Inzwischen haben sich 20.000 Flugstunden angesammelt. Ein Veteran. .
Viele Geschichten beim Flieger-Picknick
Und so gibt es viele Geschichten beim Flieger-Picknick zu hören. Die Piloten werden nicht müde, Fragen zu beantworten, freuen sich stolz über die neugierigen Blicke auf ihre fliegenden Schätze. Manch ein Flugzeug hätte viele Geschichten zu erzählen, wenn es denn reden könnte. The Storyteller ist denn auch der Künstlername von Pilot Hans Nordsiek aus den Niederlanden, der die Geschichte seines altehrwürdigen Flugzeuges vor großem Publikum zum Besten gibt. Seine Boeing Stearman „Old Crow“ - alte Krähe - wurde ursprünglich in den USA als Militärflugzeug gebaut. Die neue Lackierung, schwarz mit goldener Verzierung, gibt viel mehr von der Seele des Flugzeugs preis, „dem Spirit“, wie Nordsiek erläutert. Eine Viertelstunde Rundflug kostet mit dem Spritschlucker satte 130 Euro. Durchaus angemessen, wenn man die hohen Wartungskosten berücksichtigt.
Das Flugplatzfest ist Fliegen zum Anfassen. Zumindest ist es greifbar. Auch im Flugsimulator, den Heiko Stemmler mitgebracht hatte. Er betreibt in Kastellaun ein Vier-Sterne-Hotel. Seinen Profi-Simulator hat er selbst gebaut. . In Wershofen standen die Leute Schlange. Nach Wershofen kam Stemmler aus Freude an der Sache.
Und so geht es allen Akteuren. Sie möchten den Menschen von ihrem Hobby, von ihrem Sport, von ihrer Leidenschaft berichten.
Auch eine Cri-Cri, das kleinste zweimotorisierte Flugzeug der Welt. Ein Eigenbau. Der Besitzer, Johann Knittel aus Kamp-Bornhofen am Rhein, ist mit seinen 76 Jahren der älteste Pilot der Wershofener Flugschau.
Christian Grau, Vorsitzender des SFG Wershofen zieht am Sonntagabend Bilanz: „Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Es kamen sehr, sehr viele Menschen aus der ganzen Region zu uns. Und ein Flugzeug sogar aus der Schweiz. Die Stimmung war gut. Bei den Gästen wie den eigenen Leuten. Das fördert das Miteinander und die Kameradschaft in unserem Verein.“ Auch Wehrführer Mario Kaspers von der freiwilligen Feuerwehr Wershofen ist zufrieden: „Die Stimmung war sehr entspannt. Ein tolles Fest, auch für uns!“ Mit 22 Erwachsenen und 16 Jugendlichen war die Feuerwehr vor Ort. Fluglotse Stephan Servatius verzeichnete insgesamt 430 Starts und Landungen. Aus seiner Sicht verlief die Veranstaltung reibungslos und vorbildlich. Soviel Betrieb gab es am Wershofener Flugplatz lange nicht. Viele Hobbyfotografen und Profis steuerten bereits während der Veranstaltung ihre Fotos bei. Darunter viele Schnappschüsse und Impressionen. Diese wurden bereits während der Flugshow online gestellt. Und so kann das Erlebte noch eine Weile nachklingen. Zu sehen bei www.flugtag-wershofen.de.
Auch kleine Flieger waren in Wershofen.
Der Flugzeugclown begeisterte jung und alt.
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