DRK-Ortsverein Adenau
Spende an First Responder
Adenau. Für eine Spende in Höhe von 800 Euro bedankte sich der langjährige 1. Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Adenau, Hermann-Josef Romes, herzlich bei vier Damen aus der Ortsgemeinde Dorsel. Diese hatten den Betrag anlässlich eines privaten Festes gesammelt. Sie möchten mit ihrer zweckgebundenen Spende den weiteren Aufbau des First Responder-Systems in der Verbandsgemeinde Adenau unterstützen. Zwei der Damen, bereits als Krankenschwester ausgebildet bzw. in Ausbildung befindlich, bekundeten zur Freude des DRK-Ortsvorsitzenden großes Interesse an einer eigenen Ausbildung zu First Respondern.
Die First Responder sind Ersthelfer in Notfällen. Sie sollen und können den Rettungsdienst nicht ersetzen. Ehrenamtlich tätig, kommen sie im Rahmen der „Zufallsbereitschaft“ zum Einsatz, sie werden bei Notfällen über das System Rettungsalarm zeitgleich mit dem Rettungsdienst alarmiert, über die Rufnummer „112“. In neun Ortsvereinen des DRK im Kreis Ahrweiler wurde die Organisation Ersthelfer als freiwillige, ehrenamtliche Dienstleistung aufgebaut. Aufgabe ist es, die therapiefrei Zeit zwischen dem Eintritt des Notfalles und der Disposition durch die Leitstelle bis zum Eintreffen des Rettungsmittels zu organisieren und qualifizierte „Erste Hilfe“ zu leisten. Dazu zählen auch die Durchführung lebensrettender Sofortmaßnahmen, die Verkürzung der Hilfsfrist kann sogar lebensrettend sein. Nach dem Eintreffen des Rettungsdienstes können die Ersthelfer ggfs. zu dessen Unterstützung behilflich sein.
Ein First Responder ist eine mindestens in erweiterter Erster Hilfe und in der Regel grundlegend sanitäts- oder rettungsdienstlich ausgebildete Person. Sie hat einen qualifizierten Sanitätslehrgang absolviert, nimmt auch an Fortbildungsveranstaltungen im Sanitätsdienst teil. Die Kosten der Sachausstattung und der Aus- und Fortbildung werden über die örtlichen Organisationen des DRK bestritten, hierbei sind Spenden, wie die oben erwähnte, eine wertvolle Hilfe. Der Ortsverein Adenau ist bemüht First Responder flächendeckend zu etablieren und diese in die Arbeit des DRK einzubinden. In einigen Regionen sind erfreulich zahlreiche Ersthelfer vorhanden, in anderen mit teils eher noch lückenhafter Abdeckung bekunden jetzt zahlreiche Personen Interesse. Wer mithelfen möchte, vielleicht gar eine Affinität zu medizinischen Berufen hat, möge prüfen, ob er die 48-stündige Ausbildung durch ehrenamtliche Kräfte des DRK-Kreisverbandes mit der Möglichkeit späterer vertiefender Fortbildung nutzen möchte. Grundsätzlich kann sich jeder ausbilden lassen. Die Bereitschaft ehrenamtlich zu helfen, verdient große Anerkennung und kann im Notfall entscheidende Bedeutung haben.
Im Rahmen der personellen und finanziellen Ressourcen erfolgen Aus- und Fortbildung sowie bei Bedarf die Bereitstellung der Sachausstattung über das jeweilige Budget der örtlichen Organisationen des Deutschen Roten Kreuzes, vereinzelt auch über Spendengelder. Der Einsatz der First Responder ist kostenfrei. Eine Abrechnung über Krankenkassen oder Privatversicherungen erfolgt nicht.
Grundsätzlich braucht ein „Ersthelfer“ nach geleisteter Hilfe an einem Notfallort dann nicht mit schadensersatz- oder strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen, wenn er die ihm bestmögliche Hilfe geleistet oder so sachgerecht gehandelt hat, wie er es in der Ersten-Hilfe-Ausbildung gelernt hat oder wie es für ihn nach bestem Wissen erforderlich schien.
Ist mit der Hilfeleistung ein Eigenschaden verbunden, kann ein Ersthelfer den Ersatz der Eigenaufwendungen verlangen. Bei Körperschäden hat ein Ersthelfer bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen gegen den zuständigen gesetzlichen Unfallversicherungsträger insbesondere Anspruch auf kostenlose Heilbehandlung, Verletzten- bzw. Übergangsgeld, besondere Unterstützung, Berufshilfe und Verletztenrente. Im Todesfalle haben seine/ihre Hinterbliebenen Anspruch auf Rente und Sterbegeld.
Die Sensibilität für das Thema ist nicht zuletzt durch die Schließung des Adenauer Krankenhauses gestiegen, auch die Kommunen schenken dem Thema zunehmend Bedeutung. Informationen gibt der Ortsverein Adenau des DRK gerne: info@drk.adenau.de.
Pressemitteilung des
DRK-Ortsverein Adenau
