Wilhelm-Remy-Gymnasium Bendorf
Spielend zum besseren Verständnis
Eltern und Lehrer befassen sich bei „Eltern LAN“ mit Computerspielen
Bendorf. Die Faszination der Computerspiele sorgt bei vielen Eltern und Lehrern noch immer für großes Unverständnis und steht damit für ein erhebliches Konfliktpotenzial zwischen Jugendlichen und Erwachsenen. Im Rahmen der Vortragsreihe FELS (Forum Eltern Lehrer Schüler) fand am vergangenen Samstag am Wilhelm-Remy-Gymnasium Bendorf eine Veranstaltung statt, die eben diese Faszination sowohl inhaltlich als auch praktisch erlebbar machen konnte.
Auf Einladung der Schulleitung und des Schulelternbeirats führten die Medienpädagogen Daniel Zils und Axel Karger von der Bundeszentrale für politische Bildung Eltern und Lehrer dabei zunächst inhaltlich in die Relevanz des Themas ein. Ziel der Eltern-LANs, die bundesweit auf große Nachfrage stoßen, ist es dabei, eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen und Eltern wie Pädagogen Einblicke in jugendliche Medienwelten zu geben. Diesem Ziel kamen die begeisterten Teilnehmer vor allem gegen Mittag ein großes Stück näher, als Eltern und pädagogische Fachkräfte die Möglichkeit hatten, eigene Computerspielerfahrungen zu sammeln. Hierbei wurde auf von den Veranstaltern gestellten Rechnern mit Minecraft zunächst das vor allem unter Jüngeren erfolgreichste Spiel der letzten Jahre gespielt. Anschließend erprobten sich die Teilnehmer mit Call of Duty auch an einem Vertreter des umstrittenen Genres der Egoshooter. Der rege Austausch während der inhaltlichen und spielerischen Phasen des Workshops zeigte die hohe Bedeutung des Themas. Zum Abschluss der Veranstaltung klärten Zils und Karger über die Gefahren exzessiven Medienkonsums auf.
Alle Teilnehmer werteten die Veranstaltung als großen Gewinn und hofften darauf, dass gewonnene Erkenntnisse und Verständnis die ersten Bausteine für die gewünschte Brücke zwischen den Generationen sein können.