Allgemeine Berichte | 12.04.2017

Familienzentrum der Elterninitiative Niederbachem e.V.

Spielzeugurlaub in der Kita-Drachenhöhle

Kurzerhand werden Kartons zur Höhle. Deshalb ist qualitatives Wenig in der Drachenhöhle mehr. privat

Wachtberg-Niederbachem. Die KiTa-Drachenhöhle in Wachtberg-Niederbachem ließ pünktlich zur Fastenzeit die Spielsachen verschwinden. Nichts Neues und scheinbar Alltag, aber immer wieder spannend. Denn ohne die Spielzeugroutine des Alltags einen ganzen KiTatag zu bestreiten, bietet für den ein oder anderen eine kreative Leere, die erst einmal befüllt werden muss. Nach den närrischen Tagen war reges Wegräumen in der Kita-Drachenhöhle zu beobachten. Die Kinder halfen kräftig mit, all das Spielzeug aus den Gruppenräumen zu entfernen. Was blieb waren Tische, Stühle, Kissen, Decken und wertfreies Material. Spielzeug ist im Kinderleben allgegenwärtig. Es ist eine Möglichkeit zu Lernen und regt Kinder zur Aktivität an, aber es fordert lediglich das Agieren auf eine Vorgabe. Dies galt es für eine bestimmte Zeit zu unterbrechen und durch neue Handlungsansätze zu erweitern. Die Kinder wurden vor die Aufgabe gestellt, ihren Alltag von Grund auf mit Inhalt zu befüllen. Was sich nach nichts Neuem anhört - Kinder sind doch kreativ - stellte dennoch eine Herausforderung dar, denn das Denken lag nun in jedem Selbst und wurde wenig von außen angeregt. Da galt es zunächst Spielpartner über die Kommunikation zu finden und weniger über das Material und sich danach zu überlegen, für welchen Spielinhalt sich die Mehrheit entscheidet. Die Kinder, welche für sich das Modell „lonesome cowboy“ bevorzugten, erlebten, entweder durch ihre kommunizierten Ideen regen Zuspruch anderer oder lernten die kreative Leere kennen und aushalten. Eins steht fest, am Ende des Tages hatten alle etwas zu tun, sei es im Kopf vor der Außenwelt verborgen oder in der Interaktion. Die Kinder nahmen den neuen Ansatz sportlich. Carla, sechs Jahre erfand ihr eigenes Brettspiel. Tim, fünf Jahre, funktionierte alte ausrangierte Schaufensterkartons der Apotheke als Höhle um. Schnell zeigte sich, dass es kein Angebot von außen braucht um die kindliche Weiterentwicklung anzustoßen, vielmehr Ventile, die kindliche Ideen real werden lassen. Deshalb ist qualitatives Wenig in der Drachenhöhle mehr.

Kurzerhand werden Kartons zur Höhle. Deshalb ist qualitatives Wenig in der Drachenhöhle mehr. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Anzeige 35-jähriges Jubiläum
Lampionfest in Weißenthurm
Lampionfest in Weißenthurm
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Auszubildende:r im Bereich Fachkraft für Veranstaltungstechnik
Anzeige Fahrzeugsegnung
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
36

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

In der ehemaligen Ahrweiler Synagoge diskutierten (von links) Nick Falkner, Ulrich van Bebber, Susanne Bell und Dr. Martin Wein.
204

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie hat die Flut den Zusammenhalt im Ahrtal verändert. Welche Konflikte bestehen noch? Wo trägt bürgerschaftliches Engagement weiterhin? Wo brauchen Menschen, Vereine und Kommunen mehr Unterstützung? Und was muss Politik aus dieser Katastrophe lernen, damit Warnketten funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und der Staat im Krisenfall schneller handeln kann?

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
76

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Gerade bei heißen Temperaturen können sich schnell Maden in der Biotonne bilden.
2028

Biotonne im Sommer pflegen

Biotonne bei Hitze: Maden vermeiden

Kreis Neuwied. In den Sommermonaten können sich im feuchtwarmen Klima der Biotonne schnell unerwünschte Organismen bilden. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Neuwied fährt in den Sommermonaten eine wöchentliche Leerung der Biotonne, die das Problem deutlich reduziert. Sie gibt praktische Tipps, was Anwohner darüber hinaus tun können, um unerwünschter Organik vorzubeugen.

Von Laura Tries aus Neuwied

Weiterlesen