Allgemeine Berichte | 20.11.2019

Vor-Ort-Gespräche zur Zukunft des Krankenhauses Adenau

St. Josef-Krankenhaus in Adenau schließt Chirugie

Schließung soll zum Jahresende erfolgen

Adenau. Die Krankenhauslandschaft befindet sich bundesweit im Umbruch. Nicht nur in Rheinland-Pfalz gibt es seit einigen Monaten Meldungen von Krankenhausträgern, die ihre Leistungsangebote reduzieren, Standorte schließen oder Insolvenz anmelden. Als Ursachen werden vor allem die veränderten bundesgesetzlichen Rahmenbedingungen genannt, aber auch die zunehmenden Schwierigkeiten insbesondere kleiner ländlicher Krankenhäuser ärztliches Personal zu gewinnen.

Vor diesem Hintergrund hat der Träger des St. Josef-Krankenhauses Adenau, die Marienhaus Holding GmbH, das Gesundheitsministerium darüber informiert, dass er die chirurgische, die interdisziplinäre sowie die intensivmedizinische Versorgung am Standort St. Josef-Krankenhaus in Adenau voraussichtlich zum Jahresende schließen wolle. Als maßgeblichen Grund gibt der Träger Schwierigkeiten bei der Personalfindung an.

In einem zweistündigen Gespräch mit den Vertretern der Kommunen vor Ort hat Gesundheitsstaatssekretär Dr. Alexander Wilhelm heute betont, dass das Krankenhaus Adenau insbesondere einschließlich seines chirurgischen Angebots für die flächendeckende gesundheitliche Versorgung zentral sei und damit erhalten bleiben müsse. „Wir stehen hierzu mit der Marienhaus Holding GmbH im engen Austausch und loten gemeinsam Möglichkeiten aus, das chirurgische Angebot in Adenau aufrechtzuerhalten“, so Staatssekretär Dr. Wilhelm.

„Ich verstehe, dass die Bürgerinnen und Bürger, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses und auch die Verantwortlichen der Kommunen vor Ort in Sorge sind und sich für den Erhalt des Krankenhauses mit allen Angeboten der Grundversorgung einsetzen. Deshalb ist es uns als Landesregierung ein wichtiges Anliegen, dass die weiteren Überlegungen und Prozesse möglichst transparent sind.“

Staatssekretär Dr. Wilhelm sagte Landrat Dr. Pföhler und den Bürgermeistern Nisius und Hoffman zu, dass das Gesundheitsministerium diese Prozesse auch im Miteinander mit den Kommunen eng begleiten und unterstützen werde. Dies sei auch Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler persönlich ein wichtiges Anliegen. Das Gesundheitsministerium wird in der kommenden Woche weitere intensive Gespräche zur Sicherung einer guten Versorgung der Region insbesondere mit dem Träger führen.

Pressemitteilung

des Ministeriums für

Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie RLP

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