Allgemeine Berichte | 27.11.2019

Verbraucherforum 60+ informiert über Pflege- und Gesundheitsmarkt

Stadt und Forum Senioren Meckenheim luden zur Informationsveranstaltung ein

Verbraucherzentrale und Landesseniorenvertretung gaben hilfreiche Tipps

Informieren gemeinsam zu Pflege und Gesundheit (v.l.): Manfred Stranz, Bettina Hihn, Alfons Pfahl, Erika Neubauer, Monika Schiffer, Georg Abel und Holger Jung.Fotos: CEW

Meckenheim. Was tun, wenn ein Angehöriger plötzlich pflegebedürftig wird? Wie muss man was organisieren, wo kann man welche Hilfen bekommen? Und an welchen Stellen muss man darauf achten, keinen Scharlatanen zum Opfer zu fallen? Diese und viele andere Fragen waren Themen beim Verbraucherforum 60+, zu dem die Stadt Meckenheim und das Forum Senioren Meckenheim ins Mosaik Kulturhaus eingeladen hatte. Knapp sechzig Zuhörer hatten die Gelegenheit genutzt, sich erste Informationen zu holen.

Gerade weil sich Fragestellungen häufig durch plötzliche Erkrankungen oder durch überfallartige Forderungen nach Unterschriften vonseiten wenig transparenter Anbieter ergeben, ist es wichtig, gewappnet zu sein. Besonders der Markt der individuellen Gesundheitsleistungen sei mit weit über 300 Angeboten für die Patientin oft sehr unübersichtlich, sagte Monika Schäfer von der Verbraucherzentrale NRW. Häufig genug fordere man bereits beim Empfang in einigen Praxen Unterschriften zu kostenpflichtigen Leistungen, zu denen der Patient nicht einmal eine Beratung erhalten hat. „Grundlage für eine solche Leistung ist immer ein schriftlicher Vertrag“, betonte die Fachfrau. Georg Abel von der Verbraucher Initiative brachte das Ziel der Veranstaltung und der Informationskampagnen auf den Punkt: Der Patient, der Pflegebedürftige aber auch pflegende Angehörige müssten Ihre Optionen auf dem Pflege- und Gesundheitsmarkt kennen und nutzen. Hierzu wolle man die Menschen durch die Informationen befähigen. Mit den Veranstaltungen habe man in den letzten Jahren mehrere tausend Menschen direkt erreicht, informierte Georg Abel über den Erfolg der Informationsveranstaltungen. Zudem habe man mehrere 100.000 Informationsbroschüren zu verschiedenen Themen herausgegeben und so die Menschen in die Lage versetzt, sich auf dem Pflege- und Gesundheitsmarkt zu orientieren. Mit der Broschüre „Hilfen in Meckenheim“ engagiert sich auch das Forum Senioren mit Informationskampagnen für die Meckenheimer Bürger. „Unser Informationsheft war innerhalb kurzer Zeit vergriffen“, sagte die Vorsitzende des Forums Senioren, Dr. Erika Neubauer. Der Bedarf sei gerade in Meckenheim durch den hohen Seniorenanteil hoch.

Dass die Stadt diese Entwicklung bereits früh erkannt habe, erkenne man daran, dass man mit Bettina Hihn eine hauptamtliche Demografiebeauftragte beschäftige, sagte der Erste Beigeordnete Holger Jung als Vertreter der Stadt. Es ginge nicht nur um Pflege und Gesundheitsfragen, sondern auch um bezahlbares Wohnen, Barrierefreiheit und viele andere Fragen des demografischen Wandels. Auch im Verbraucherministerium würden diese Themen als wichtig empfunden und die Informationsveranstaltungen würden „von allen Farben der Politik unterstützt“, sagte Alfons Pfahl vom Verbraucherministerium. Seit 2006 engagiere man sich mit regelmäßigen Veranstaltungen für die Information der Bürger, in deren Mittelpunkt der mündige Gesundheitskunde stehe. Ermöglicht werden die Veranstaltungen durch die Förderung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen und das Engagement der Stadt sowie der Ehrenamtler des Forums Senioren Meckenheim. Die Sparkasse sponserte die „Notfalldosen“, die Rettungskräften im Falle des Falles alle wichtigen Informationen bieten und die vor Ort mitgenommen werden konnten.

Informationen, Broschüren und Notfalldosen gab es beim Verbraucherforum 60+.

Informationen, Broschüren und Notfalldosen gab es beim Verbraucherforum 60+. Foto: Petra Reuter

Georg Abel von der Verbraucher Initiative informierte über das Ziel: Handlungsoptionen kennen und nutzen.

Georg Abel von der Verbraucher Initiative informierte über das Ziel: Handlungsoptionen kennen und nutzen. Foto: Petra Reuter

Informieren gemeinsam zu Pflege und Gesundheit (v.l.): Manfred Stranz, Bettina Hihn, Alfons Pfahl, Erika Neubauer, Monika Schiffer, Georg Abel und Holger Jung.Fotos: CEW Foto: Petra Reuter

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