Geschichtsverein Unkel e.V.
Stadtführung mit prominenter Beteiligung
Unkel. Bürgermeister Alfons Mußhoff spielte eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Unkeler Geschichte, den Pfarrer Gottfried Eschenbrender (1645 bis 1723). Die Nachwächterführungen des Geschichtsvereins Unkel (GVU) sind ein besonderes Angebot. Die Mitglieder des GVU haben es sich zur Aufgabe gemacht, Einheimischen und Touristen die Geschichte ihrer Stadt auch mit schauspielerischen Einlagen näher zu bringen.
Auch bei der letzten Stadtführung traf sich eine Gruppe Interessierter in der Dämmerung am Ortseingang an der Kelter unter Führung des Nachtwächters Werner Geißler (GVU-Vorsitzender). Diese Führung fand in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Unkel e.V. statt. Sie war Teil des Rahmenprogramms der Kunst- und Weintage.
Der Gang durch die Unkeler Geschichte begann am Fuße eines kleinen Weinbergs mit dem Auftritt des Winzers André Bohnefass, einer Figur aus der gleichnamigen Romantrilogie von Leonhard Reinirkens, dem bekannten Heimatdichter, der den größten Teil seines Lebens in Unkel verbrachte und dessen 100. Geburtstag der GVU gerade gefeiert hatte. Am Fronhof, dem ältesten steinernen Gebäude der Stadt Unkel, erläuterte der Nachwächter dessen wechselvolle Vergangenheit seit dem 11. Jahrhundert. Vor den Mauern der Stadt traf die Gruppe die polnische Königin Richeza, die im Mittelalter am Rhein Zuflucht vor einem Machtkampf in ihrer polnischen Heimat suchte und Besitz auch in Unkel hatte.
Zurück in der Stadt, begegnete man dem Dichter Ferdinand Freiligrath, der 1839 für zwei Jahre nach Unkel kam und dort seine spätere Gemahlin Ida Melos kennenlernte. Als großer Dichter der Romantik sorgte er sich um den Erhalt des Rolandsbogens. Im Gefängnisturm kontrollierte man einen Gefangenen. Anton Kühlwetter, ein notorischer Verbrecher aus dem 18. Jahrhundert, der zum Tode verurteilt in Ketten lag und am nächsten Morgen auf dem nahen Stuxberg gehängt werden sollte.
Höhepunkt der Führung am letzten Sonntag war die Begegnung mit Gottfried Eschenbrender, der vom neu gewählten Unkeler Bürgermeister, Alfons Mußhoff, dargestellt wurde. Er entstammte einer angesehenen und einflussreichen Familie. In den schweren Zeiten des 17. und 18. Jahrhunderts nach dem Ende des 30-jährigen Krieges 1648 und der Pestzeit um 1666 hat sie viel Gutes in Unkel bewirkt. Er sorgte auch für den Wiederaufbau der zerstörten Kapelle in Scheuren. Die Ausstattung der Pfarrkirche, wie man sie heute kennt, entstammt ebenfalls überwiegend von Stiftungen der Familie Eschenbrender. Der GVU freut sich besonders, dass der neue Stadtbürgermeister es sich nicht hat nehmen lassen, trotz aller Verpflichtungen an diesem Abend mitzumachen. Die Gäste haben es ihm mit einem donnernden Applaus gedankt.
Zum Ende der Zeitreise begegnete der Nachtwächter mit seinen Gästen dem Bundeskanzler Willy Brand am Unteren Markt. Hier erfuhren sie, warum Willy Brandt nach Unkel kam, hier heiratete und sich sehr wohl gefühlt hat.
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