Kulinarischer Abschluss der Dorfmoderation mit einem leckeren Sonntagsfrühstück
Stebach hat große Pläne für die Zukunft
Brunnenplatz, Grillhütte und Gemeinschaftshaus sind die kommenden Großprojekte
Stebach. Am 1. Juni 2016 erfolgte der Startschuss für den Dorferneuerungsprozess und die dafür notwendige Moderation durch ein Planungsbüro in Stebach. Claudia Redlin und Claudia Renz von RU-Plan, dem Büro für Raum- und Umweltplanung, besprachen sich mit den Mitgliedern des Gemeinderats. Über einen Zeitraum von zwei Jahren folgten eine Reihe von weiteren Terminen und so genannten „Dorfwerkstätten“, in denen die Planerinnen mit den Stebacher Bürgern deren wichtigste Anliegen besprachen. Die Ergebnisse der zweijährigen Arbeit wurden am Sonntag den Bürgern im Rahmen eines gemeinschaftlichen Frühstücks im Dorfgemeinschaftshaus vorgestellt. Im Rahmen der Besprechungen stellten sich drei Grobziele auf der Prioritätenliste heraus, die den Stebachern besonders am Herzen liegen: 1. das Miteinander und den Zusammenhalt stärken, 2. mehr gegenseitige (Selbst-)Hilfe, 3. Entwicklungen im Bereich Bauen und Sanieren. Auch mit den Kindern im Ort waren Gespräche geführt worden. Sie wünschten sich eine bessere Ausstattung des Kinder- und Jugendraums im Dorfgemeinschaftshaus und mehr Angebote dort. Teilweise wurden diese Wünsche schon umgesetzt, zum Beispiel durch Kinoangebote im Dorfgemeinschaftshaus sowie gemeinsame Ausflüge.
Jetzt stehen eine ganze Reihe weiterer Verbesserungsmaßnahmen auf der Stebacher Agenda. Im Mittelpunkt stehen das Dorfgemeinschaftshaus und der Brunnenplatz. Beide sollen neu- bzw. umgestaltet und aufgewertet werden. Mit dem Dorfgemeinschaftshaus hat sich bereits gestalterisch eine Innenarchitektin befasst. Auch an eine energetische Sanierung ist gedacht. Für den Brunnenplatz soll ein Gestaltungskonzept erstellt werden. Nachdem die Gemeinde das anliegende Privatgrundstück günstig erwerben und den Scheunen-Altbau dort abreißen konnte, hat sich dieser Dorfmittelpunkt optisch schon stark verändert. Auch Büsche und Bäume wurden entfernt. Allerdings macht der Platz dadurch jetzt erst mal einen eher tristen Eindruck. Was sich ändern soll.
Auch sucht die Gemeinde noch nach einem geeigneten Platz für eine Grillhütte. Einig ist man sich in Stebach darüber, dass man eine haben will. Unklar ist noch der Standort.
Schon weit fortgeschritten sind die Bemühungen, die Wandermöglichkeiten rund um Stebach zu verbessern. Ein Rundweg ist jetzt durchgängig begehbar, ein Hindernis an der Kläranlage im Wald außerhalb von Stebach wurde beseitigt. Als Nächstes stehen noch die Formulierung eines Neubürger-Infobriefs, die Organisation und Vernetzung der Nachbarschaftshilfe sowie der Bau und das Angebot einer Mitfahrerbank auf dem Programm.
Der gesamte Kapitalbedarf der im Stebacher Dorferneuerungskonzept bisher angedachten Projekte beläuft sich auf knapp 100.000 Euro. Ein Teil des Geldes wurde bereits investiert, zum Beispiel für die Pflege der Wanderwege, die Modernisierung des Jugendraums, die Verbesserung der Straßensicherheit und die Erneuerung der Straßenbeleuchtung mit LED-Leuchten. Ein anderes Bedürfnis der Stebacher Bürger, ein besseres Internetangebot, wurde scheinbar bereits durch den Anbieter Telekom befriedigt. Wie Ortsbürgermeister Karl-Heinz Klein mitteilte, werde schnelles Internet in Stebach bereits angeboten.
RU-Plan-Chefin Claudia Redlin betonte noch einmal die Bedeutung der Dorfmoderation und des jetzt erstellten Dorferneuerungskonzepts. Nur damit sei es möglich, Zuschüsse in nicht unbedeutender Höhe für private und kommunale Investitionsvorhaben zu beantragen - die in der Regel auch genehmigt würden.
Im Dorfgemeinschaftshaus stellten die Mitarbeiterinnen von RU-Plan die Ergebnisse der zweijährigen Dorfmoderation vor.
Erst mal stärken: An den Anfang der Informationsveranstaltung hatte die Gemeinde ein opulentes Frühstück gestellt, das von den Bürgern gern in Anspruch genommen wurde. Nahezu 100 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.
