Sternsinger unterwegs
Adenau. „Gemeinsam für unsere Erde, in Amazonien und weltweit“, so lautet das diesjährige Motto der Sternsingeraktion. Im Fokus steht die Ressourcenausbeutung und die Zerstörung der Lebensgrundlage der einheimischen Bevölkerung in Südamerika. Das Recht der Kinder auf eine unversehrte Umwelt weltweit wird gefordert. Mensch und Natur bilden eine Einheit, das Recht auf eine gesunde Umwelt steht im Blickpunkt.
Zum 66. Mal zogen Sternsinger mit einem Stern in den Orten von Haus zu Haus. Die Sternsinger sind das Kindermissionswerk der Katholischen Kirche, gemeinsam mit dem Bund der Katholischen Jugend wird die Arbeit der Sternsinger koordiniert.
Die Sternsinger sind bundesweit unterwegs, um den Segen Gottes zu den Menschen zu bringen und Geld für Kinder in Not zu sammeln. Es ist dies ein Beitrag für Frieden und Gerechtigkeit für Kinder weltweit, in jedem Jahr werden fachkundig begleitete Hilfsprojekte unterstützt. Bewusst wird vor allem die Eigeninitiative vor Ort unterstützt.
Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ blickt auf eine über 175 Jahre lange Tradition zurück. 1846 wurde der Grundstein in Aachen gelegt, damals war es Papst Pius XI., der die Bewegung zum „Päpstlichen Werk“ erhob.
In der Adenauer Pfarrkirche St. Johannes d.T. begrüßte Gemeindereferentin Alena Becker die Sternsinger, teils in Begleitung ihrer Eltern. Sie ging auf die Zielsetzung der Sternsingeraktion ein, erläuterte organisatorische Belange. Unmittelbar nach dem Entsendegottesdienst machten sich die Kinder auf den Weg, in kleinen Gruppen, beim Spendensammeln verteilten sie die traditionellen Aufkleber mit der Buchstaben- und Zahlenfolge 20*C+B+M+24. Diese steht für „Christus Benedicat Mansionem“ – „Christus schütze dieses Haus“, wenn auch volkstümlich oft die Abkürzung für Caspar, Balthasar und Melchior angenommen wird. Auch in anderen Pfarreien fanden ähnliche Aussendegottesdienste statt. Bei leider etwas abnehmender Teilnahmezahl gilt denjenigen, die die Tradition aufrecht erhalten, besonders herzlicher Dank.
Wer nicht von den Sternsinger*innen besucht werden konnte, kann sich im Pfarrbüro den Segensaufkleber zu den Öffnungszeiten abholen. Auch in einigen Kirchen liegen die Aufkleber und Spendentütchen aus. WD
