Kinder engagieren sich für Kinder
Sternsinger zogen durch das Drachenfelser Ländchen
Caspar, Melchior und Balthasar waren in den Häusern willkommen
Wachtberg-Adendorf. Nach der Aussendungsfeier am 6. Januar in Berkum konnten die Sternsingerkinder am darauf folgenden Wochenende zu ihrer Mission starten. Kinder engagieren sich für Kinder, das ist seit Jahrzehnten das Motto der Aktionen, bei denen Spenden für Kinder in Not gesammelt werden. Dieses Mal unterstützen die Sternsinger junge Kenianer, die durch die Folgen des Klimawandels zunehmend die Grundlage für ihre traditionelle Lebensweise verlieren. Das gesammelte Geld wird für Brunnen verwendet werden, um den Kindern den Zugang zu sauberem, frischem Wasser zu ermöglichen. Auch kleinere Kinder waren in diesem Jahr mit dabei. So zogen in Adendorf mehrere Fünfjährige und der vierjährige Balint Kiss erfolgreich mit Umhang und Krone los.
Die Bewohner aller Häuser hießen die Heiligen Drei Könige herzlich willkommen und lobten den Einsatz der warm eingepackten Schüler, die sich trotz der bitteren Kälte nicht von ihrer Aufgabe hatten abbringen lassen.
Die Tradition der Sternsinger geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Seit dieser Zeit ziehen Menschen in der Erinnerung an die Erscheinung des Herrn durch die Gemeinden und Städte, um Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln. Diesem Brauch folgend waren in Adendorf am Samstag, 7. Januar 19 Kinder und acht Begleiter unterwegs, um in Adendorf, Klein Villip und bei den auswärtigen Höfen an den Türen zu klingeln, Segen zu bringen und Spenden zu erbitten. Wer es wünschte, dem schrieben die Kinder nach alter Tradition die Jahreszahl und die Segensabkürzung an die Haustür. „Christus mansionem benedicat“ bedeuten die Buchstaben, die häufig für die Abkürzung der Namen der Heiligen Drei Könige gehalten werden. Ins Deutsche übersetzt bedeuten die Worte: Gott segne dieses Haus. Der Erlös der Sammelaktion belief sich in Adendorf und Klein Villip auf die stolze Summe von 2181 Euro. Im Abschlussgottesdienst, der nach der neuen Gottesdienstordnung am folgenden Dienstag stattfand, übergaben die Kinder das Geld für die jungen Kenianer. Kaplan Francis lobte den Einsatz der Kinder und betonte die Wichtigkeit der Aktion für die Zukunft der Notleidenden, weil mit frischem Wasser die Lebensqualität steigt und die Infektionsgefahr mit gefährlichen Krankheiten sinkt.
Besonders geehrt wurden Frederic Schöneck und Sarah Schütz, die bereits seit sieben Jahren das Team der Sternsinger bereichern. Auch Juliana Lenthe und Maximilian Paulußen erhielten zum Dank für ihren in diesem Jahr fünften Einsatz für die gute Sache ein tönernes Sternsingeramulett. Durch das Engagement der Teilnehmer der Sternsingeraktionen konnten in den letzten Jahren weltweit mehr als 1500 Projekte für Kinder in vielen Kontinenten unterstützt werden. Etlichen Mitstreitern machte die Aktion auch in diesem Jahr wieder so viel Spaß, dass sie sich schon auf die Aktion im nächsten Jahr freuen.
