Musik und beste Akustik in Odendorf
Stimmungsvoller musikalischer Abend
Passionskonzert des Vocalensembles Swisttal mit vielen Zuhörern
Swisttal-Odendorf. Ein besonderes Passionskonzert verwöhnte die Ohren am ersten Sonntag im April in der Kirche St. Petrus und Paulus in Odendorf. Der Eintritt für die rund 80 Besucher war frei, Spenden zur Deckung der Kosten waren jedoch sehr willkommen.
Ab 18 Uhr hörte man im Wechsel Impulse von Pater Friede und das Vocalensemble Swistal. Der Schwerpunkt des Konzertes lag dabei auf der musikalischen Darbietung der 16 Sängerinnen und Sänger. Seit neun Jahren besteht das ursprünglich in Zülpich-Füssenich gegründete Ensemble, das in seinem Repertoire einiges zu bieten hat. Von Gregorianik bis zur Moderne singt der gemischte Chor meist a cappella vier- bis achtstimmig. Dass die Mitglieder dieser Gemeinschaft über Erfahrung und Gesangsunterricht verfügen, war am Sonntagabend in der guten Akustik der Kirche deutlich zu hören. Hier haben sich Menschen aus Euskirchen, Rheinbach, Zülpich, Swistal und der Eifel zusammengefunden, um gemeinsam Musik auf hohem Niveau mit ihren Stimmen zu gestalten. Nur ein bis zwei Mal im Monat findet sich die Zeit, möglichst viele Chormitglieder gleichzeitig für intensive Proben zusammenzutrommeln. In diesen kurzen Zeiten studieren die Mitglieder unterschiedlichste Werke zur Mitgestaltung von Gottesdiensten und Konzerten ein. Begleitet wurde der Chor von Antonia Wisskirchen. Bereits seit der Kindheit musikalisch ausgebildet, orientierte sie sich früh in Richtung Orgelmusik. Nach einer fundierten Ausbildung und Konzerttätigkeiten im In- und Ausland arbeitet sie seit 2010 als Lehrerin in einem Gymnasium in Erftstadt.
Unter der Leitung von Nicole Prinz hörte das Publikum beim Passionskonzert unter anderem Peccantem me quotidie von Christóbal de Morales, Agnus Dei von Thomas Morley, O vos omnes von Giovanni Croce und Christus factus est von Felice Anerio vor dem zweiten Impuls von Pater Friede. Es folgte eine Choralpartita über ein Stück von Georg Böhm „Ach wie nichtig, ach wie flüchtig“, bevor Stücke von Rudolf Mauersberger, Henri Carol, Knut Nystedt und Rihards Dubra zu hören waren. Nach einem weiteren Impuls bot das Ensemble Prelude und Contemplation von John Ebenezer West, unterbrochen durch Cantilène von Clément Loret. Im vierten, letzten Abschnitt an diesem Abend ließen die Sängerinnen und Sänger Kyrie von J. G. Rheinberger, Beati quorum via von Charles V. Stanford und Psalm 43 von Felix Mendelssohn Bartholdy erklingen. In einer Handreichung erhielt das Publikum Übersetzungen der lateinischen Texte.
