Ökologische Ausgleichzahlungen werden zur Aufwertung der Wied genutzt
Störsteine und Totholz: Einfache Mittel zur Verbesserung der Wasserqualität
Kreis Neuwied/Neustadt. Von Neustadt über Rossbach bis Irlich fließt die Wied viele Kilometer durch den Kreis Neuwied und prägt dessen Landschaft entscheidend. Kein Wunder, dass die Verantwortlichen der Neuwieder Kreisverwaltung um Umweltdezernent und Ersten Kreisbeigeordneten Michael Mahlert ein großes Interesse haben an der ökologischen Gesundheit des Flusses. Und so entschieden sie sich als kleinen weiteren Baustein jetzt, Kompensationszahlungen, die die Deutsche Bahn AG für Baumfällungen im Bereich der Linzer Bahnhofs zahlen muss, für eine Verbesserung der Gewässerqualität einzusetzen. „Die Wied ist wichtig und solche Ausgleichsmaßnahmen bieten immer die Möglichkeit einer schnellen Umsetzung“, kommentierte Mahlert zufrieden beim gemeinsamen Ortstermin mit Kreis-Umweltreferentin Ina Heidelbach, Michael Vogel von der Unteren Wasserbehörde und Markus Lankes von der Unteren Naturschutzbehörde.
Konkret wird das Kompensations-Geld den örtlichen Bachpaten Altenwied mit den Vorsitzenden Michael Roth und Michael Kötting zur Verfügung gestellt. Sie bringen dafür sogenannte Störsteine und Totholz in die Wied bei Panau (Neustadt) ein. „Steine und Holz werden einzeln oder als Gruppe ins Wasser platziert und sorgen so für eine natürliche Struktur des Flusses und damit auch für zusätzlichen Sauerstoffeintrag“, erklärt Michael Vogel dieses einfache und gleichzeitig natürliche Mittel zur Gewässerqualitätsverbesserung.
„Die Kompensation dient der dauerhaften Aufwertung des Naturhaushaltes und der Schaffung und Erhaltung der zusammenhängenden Biotopverbundstrukturen entlang der Wied“, ist auch Mahlert von der Maßnahme überzeugt. Er dankte dem beim Ortstermin ebenfalls anwesenden Neustädter Ortsbürgermeister Thomas Junior, der mit den Bachpaten eng vernetzt ist, deren Engagement gerne unterstützt und sofort zugesagt hat, dass die Maßnahmen auf dem Gelände der Gemeinde durchgeführt werden können. Nach Abstimmung mit Gewässerökologen der Uni Koblenz, die oberhalb ein Gewässerprojekt an der Wied durchführen, ist der konkrete Einbau allerdings erst für August terminiert, um vorher laichenden Fischen Störungen zu ersparen.
Pressemitteilung
Kreisverwaltung Neuwied
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