Allgemeine Berichte | 28.03.2018

Polizeiliche Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Adenau für das Jahr 2017

Straftaten stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich

Insgesamt wurden 1.592 Straftaten registriert - die Aufklärungsquote konnte um 4,8 Prozent gesteigert werden

Adenau. Die Kriminalitätsbelastung einer Polizeidienststelle lässt sich anhand der polizeilichen Kriminalstatistik darstellen. Für das zurückliegende Jahr 2017 stellt sich die Belastung für die Polizeiinspektion Adenau wie folgt dar.

Bei der Polizeiinspektion Adenau wurden insgesamt 1.592 Straftaten bekannt und registriert. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung von insgesamt 377 Fällen. Die Zunahme dürfte sich erklären in der Rückkehr der Großveranstaltung Rock am Ring sowie der erstmals ausgerichteten Veranstaltungen Ring Olé und New Horizons. Die Aufklärungsquote bei der genannten Gesamtzahl der bekannt gewordenen Fälle lag bei insgesamt 58,4 Prozent und konnte zum Vorjahr um 4,8 Prozent gesteigert werden. Somit wurden 929 Straftaten aufgeklärt.

Einzelbetrachtung ausgesuchter Deliktsbereiche

In einer Einzelbetrachtung werden ausgesuchte Deliktsbereiche aller Fälle, die bei der Polizeiinspektion Adenau bekannt wurden, dargestellt.

Eigentumsdelikte: Im Bereich des einfachen Diebstahls stieg die Fallzahl im Vergleich zum Vorjahr um 67 auf die Gesamtzahl von 294.

Wohnungseinbrüche: Die Zahl der Tageswohnungseinbrüche verringerte sich um vier Fälle auf insgesamt zehn, die Zahl der sonstigen Wohnungseinbrüche fiel von 37 auf 24. Die hier festgestellte Tendenz entspricht dem Landestrend.

Vermögensdelikte: Der Betrugsbereich erfuhr eine Zunahme von 65 Fällen und erreichte die Summe von 315 Fällen. Die Zunahme erklärt sich durch steigende Betrugsdelikte im Internet.

Betäubungsmittelkriminalität: Eine signifikante Zunahme von 273 auf die absolute Fallzahl von 308 erfuhr der Deliktsbereich der Betäubungsmittelkriminalität. Bei der Masse der Fälle, insgesamt 249, handelte es sich um den Erwerb und Besitz von Cannabisprodukten. Die Steigerung lässt sich durch die Kontrollmaßnahmen im Vorfeld der Großveranstaltung Rock am Ring erklären.

Umweltdelikte: Die Anzahl der Umweltdelikte blieb mit der absoluten Fallzahl 17 annähernd konstant zu der Fallzahl 18 vom Vorjahr.

Tatverdächtige: Bei der Polizeiinspektion Adenau wurden insgesamt 829 Tatverdächtige ermittelt, was eine Zunahme von 229 im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Von diesen Personen waren 655 männlich und 174 weiblichen Geschlechts. Unter diesen Tatverdächtigen fanden sich insgesamt 102 Heranwachsende, 32 Jugendliche sowie 5 Kinder.

Von den 1.592 bekannt gewordenen Fällen wurden insgesamt 955 bei der Polizeiinspektion Adenau abschließend bearbeitet. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 35 Fällen und kann als konstant beschrieben werden. Die Aufklärungsquote lag bei 54,6 Prozent, was eine Steigerung von 0,9 Prozent bedeutet und einer geklärten Anzahl von 521 Fällen entspricht.

Belastungszahlen abschließend bearbeiteter Fälle

Die Belastungszahlen der bei der Polizeiinspektion Adenau abschließend bearbeiteten Fälle kann nach Deliktsbereichen gegliedert wie folgt dargestellt werden. Die Zahlen in Klammern beinhalten die Vergleichswerte aus dem Jahr 2016.

Rohheitsdelikte: (Raub, Körperverletzung) 200 (193), davon einfache Körperverletzungen 140 (132).

einfacher Diebstahl: 202 (227).

schwerer Diebstahl: 45 (44).

Vermögensdelikte: (Betrug) 203 (211).

sonstige Straftatbestände: 268 (273), davon Sachbeschädigungen 115 (136).

Strafrechtliche Nebengesetze: (Waffengesetz/Betäubungsmittelgesetz, Tierschutz): 37 (36).

Besonders ausgewiesene Erscheinungsformen

Tatmittel Internet: In Verbindung mit dem Internet wurden 2017 insgesamt 61 Fälle erfasst, was einen Anstieg von 12 Fällen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Aufklärungsquote lag bei 82 Prozent, gleichbedeutend mit 50 Fällen.

Gewalt in engen sozialen Beziehungen: Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 35 Fälle bekannt, was einen erfreulichen Rückgang von 12 Fällen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. In 30 Fällen lagen Körperverletzungsdelikte vor. Von insgesamt 30 Tatverdächtigen waren 21 männlich und neun weiblich.

Fazit

Die absoluten Fallzahlen aller Straftaten, die im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Adenau bekannt geworden sind, fanden eine Zunahme von 377 Fällen und erreichten insgesamt 1.592 Fälle. Diese enorme Steigerung dürfte in der bereits eingangs erwähnten Rückkehr der Großveranstaltung Rock am Ringe sowie den erstmals ausgerichteten Musikveranstaltungen Ring Olé und New Horizons zu erklären sein. Die absoluten Fallzahlen aller Straftaten, die abschließend bei der Polizeiinspektion Adenau bearbeitet wurden, erfuhren im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 35 Fällen und erreichte die Summe von 955 Fällen. Somit bleibt die Fallzahl wie auch im Vorjahr unter der 1000er Grenze. Die Aufklärungsquote stieg um 0,9 Prozent auf insgesamt 54,6 Prozent, was einer Fallzahl von 521 entspricht. Aufgrund dieser Feststellungen kann man die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr als konstant bezeichnen.

Im Bereich der Eigentumsdelikte entstand ein Schaden von 580.000 Euro, während die Schadenshöhe bei den Vermögensdelikten annähernd 2.400.000 Euro erreichte.

Pressemitteilung

Polizeidirektion Mayen

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