Rheinbreitbacher Ortsvereine luden am Wochenende zum 40. Parkfest ein
Strahlender Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen
Immense Resonanz zum Jubiläum
Rheinbreitbach. „Aber bitte mit Sahne!“, erinnerte die Burgbläser am Samstagnachmittag an den Hit von Udo Jürgens. Allererste Sahne war entsprechend auch das 40. Parkfest der Rheinbreitbacher Ortsvereine. Hatte sich der August im Vorjahr an seinem letzten Wochenende mit dunklen Wolken und kalte Windböen zu eisigem Regen alles andere als von seiner besten Seite gezeigt, so machte er dieses Mal beim seinem Namen als „goldener Monat“ alle Ehre. Die strahlende Sonne am wolkenlosen Himmel hatte die Temperaturen mächtig ansteigen lassen, als die Burgbläser um ihre Dirigentin Jennifer Menden im Schatten des Musikpavillon die ersten Gäste im Park der Oberen Burg mit einem schmissigen Marsch begrüßten. Da lag das große Bungee-Trampolin am Südeingang des Parks noch einsam und verlassen, während die „Wipfelstürmer“ vom Waldpädagogikzentrum Eifel aus Mechernich gerade erst mit breiten Gurten ihre „Monkeys“ als Kletterhilfen an dem benachbarte hohen Nadelbaum befestigten, an dem später mutige Baum-Climber acht Meter hoch fast bis in die Krone klettern konnten.
Nur knapp eine Stunde später hatte sich die Situation komplett geändert. Nicht nur dass die Hüpfburg neben dem Trampolin mächtig ins Wanken geriet und die ersten Kletterer auf dem Weg in höhere Regionen waren, auch die Sitzbänke unter den sechs weiten Sonnenschirmen waren langsam rar geworden, zumindest so weit wie sie Schatten boten. Da erklärten die Burgbläser gerade den Park der Oberen Burg zum Sperrbezirk wegen des Skandals um Rosi, nachdem sie die „Biene Maja“ beim Parkfest begrüßt hatten und sich wünschten, dass „das Wasser im Rhein goldner Wein wär“, bevor sie „O Mosella“ in deren Garten Eden flüchteten, in dem laut Karl Berbuer Wein für jeden wächst. Pommes „ruut-wiess“ bei der Damenriege der „Ushaaler“-KG um Karoline Laufenberg, Rievkooche bei den Badmintonspielern des SV und der legendäre Spießbraten der „Alten Herren“ der SV Fußballer um Hermann Scherkamp sowie Fisch-Brötchen mit geräucherten Forellenfilets, Matjes, Krabben, Aal oder Räucherlachs sorgten für delikate Grundlagen.
„Jetzt wo die Sonne sich hinter den Bäumen des Parks verbirgt, kann man es bestens aushalten. Deshalb werden wir Sie mit 80-er Kulthits weiter unterhalten“, versprach der Vorsitzende der Burgbläser, Martin Dahmen, den Besuchern, die direkt die „Dancing Queen“ noch vor der „Mama mia“ und dem legendären „Fernando“ begrüßen konnten, nachdem die Besucher, unter diesen neben VG-Chef Karsten Fehr und einem Ersten Beigeordneten, Jörg Scheinpflug, auch der Unkeler Stadtbürgermeister Gerhard Hausen, sogar schon im Hellen mit Hurbert Kah den „Sternenhimmel“ gesehen hatten.
„Schön, dass so viele Gäste schon so früh hier in den Park der Oberen Burg gekommen sind“, freute sich dann Hermann Scherkamp. 40 Jahre Parkfest, das sei schon etwas ganz Besonderes und Grund genug, noch vor dem traditionellen Fassanstich die Vorsitzenden des Fördervereins der Ortsvereine vorzustellen angefangen beim „Mann der ersten Stunde“, Juppi Schneider, über den verhinderten Ralf Kinder zu Martin Becker und Ralf Rother, der den Stab im Vorjahr an Christopher Mrohß weitergeben hatte. „Da er 19 Jahre lang die Kasse des Fördervereins geführt hat, danken wir auch Rudolf Martin mit einem Button ‚40 Jahre Parkfest“ sowie einem Weinpräsent der Enoteca Luna“, erklärte Hermann Scherkamp, bevor er Bürgermeister Roland Thelen seines Amtes walten ließ. Hatte dieser im Vorjahr noch etliche Schläge benötigt, den Kunststoffhahn mit dem kleinen Schlosserhammer in das Gebinde zu treiben, so konnte er dieses Jahr schon nach dem zweiten Anlauf verkünden: „Es läuft!“ Gemeint war natürlich das Freibier für die Vorsitzenden der Ortsvereine, bevor Martin Dahmen den Rest-Gerstensaft als Obolus für seine Burgbläser in Sicherheit bringen konnte.
„In den zurückliegenden 40 Jahren ist der Ablauf unseres Parkfestes Schritt für Schritt professioneller geworden, wobei sich die Bestimmungen für Veranstaltungen seit damals enorm verschärft haben. Hier hat die gute Unterstützung der VG-Verwaltung sehr geholfen. Aber das Parkfest lebt von den vielen ehrenamtlichen Helfern, von den Privatpersonen, die einfach anpacken und mitmachen. Daher richtet sich unser Dank vor allem an die vielen Helfer im Hintergrund. Die sind einfach gut“, so der Orts-Chef, bevor die Fähnriche des Junggesellenvereins zum rheinischen Schwenkmarsch vor dem Musikpavillon die Fahnen schwenkten und die Band „Band M“ um Miriam Babelsberger und Ralph Müllenschläder wie im Vorjahr die Burgbläser ablöste. DL
Hermann Scherkamp stellte die Ex-Vorsitzenden des Fördervereins er Ortsverein vor.
Hochbetrieb herrschte bei herrlichem Sommerwetter schon am Nachmittag im Park der Oberen Burg.
Hoch hinaus ging es auf dem Bungee-Trampolin für mutige, junge Parkfestgäste.
