Allgemeine Berichte | 07.06.2017

Seniorinnen stricken Mützen für die Neugeborenen im Malteser Krankenhaus

Strickgarn verbindet Generationen

Das Strick-Team aus dem Malteser Seniorenheim Marienheim und das Team der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus.Malteser

Bonn/Rheinbach. Die älteste Teilnehmerin des Gipfeltreffens ist 91 Jahre alt – der jüngste gerade einmal 48 Stunden. Was beide verbindet: Der kleine Junge trägt eine bunte Strickmütze – die Rheinbacher Seniorin hat sie gestrickt. Seit einigen Monaten greifen die Bewohnerinnen, Ehrenamtlichen und Angehörigen aus dem Malteser Seniorenheim Marienheim regelmäßig zu den Stricknadeln, um farbenfrohe Babymützen zu gestalten. Im Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg erhalten alle Neugeborenen eine solche Mütze als Willkommensgeschenk. Mitte Mai trafen Seniorinnen, Babys und Mütter nun erstmals aufeinander – zur großen Freude aller Beteiligten. „Früher hat die Mutter einer unserer Hebammen die Mützen gestrickt, die das aber leider nicht weiter machen konnte. Wir brauchten also neue begeisterte Strickerinnen, um unseren Malteser-Babys weiterhin dieses Geschenk zur Geburt machen zu können“, erzählt Miriam Rossa, Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, die Entstehungsgeschichte der generationenverbindenden Kooperation zwischen Klinik und Seniorenheim. Ute Neumann, Leiterin des Rheinbacher Seniorenheims ergänzt: „Unsere Bewohnerinnen stricken viel und gern – beispielsweise haben sie für den Baum vor unserem Haus ein farbenfrohes ‚Baumkleid‘ gestrickt, das in den Wintermonaten für gute Laune gesorgt hat.“ Was lag also näher, als die talentierten Seniorinnen und die Neugeborenenstation des Malteser Krankenhauses zusammen zu bringen… Und so begannen die Marienheim-Stickerinnen mit der „Produktion“.

Einkleidung in hellblau

Über 80 Mützen haben die Marienheim-Strickerinnen bereits produziert, bei weitem nicht genug für alle Neugeborenen. „Zum Glück hatten wir noch Bestände und auch viele Mütter von Mitarbeitern haben den Engpass aufgefangen und mitgestrickt“, erzählt Oberärztin Miriam Rossa. Zu dem Treffen im Malteser Krankenhaus brachten die Seniorinnen weitere 80 farbenfrohe Strickwerke mit, liebevoll in einem Weidenkorb drapiert. So wurden sie auch gleich Zeuginnen einer „Einkleidung“: Ein zwei Tage zuvor geborener kleiner Junge hatte noch keine Mütze bekommen, unter dem fachkundigen Rat der Strickerinnen suchte die Mutter eine hellblaue aus, die Oberärztin Miriam Rossa dem Kleinen sofort anzog. „Mützen sind für Neugeborene auch im Sommer wichtig, damit sie die Wärme halten können“, erklärt die Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. „In der prallen Sonne gilt das natürlich nicht, aber wenn die Kleinen im Bett liegen, ist eine Mütze ratsam.“ Nicht nur wegen des praktischen Nutzens war auch die Mutter des frisch eingekleideten Säuglings begeistert: „Die Mützen sind so schön und es ist toll, dass es so viele verschiedene zur Auswahl gibt!“

Ein Gewinn für alle Generationen

Neben Mutter und Kind profitieren aber auch die Strick-Seniorinnen selbst. Stricken sei ein gutes Mittel gegen Langeweile, halte die Finger und den Geist fit und sei eine sinnvolle Beschäftigung, so die Damen aus Rheinbach. Dass ihr Engagement nun auch mit dem Kennenlernen der „Mützen-Träger“, Kaffee und Kuchen und viel Dankbarkeit gewürdigt wurde, freut sie umso mehr. Bei so viel Gewinn für alle Generationen stand für Heimleiterin Ute Neumann zum Ende des Gipfeltreffens fest: „Natürlich stricken wir weiter! Jedes Kind, das im Malteser Krankenhaus geboren wird, bekommt eine Mütze von uns, die die Eltern aussuchen dürfen.“

Strickgarn verbindet Generationen

Das Strick-Team aus dem Malteser Seniorenheim Marienheim und das Team der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus.Foto: Malteser

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