Allgemeine Berichte | 04.10.2021

Erdkunde-Leistungskurse des Wilhelm-Remy-Gymnasiums auf Exkursion

Strukturwandel im Ruhrgebiet

Die Erdkunde-Leistungskurse im Landschaftspark Duisburg vor dem Hochofen. Foto: privat

Bendorf. Eine Rundfahrt mit dem Bus führte die beiden Erdkunde-Leistungskurse der Jahrgangsstufe 12 des WRG Bendorf mit ihren Fachlehrkräften Carina Philipp und Ralf Hoffmann in die Städte Essen, Bottrop, Duisburg und Oberhausen.

Über den Strukturwandel der Industrie erfuhren die Schülerinnen und Schüler aber bereits in Bendorf einiges: Die Sayner Gießhalle war die erste Station. Alfred Krupp kaufte sie im Jahr 1865 und ebenso die Erzgrube Georg bei Willroth im Westerwald, um ein industrielles Verbundsystem zu schaffen, das wirtschaftliche Unabhängigkeit versprach. Auch der Namensgeber der Schule, Wilhelm Remy, hatte zuvor bereits im 18. Jahrhundert die Schwerindustrie als Anteilseigner unter anderem an der Concordiahütte geprägt.

Station 2: Der Sitz des Regionalverbands Ruhr in der Essener Kronprinzenstraße, wo die orts- und sachkundige Reisebegleiterin zustieg, um fortan zum Thema „Strukturwandel im Ruhrgebiet“ zu informieren. Die Fahrt durch die Essener Innenstadt führte nach Norden zur Zeche Zollverein. In dem Komplex sind heute neben verschiedenen Museen auch Künstlerateliers und IT-Firmen untergebracht.

Station 3: Der Tetraeder in Bottrop - ein Musterbeispiel für die Gestaltung alter Industriehalden. Von diesem Aussichtspunkt schweift der Blick über die Reste der letzten Steinkohlezeche des Ruhrgebiets, Prosper-Haniel, die Ende 2018 ihre Pforten schloss, über eine nur noch in Teilen vorhandene Industrielandschaft, eine Indoor-Skipiste bis hin zur Schalke-Arena. Beim Aufstieg auf das „Haldenereignis Emscherblick“ sollte man schwindelfrei sein.

Station 4: Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist ein etwa 180 Hektar großer, frei zugänglicher Park rund um ein stillgelegtes Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich, der im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park entstand. Seitdem das Hüttenwerk 1994 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, nutzen Besucher, Wanderer, Fahrradfahrer, Sportvereine, und Veranstalter den Park für ihre Zwecke.

Station 5: Die „Neue Mitte Oberhausen“. Mit dem Bau des größten Einkaufszentrums Europas, dem „CentrO“, und zahlreichen Freizeiteinrichtungen wie Sea-Life-Aquarium, Marina oder Metronom-Theater ist in dieser Ecke des Ruhrgebietes die Industrie völlig verschwunden, und an deren Stelle sind Dienstleistungsunternehmen getreten.

Die ganztägige Tour „Strukturwandel im Ruhrgebiet“ vermittelte mit informativen Fakten, Fragerunden und Ortsbegehungen ein realistisches und aktuelles Bild von den Veränderungen in der Industrielandschaft des Ruhrgebietes.

Die Erdkunde-Leistungskurse im Landschaftspark Duisburg vor dem Hochofen. Foto: privat

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