AHG Klinik Am Waldsee und der Verein „Drogenhilfe Rieden e.V.“
„Sucht ist eine unheilbare Krankheit“
Rieden. Autor Hermann Wenning war zu Gast in der AHG Klinik Am Waldsee und stellte in einer Autorenlesung sein Buch „Lauf zurück ins Leben“ vor. 20 Jahre lang war Hermann Wenning alkoholabhängig, nahm sieben Jahre harte Drogen, verbrachte 30 Monate seines Lebens hinter Gittern, brach die erste Entwöhnungsbehandlung schon nach wenigen Tagen ab, rutschte erneut in die Szene und hat doch zurückgefunden ins normale Leben. Gebannt folgten die Patienten der AHG Klinik Am Waldsee in Rieden, einer Reha-Einrichtung für junge Abhängige, dem Bericht des heute 51-Jährigen über seine Drogenkarriere, den Einstieg in die Beschaffungskriminalität, die Haft- und Therapieaufenthalte und über die Motivation und die Wege aus diesem Kreislauf auszubrechen. „Sucht ist eine unheilbare Krankheit, gegen die man aber jeden Tag etwas tun kann“, so Wenning, der es schon beim gemeinsamen Mittagessen schaffte, eine freundschaftliche Atmosphäre zu den Patienten aufzubauen und so eine gute Basis für angeregte Gespräche und Diskussionen vor und nach der Lesung schaffte. „Herr Wenning macht mir Mut mit seinem Buch“, „Er ist einer von uns, er weiß, was ich durchmache“, „Er spricht meine Sprache“, „Nicht aufgeben und Hilfe annehmen“, „Ich schenke das Buch meiner Mutter, damit sie sich mal in mich hineinversetzen kann“, so nur ein paar wenige Stimmen der mehr als 60 Zuhörer an diesem Nachmittag. Patienten hatten die Autorenlesung engagiert vorbereitet. Begleitet wurden sie hierbei von Mitarbeitern der AHG Klinik Am Waldsee und Mitgliedern des Verein „Drogenhilfe Rieden e.V.“ Alle Beteiligten waren sich einig, eine Autorenlesung mit Herrn Wenning ist wertvoll und soll im nächsten Jahr wiederholt werden.
Pressemitteilung
des Verein Drogenhilfe Rieden e.V.
