Allgemeine Berichte | 02.08.2018

Fahrt des Freundeskreises Dierdorf–Krotoszyn

Sudeten, Schlösser und Prag

Die Teilnehmer genossen den Blick von der Prager Burg auf die Stadt mit der Moldau.privat

Dierdorf. An der Busreise, die von Dierdorfs polnischen Partnerstadt Krotoszyn nach Südpolen und Prag führte, organisiert vom Freundeskreis Dierdorf–Krotoszyn, nahmen 30 Personen teil. Nach eigener Anreise in Fahrgemeinschaften nahm die Gruppe an der feierlichen Stadtratssitzung anlässlich 20 Jahre offizielle Städtepartnerschaft zwischen Dierdorf und Krotoszyn teil, bei der auch Verbandsgemeinde-Bürgermeister Horst Rasbach die Ehrenbürgerwürde bekam und Frau Heike Nieß den Titel „Verdient um die Stadt Krotoszyn“ erhielt.

Der polnisch–deutsche Freundschaftsverein in Krotoszyn hatte auch noch ein ganztägiges interessantes Besichtigungsprogramm in Wroclaw/Breslau organisiert, unter anderem den Besuch des neuen „Hydropolis“. Außerdem war noch „public viewing“ mit Gästen und Gastgebern angesagt, um die letzten Fußballspiele der deutschen und polnischen Mannschaft bei der WM gemeinsam zu verfolgen und sich gegenseitig zu bemitleiden!

Frühmorgens startete dann der komfortable Reisebus in Richtung Süden. Das erste Erlebnis hatte die Gruppe beim Durchgang durch die geologisch sehr interessante „Felsenstadt“ bei Adrspach/Adersbach im Naturpark der polnisch – tschechischen Grenzregion.

Danach ging die Reise weiter zum „Daisy-Palast“ mit barocker Gartenanlage in Fürstenstein. Gegen Abend wurde das Hotel in Karpacz bezogen, wo drei Übernachtungen stattfanden. Puppen und Figuren aus dem 19. und 20. Jahrhundert besichtigten die Reiseteilnehmer am nächsten Tag im Spielzeugmuseum von Karpacz, bevor dann alle in die Gondeln stiegen und von der tschechischen Seite hinauf auf die 1610 Meter hohe „Schneekoppe“/Sniezka fuhren. Oben blies ein eisiger Wind und dichter Nebel verhinderte die Sicht über das Riesengebirge.

Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten standen auf dem Programm

Nach dem Mittagessen in Pec stand noch die berühmte hölzerne Stabkirche von Wang auf dem Programm. Am dritten Reisetag fand zuerst eine Führung durch die Burg Tzschocha statt, bevor man in Lwowek Slaski/Löwenburg das Brauereimuseum besichtigte und bei sommerlichen Temperaturen die sich anschließende Bierprobe genoss.

Sehr interessant war auch die Führung durch die berühmte Keramikmanufaktur in Boleslawiec/Bunzlau, wo gerade die Keramiken für das Weihnachtsgeschäft angefertigt wurden. Am Donnerstag, dem vierten Reisetag, wurden die Koffer wieder gepackt, und der Bus fuhr weiter durch die Berge in Richtung Prag. Unterwegs machte man in Jablonec Pause und besichtigte das Glas- und Schmuckmuseum der Stadt.

In Prag angekommen konnten die Teilnehmer ein sehr schönes Hotel am Stadtrand beziehen, nach dem Abendessen war ein individueller Besuch der Altstadt möglich. Am nächsten Tag gab es dann dort ein volles Programm, sachkundig geleitet von einem gut Deutsch sprechenden Reiseführer.

Volles Programm auch in Prag

Nach dem Gang durch die Gassen und Straßen der Altstadt sowie der Josephstadt mit Besuch des alten jüdischen Friedhofs, der Synagoge und dem Kafka-Denkmal freuten sich alle auf die sehr schöne Bootsfahrt auf der Moldau, von wo aus man immer wieder neue Blickwinkel auf diese wunderbare Stadt mit der Burg bekommt. Bei einem weiteren Spaziergang durch die Altstadt wagte ein Teilnehmer bei Livemusik ein Tänzchen mit der Vereinsvorsitzenden auf der berühmten Karlsbrücke. An diesem Abend gab es wieder die Möglichkeit die herrliche lebendige Altstadtatmosphäre zu genießen.

Den letzten Tag verbrachten dann unter informativer Führung die Reisenden hauptsächlich auf der Prager Burg, dem Hradschin mit seinen vielen sehenswerten Winkeln und Architekturen sowie dem herrlichen Blick über die ganze Stadt mit Moldau. Nach dem Abstieg durch die „Goldene Gasse“ mit ihren zahllosen kleinen Läden blieb noch etwas Freizeit, ehe man sich auf dem Wenzelsplatz traf um den Bus zurück nach Krotoszyn zu besteigen.

Die Teilnehmer genossen den Blick von der Prager Burg auf die Stadt mit der Moldau.Foto: privat

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