Allgemeine Berichte | 06.03.2020

Susanne Krell stellt Werke im Roentgen-Museum Neuwied aus

„Susanne Krell – zur zeit_hier“

Kunstausstellung von Landrat Achim Hallerbach und Museumsdirektor Bernd Willscheid im Festsaal des Roentgen-Museums eröffnet

Anne-Kathrin Hinz, Kunsthistorikerin vom Kunsthistorischen Institut der Uni Bonn, Künstlerin Susanne Krell, Landrat Achim Hallerbach, Dr. Ursula Toyka, Präsidentin der GEDOK, und Museumsdirektor Bernd Willscheid (v.l.). Foto: privat

Neuwied. Landrat Hallerbach begrüßte die Gäste und betonte, dass die Künstlerin Susanne Krell im Rheinland, aber auch international keine Unbekannte sei. In Betzdorf geboren, habe sie im Landkreis Neuwied ein Stück Heimat gefunden. In der Ausstellung, die bis zum 12. April im Roentgen-Museum präsentiert werde, seien nicht nur die vielfältigen Entwicklungen und Facetten ihres künstlerischen Wirkens zu sehen, hier habe sie sich auch mit der Geschichte des Roentgen-Museums, des ältesten Museums im Landkreis Neuwied und eines der ältesten im Rheinland, auseinandergesetzt. Bekannt geworden sei Susanne Krell mit ihren Frottagen, Abreibungen an bekannten und unbekannten Gebäuden in der ganzen Welt, führt Achim Hallerbach auf. Diese stelle sie bereits seit 1991 auch im Roentgen-Museum oder im Kreishaus Neuwied aus. Für das Foyer des Kreishauses habe Susanne Krell im Rahmen eines „Kunst am Bau“-Wettbewerbes auch die Wandgestaltung „Ohne Titel“ ausgeführt: Frottagen mit Abrieben von historischen Bauwerken aus den acht Verbandsgemeinden und der Stadt Neuwied. Weiter führte Landrat Hallerbach auf, dass eine Folgeausstellung mit dem Titel „zur zeit_weiter“ parallel nun auch im Kunstmuseum Bonn gezeigt werde, wo Susanne Krell den Ida-Dehmel-Kunstpreis der GEDOK, des Bundesverbandes der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e.V., erhalten habe. Zur künstlerischen Einführung in die Ausstellung im Roentgen-Museum sprach die Kunsthistorikerin Anne-Kathrin Hinz M.A. vom Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn. Dort arbeitet sie an der Forschungsstelle „Informelle Kunst“ und kam so in Verbindung zur Künstlerin Susanne Krell.

Heimat in allen Facetten

Der Begriff „Ort“ sei der Dreh- und Angelpunkt der Arbeit Susanne Krells, erwähnt Anne-Kathrin Hinz. Die Künstlerin fertige Frottagen von Räumen, Straßen, Plätzen und Gebäuden – von Orten. Die in 28 verschiedenen Ländern angefertigten Blätter seien Teil einer stetig wachsenden Sammlung, die aktuell 698 Stücke umfasse. Das Interesse gelte dabei nicht vornehmlich den durch Abrieb von Kreiden auf Papier entstandenen ungegenständlichen Strukturen, sondern vielmehr den Vorstellungen, Ideen, Konzepten und Erinnerungen, die die menschliche Kultur den jeweiligen Orten eingeschrieben habe und die nun durch die Berührung, das Vor-Ort-Gewesen-Sein ebenfalls Eingang in die Strukturen auf dem Papier gefunden habe. Ausgehend von diesen gesammelten Spuren erzähle Susanne Krell Geschichten und Geschichte, spüre Ideen und Konstruktionen nach, erforsche die in Orten kondensierten Erinnerungen einer Gesellschaft und eröffne den BetrachterInnen weitere Assoziationsfelder und Anknüpfungspunkte. In der Ausstellung fänden sich Themen, wie Alexander von Humboldt, das Fürstenhaus Wied oder Theodor Fontane. „Die Frottage bleibt dabei die künstlerische Arbeitsgrundlage, mit der Konzepte und Werke medienübergreifend realisiert werden.“, betont Anne-Kathrin Hinz.

Die Eröffnung wurde mit einfühlsamen Musikstücken von der aus Armenien stammenden und in Oberhausen lebenden Pianistin Shushan Hunanyan am Klavier musikalisch umrahmt. Museumsdirektor Bernd Willscheid und die Künstlerin Susanne Krell selbst sprachen zum Abschluss der Eröffnungsveranstaltung Dankesworte an alle am Zustandekommen der Ausstellung beteiligten Personen. Pressemitteilung

Roentgen-Museum Neuwied

Anne-Kathrin Hinz, Kunsthistorikerin vom Kunsthistorischen Institut der Uni Bonn, Künstlerin Susanne Krell, Landrat Achim Hallerbach, Dr. Ursula Toyka, Präsidentin der GEDOK, und Museumsdirektor Bernd Willscheid (v.l.). Foto: privat

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