Allgemeine Berichte | 08.05.2016, 15:30 Uhr

Frauenbund Remagen

"Tag der Diakonin" gefeiert

Tag soll der Forderung nach dem Diakonat der Frau Nachdruck verleihen

Beschäftigen sich gemeinsam mit Teresa von Avila: Die Frauen im Frauenbund Remagen. privat
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Remagen. Ein fester Termin in der Jahresplanung des Remagener Zweigvereins des Katholischen Deutschen Frauenbundes ist seit 1997 der „Tag der Diakonin“. Die Frauen des KDFB möchten mit dieser Veranstaltung der Forderung nach dem Diakonat der Frau Nachdruck zu verleihen. Frauen und Männer sollen in den verschiedenen kirchlichen Ämtern - besonders für junge Menschen - als Vorbilder erlebbar sein. Im Rahmen der Veranstaltung wird den Teilnehmerinnen in Remagen in jedem Jahr eine Frau vorgestellt, deren Wirken als Diakonat gesehen werden kann. In diesem Jahr fiel der Blick auf Teresa von Avila, die als große Mystikerin gilt und nach ihrer Heiligsprechung im Jahr 1622 von Papst Paul VI. am 27. September 1970 als erste Frau in der katholischen Kirche zur Kirchenlehrerin ernannt wurde.

Die zahlreichen Teilnehmerinnen entdeckten dabei eine, für die Zeit des Mittelalters durchaus „emanzipierte“ Frau, die mit beiden Beinen im Leben stand. So stammt von Teresa von Avila in ihrem Buch der Klostergründungen eine Empfehlung an die Schwestern, wie sie ihre Aufgaben und Pflichten betrachten sollten: „Betrübt euch nicht.

Wenn ihr verpflichtet seid, 'äußere' Aufgaben zu übernehmen, so bedenkt, dass euch der Herr auch in der Küche inmitten der Kochtöpfe nahe ist und euch sowohl innerlich wie äußerlich beisteht.“ Mit diesem Satz will sie sagen, dass die Frauen den Alltag genauso bewusst leben sollen , wie sie sich dem inneren Weg oder dem Gebet widmen. Gott ist nicht nur im Gottesdienst, in der Messe, im Gebet und der Meditation da, sondern auch im Alltag.

In einem Wortgottesdienst hatte die Referentin Klara Johanns-Mahlert (Pastoralreferentin im Dekanat Remagen-Brohltal) zum Abschluss des Nachmittags zahlreiche Zitate von Teresa von Avila zusammengetragen und die Frauen beteten gemeinsam darum, dass die Kirche die vielfältigen Dienste der Frauen anerkennt und auch mit einer sakramentalen Vollmacht ausstattet.

Für die Frauen bot dieser gemeinsame Nachmittag im Gespräch und Gebet eine weitere Gelegenheit, die geschwisterliche Verbundenheit zu vertiefen und sich gemeinsam für ein Anliegen zu engagieren.

Beschäftigen sich gemeinsam mit Teresa von Avila: Die Frauen im Frauenbund Remagen. Foto: privat

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