Allgemeine Berichte | 30.08.2017

Gemeinde Wachtberg bietet Ausflüge an

Tag des Geotops

Am Sonntag, 17. September

Wachtberg. Anlässlich des Tags des Geotops veranstaltet die Gemeinde Wachtberg geführte Ausflüge zu drei herausragenden geologischen Aufschlüssen Wachtbergs. Ein Pkw oder eine Mitfahrgelegenheit ist dieses Mal erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Der Rodderberg – ein vorwitziger Vulkan!

Führung: Geologieoberrat a.D. Dipl.-Geologe Klaus-Frank Simon

Vulkane gibt es in der Eifel viele. Dieser ist jedoch ganz besonders. Ein perfekter Krater hoch über dem Rhein. Frech sitzt er dem Siebengebirge gegenüber, dem vulkanischen Greis aus der Tertiärzeit.

Wieso eigentlich Eifel? Na ja, geographisch nicht wirklich, aber geologisch auf alle Fälle; denn der eiszeitliche Osteifeler Vulkanismus „wagte“ sich hier vor ca. 500.00 bis 300.00 Jahren mit Eruptionen und Basaltintrusionen weit nach Norden.

Die Aufschlüsse im Rodderberg, heute ein Naturschutzgebiet mit bemerkenswerter Flora und Fauna, zeigen in einmaliger Weise die Geschichte eines eiszeitzeitlichen Vulkans. Klimageschichte pur. Auf unserem 1,5 stündigen Spaziergang tauchen wir in die extreme Welt der vergangenen Zeiträume von Warm- und Kaltzeiten.

Beginn: 9.30 Uhr

Treffpunkt: am Rodderberg, Parkplatz vor der Einfahrt zum Broichhof in Wachtberg-Niederbachem

Ende: 11.00 Uhr

Die Kiesgrube Gimmersdorf - alles Kies oder was?

Führung: Diplom-Geologe Dr. Stefan Thomas

Die Kiesgrube Gimmersdorf ermöglicht einen hervorragenden Einblick in die Schichten der jüngeren Hauptterrasse. In der Umgebung des linksrheinischen Bonn ist die Hauptterrasse landschaftlich gut als „Hochebene“ des Kottenforstes erkennbar. Sande, Kiese und Blockwerk wurden vom Rhein als arktischer Breitbettfluss vor ca. 790.000 bis 580.000 Jahren in einer Kaltzeit des jüngeren Cromer-Komplex aufgeschottert. Lößablagerungen aus der der letzten Kaltzeit bedecken diese und stellen das Ausgangsgestein fruchtbarer Braunerden.

Die Führung in der Kiesgrube führt ca. 1,5 Stunden in die Welt einer Kaltzeit, die u.a. von Mammut und Wollnashorn durchstreift wurde.

Beginn: 11.30 Uhr

Treffpunkt: an der Kiesgrube in Wachtberg-Gimmersdorf, Zuwegung über den Wittfelder Hof

Ende: 13.00 Uhr

Die Tongrube Adendorf ein immergrüner Lorbeerwald im Rheinland?

Führung: Diplom-Geologe Dr. Sven Oliver Franz

Das Töpferdorf Adendorf hat seinen Ursprung und Blüte den in der Umgebung anstehenden Vorkommen reiner Tone zu verdanken. Der heutige Tagebau „Erhard“ der Sibelco Deutschland GmbH im Süden von Adendorf ist jedoch nicht nur wirtschaftlich für die Keramikindustrie von Bedeutung. Zwischen den Tonlagern aus der Miozänzeit vor ca. 15 bis 18 Mio. Jahren sind in Sandlinsen und Braunkohleflözen sehr gut erhaltene Pflanzenfossilien zu finden, die für die Rekonstruktion des Klimas im rheinischen Jungtertiär von Bedeutung sind. Zur damaligen Zeit verband ein weit mäandrierender Fluss sumpfige Senken und Seen. An den Ufern gedieh in einem feuchten und warm-gemäßigten Klima u.a. ein üppiger immergrüner Lorbeermischwald. Die Führung durch den Tagebau vermittelt Einblicke in die damalige Landschaft, die Herkunft und die Ablagerungsbedingungen der Sedimente. Beginn: 13.30 Uhr. Treffpunkt : am Parkplatz hinter der Einfahrt zur Tongrube Erhard, Sibelco Deutschland GmbH, Grubenstraße, 53343 Wachtberg-Adendorf, von der Tankstelle aus in die Erhard-Fischer-Straße reinfahren, 1. Rechts Richtung Tongrube

Ende: 15 Uhr Anmeldungen ab sofort im Rathaus der Gemeinde Wachtberg bei Frau Kamradt, Rathausstraße 34, in Wachtberg-Berkum, Tel. (02 28) 95 44-153 oder per Mail: melanie.kamradt@wachtberg.de Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Imageanzeige - Dauerauftrag
Stellenanzeige - Dauerauftrag 2026
80 Jahre Sportverein 1946 Kripp e. V.
Kirmes in Nickenich
Kirmes in Kettig
SSV 2026
Weinfest Walporzheim
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
15.08.: Brandgeruch und Rauch in Teilen von MYK möglich
1121

Rauch kann sich aufgrund der Wetter- und Windlage über größere Entfernungen ausbreiten

15.08.: Brandgeruch und Rauch in Teilen von MYK möglich

KREIS MYK. Aktuell kann es in Teilen des Landkreises Mayen-Koblenz zu deutlichem Brandgeruch und wahrnehmbarer Rauchentwicklung kommen. Dies betrifft insbesondere Bereiche, die sich unweit aktueller Einsatzgebiete befinden. Darauf weisen die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und die Einsatzleitung beim Waldbrand in Langscheid hin.

Weiterlesen