„Närrischen Sitzung“ des Fachbacher Carnevals Vereins (FCV)
Tanz, Akrobatik und gute Stimmung
Fachbach. Der Fachbacher Carnevals Verein (FCV), hat nach erfolgreicher Machtübernahme des Fachbacher Gemeindezentrums, bis Aschermittwoch die Regentschaft übernommen. Dies feierten sie jüngst mit einer tollen „Närrischen Sitzung“ und einer voll besetzten bunt geschmückten Narrhalla. „Schön, dass ihr alle seid gekommen, drum heiß ich euch herzlich Willkommen. Bis Aschermittwoch wird diese schöne Halle, zum Zauberwald gar keine Frage. Doch nun lass ich das Gerede und bitte um Einmarsch der Elferräte.“ Mit diesen Worten begrüßte Alexander Patzig (1. Vorsitzende), die fröhlich bunte Narrenschar.
Das erste bunte Bühnenbild entstand mit dem Einzug der Aktiven „Steht auf, macht mit, macht alle mit“. Dann ging das Feuerwerk der Narretei gleich los. Unter dem Motto der „FCV verzaubert“ wurden die Narren und Narrhalesen in einem fünfstündigen Programm voller Höhepunkte, durch den „Zauberwald“ geführt und ließen sich verzaubern. Anmoderiert mit witzigen Passagen, verstanden es Sonja Tappertz (als Baum verkleidet) und Eberhard Morsch der Zaubermeister, souverän die Akteure vorzustellen. Diese begeisterten durch Einfallsreichtum, Professionalität, Witz, Humor dazu die vielen tollen bunten Kostüme.
In einem Zauberwald sind auch die Trolle und Elfen zu Hause. Diese träumten, Meerjungfrauen zu sein. „Der kleine Troll“ (Sofia Hilgert) lies Feenstaub herabrieseln und sogleich tanzten zu flotter Mambo Musik die Unterwasserwesen der Kolpingfamilie Nievern-Fachbach-Miellen, die Tanzmäuse (Trainerinnen Daniela Beisel, Melanie Hilgert, Judith Klein und Katja Patzig). „Ich bin frei“ (Helene Fischer) ließ die jungen Tänzerinnen gekonnt über die Bühne wirbeln.
Die Jüngsten des Abends begeisterten allein schon durch ihr Aussehen. Zwergenmariechen, zwischen 2,5 bis fünf Jahren alt, wurden sie genannt und waren süß anzuschauen in ihren Gardekostümen, von Nervosität keine Spur.
Im Einklang mit der Musik und feschem Rhythmus, die Bewegungsabläufe synchron, präsentierte die mittlere Lahngarde den Funkentanz, die große Lahngarde bestach durch Präzision und Perfektion (Trainerinnen Hannah Münden, Juliane Germershausen und Melissa Schumacher).
Was man so alles für einen Urlaub auf Mallorca braucht, darüber unterhielten sich Luzie und Karin von der Astersteiner Kirmesgesellschaft. „Wollt ihr auch alle mit nach Mallorca? Jetzt steh ich hier schon seit zwei Stunden und die Luzie is noch nett da.“ Luzie: „Ja, ja, ich komme ja schon. Sag mal Karin, auf dem Ticket steht „Gatte Nummer 4“, meinst du, dass ich meinen Alten auch mitnehmen muss? Karin: „Gott bewahre, dass heißt „Gate 4“, auf Deutsch „Gang““. Auch Armin Roth berichtete humorvoll über so manchen Kokolores und Eberhard Morsch kündigte den ersten hohen Besuch des Abends an.
Ein Prinz aus Fachbach
„Die EKG hatte im letzten Jahr einen Prinzen aus Fachbach. Frank Ackermann sagte, dass ihm das nie wieder passieren würde. Was haben die Emser? Wieder einen Prinzen aus Fachbach, was für einen schmucken und die J-Girls dazu.“ Prinz Freddy I. von „Hotel und Beach“ mit den Beachgirls Jacqueline Pollack, Jovana Pollack, Jana Frey und Hofkanzler Frank Spiegel und der EKG Bad Ems grüßten mit Helau. Im Gepäck hatten sie die Victoriagarde und das Solomariechen Julia Schmidt. Tänzerisch ging es Schlag auf Schlag weiter. Die Wilden Hühner (Kindertanzgruppe FCV) zeigten tänzerisch, dass nach Regen auch wieder die Sonne scheint.
Während die Showtanzgruppe des CCKK, mit einer Show „Hey Piraten aufgepasst, jetzt beginnt der riesen Spaß“, die Bühne verzauberten, marschierte die Militärakademie „Bassemer Bur-Jecke“ (Dani Kunz-Scheuring) mit „Ich will Spaß“ in die Narrhalla. Für weitere Glanzmomente im Zauberwald sorgte das Showballett des HCV (Daniela Fondel). Sie nahmen das Publikum zurück mit die 80er Jahre durch einen Hitmix der „Neuen Deutschen Welle“ unter anderem mit „Hurra, hurra, die Schule brennt“, „99 Luftballons“, „Bruttosozialprodukt“. Dafür gab es wie bei allen Tänzen einen riesen Applaus und ein „Horchheimer Ahle-Hau“. Nach so viel atemberaubender Akrobatik und tänzerischer Leistung auf höchstem Niveau betraten die Tollitäten aus Lahnstein mit „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ den Zauberwald mit einer großen Abordnung.
Prinz Thomas II. vom Sparda-Schloss (Thomas Grebel) und „Ihre Lieblichkeit“ Lahno-Rhenania Laura I. (Laura Fuß). Sie fragten: „Spürt ihr das? Spürt ihr, wie auch die Narretei Fachbach erreicht hat? Alle Menschen sind eingeladen ein friedvolles Brauchtumsfest mit uns zu feiern. Wir lassen uns das Lachen nicht verbieten.“ Als Mitbringsel tanzte die Deutsche Vizemeisterin im Solo Gardetanz, Kelly Carey vom CCO Lahnstein. Der Musikverein Rote Husaren aus Bad Ems, lud zum Mitsingen und Schunkeln ein, bevor der Damenelferrat als vier schwarze Witwen (Antje Bentgens, Katja Patzig, Sonja Tappertz, Ulrike Schäfer) die Lachmuskeln strapazierten. In dem Witwengesang wurde schnell klar, warum sie „wieder zu haben sind“. Der eine war ein Schürzenjäger, der andere liebte das Essen seiner Mutter mehr und fiel daraufhin ins Küchenmesser, der dritte trank Zyankali und dem vierten wurde die Bremsleitung gekappt.
Der Märchenonkel (Dr. Björn Birkenstock) schlüpfte gleich in mehrere Rollen. Erzählte so unterhaltsam „Rapunzel“ mit der Frage, was denn dabei rauskommt, wenn sich eine „Zimtzicke und eine Flachzange aufeinander einlassen…..Zimtzange oder Flachzicke? Auch der Landarzt alias Thomas Buchner erlebte so manche Anekdote. Nach Russland ging es mit den Hot Chocolate die als Kosaken begeisterten.
„Ob Spanien oder Mexiko, der Speedy feiert sowieso.“ 28 Tänzerinnen und Tänzer (Grün-Weisse Mädcher un Junge Neuwied) boten dem staunenden Publikum einen meisterhaften Auftritt mit wechselnden Kostümen.
Vor dem letzten Höhepunkt durften auch in diesem Jahr nicht die Ehrungen für besondere Verdienste um den Karneval, Brauchtums und Ehrenamt fehlen. Mit dem Heimatorden des FCV-Fachbach 1990 e.V. wurden Elvira Schmidt und Stefan Lorsch (Bebbo) ausgezeichnet.
Funkenmariechen der besonderen Art rundeten einen äußerst unterhaltsamen Abend ab. Die Lahn Ochsen aus Nievern zeigten fesche Waden und Spitzenhöschen.
Was hier in Fachbach an Talenten auf die Bühne gegangen ist, war einfach unglaublich gut. Als Dank, erhielten alle Aktuere den Fachbacher Orden „der FCV verzauber“. Die Jecken feierten noch bis in den frühen Morgen und „DJ Dieda“ sorgte für die Musik.
v.L. Alexander Patzig, Sonja Tappertz, Lahno-Rhenania Laura I.,Prinz Thomas II. vom Sparda-Schloss, Eberhard Morsch.
v.l. Alexander Patzig,Elvira Schmidt, Stefan Lorsch, Ulrike Schäfer, Eberhard Morsch.
Die Tanzmäuse der Kolpingfamilie Nievern-Fachbach-Miellen.
