Gemeinschaftsübung von THW Mayen und BRH Rettungshundestaffel Rhein-Mosel e.V.
Technik, Tiere und Teamgeist
Region. In einer stillgelegten Industrieanlage übten THW und Rettungshundestaffel gemeinsam für den Ernstfall. Das Szenario: fünf Jugendliche hatten sich Zutritt zu dem Gelände verschafft und wurden nun vermisst. Die Rettungshundestaffel durchsuchte das weitläufige Gelände mit 5 Teams, die jeweils aus Hund, Hundeführer, Suchtrupphelfer und einem THW-Helfer bestanden.
Die Jugendlichen wurden an verschiedenen Stellen an schwer zugänglichen Orten gefunden und von den Suchteams zunächst mit Erster Hilfe versorgt. Anschließend wurden sie durch das THW teils mit schwerem Gerät aus ihren Verstecken geholt und so gerettet. Dabei wurde sowohl eine Beton- als auch eine Stahlwand aufgebrochen und eine Person aus einem Schacht im Hallenboden befreit.
Beide Hilfsorganisationen lernten viel über die Arbeit der Kollegen aus der jeweils anderen Organisation. So waren die Mittglieder der Rettungshundestaffel sehr beeindruckt vom effizienten Umgang der „Kameraden in Blau“ mit Trennschleifer, Vorschlaghammer und anderem Gerät. Dabei wurde die komplette Einsatzstelle von der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N) ausgeleuchtet, was allen die Arbeit sehr erleichterte. Die THW-Helfer wiederum waren sehr angetan von der Präzision, mit der die erfahrenden Hunde und auch die Azubis ihre Aufgaben lösten. Die Hunde zeigten sich in der ungewohnten Umgebung von ihrer besten Seite, liefen mühelos über Gittertreppen in die Höhe liefen, sprangen zielstrebig in tieferliegende Schächte und verbellten die gefundenen Personen zuverlässig auch an sehr unzugänglichen Stellen.
Insgesamt waren 23 THW-Helferinnen und Helfer sowie 10 Mitglieder der Rettungshundestaffel vor Ort. Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig abgestimmte Abläufe, gegenseitiges Vertrauen und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Einsatz sind. Wir haben alle voneinander gelernt und sind ein Stück weiter zusammengewachsen.
Möglich wurde diese Veranstaltung, weil sich zwei Helfer aus den jeweiligen Organisationen als Arbeitskollegen kennen und den Anstoß für die Übung gaben. Die Mitglieder der THW-Jugend kamen als Vermisstendarsteller zum Einsatz und harrten geduldig in den teilweise sehr ungemütlichen Verstecken aus, bis sie gefunden und gerettet wurden.
In der Abschlussbesprechung äußerten sich alle Beteiligten sehr positiv über den Ablauf der Übung, weitere Gemeinschaftsaktionen werden folgen.
Gittertreppen sind kein Problem.
