Grundschule Dohr und Maschinenbaufabrik Kampf kooperierten
Technik auf dem Stundenplan
Viertklässler gelangten Schritt für Schritt von der Marionette zum programmierten Roboter
Dohr. Auch in diesem Jahr gab es wieder eine Kooperation zwischen der vierten Klasse der Grundschule Dohr und der Maschinenbaufabrik Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule befindet.
Die Kooperation startete mit einer Betriebsführung. Die Schüler waren fasziniert von den Maschinen, die bei Kampf gebaut werden. Viele Arbeitsschritte und eine präzise Bearbeitung der Teile sind notwendig, um eine Maschine zu fertigen, die zum Beispiel Verpackungsmaterial für Süßigkeiten wickeln und zuschneiden kann.
In den nächsten Stunden begannen die Grundschüler in der Lehrwerkstatt von Kampf mit dem Bau von Marionetten. Sie bekamen einen Bausatz aus Holz zur Verfügung gestellt und wurden von den Auszubildenden Peter Brost, Nicolas Pellenz, Calvin Zirbes und deren Ausbilder André Krämer tatkräftig unterstützt. Damit die Marionetten auch funktionstüchtig wurden, mussten die Kinder alles genau messen, anzeichnen, sägen, schleifen, bohren, feilen, leimen, eindrehen und befestigen. Dies erforderte viel Geschick und Geduld. Insgesamt benötigten sie sechs Stunden, bis alle 19 Marionetten fertig waren.
Fingerspitzengefühl gefragt
Ein weiteres Projekt war der Aufbau von Lego-Mindstorms-Robotern namens Roberta. Da die Schüler fünf Baukästen zur Verfügung hatten, setzten sie die Roboter in Gruppen nach einer Bauanleitung zusammen, wozu sie zwei Stunden benötigten. Dies erforderte Fingerspitzengefühl und technisches Verständnis. Der fahrbare Roboter war mit drei Motoren und verschiedenen Sensoren ausgestattet. Mit dem Farbsensor konnte der Roboter auf Farben reagieren, mit dem Druck- und Ultraschallsensor gelang es, Hindernisse auf dem Parcours zu erkennen. Damit der Roboter programmiert werden konnte, mussten alle Teile richtig verbaut werden.
Alle Gruppen dachten sich einen eigenen Parcours aus, den die Roboter anschließend abfahren sollten. Um dies zu schaffen, mussten die Bausätze mit Hilfe eines Computers programmiert werden. Das Programmieren war schwieriger als gedacht und sehr zeitintensiv. Der Roboter sollte den aufgebauten Parcours genau abfahren, am richtigen Ort und zur rechten Zeit anhalten, den Greifer bewegen, etwas transportieren und dabei noch programmierte Musik oder Sprache abspielen. Das war ein hoher Anspruch, der nur durch Geduld, vielfaches Ausprobieren und Nachjustieren möglich wurde.
Professionelle Präsentation
Dann war es endlich so weit: Die Kinder stellten ihr Projekt den Firmenvertretern von Kampf, Marc Jobelius, André Krämer, Sabine Berenz und Madeleine Wendel, ihren Eltern, der Schulleiterin und den Drittklässlern vor. Außerdem durften sie Nadine Giejlo vom Verband „VEM die Arbeitgeber“, Koblenz, begrüßen. Alle Viertklässler hatten dabei ihre Aufgabe. Eine von einem Schülerteam erstellte Powerpoint-Präsentation gab zunächst einen spannenden Einblick in die Arbeitsweise der Maschinenbaufabrik. Mittels einer Rolltapete wurden danach die Arbeitsschritte des Marionettenbaus erklärt. Die anschließende Vorführung der fertigen Marionetten begeisterte nicht nur die Kinder. Eine Interviewgruppe zeigte anhand von Bildern, wie die Gruppenarbeiten liefen. Im Anschluss wurde erklärt, welche Funktionen der Roboter besitzt. Wie der Roboter programmiert wird, war auch für die Erwachsenen nicht so einfach zu verstehen. Die Schüler mussten dazu viele Fragen beantworten und entlockten so manchem Erwachsenen ein anerkennendes Nicken.
Das Highlight der gelungenen Präsentation waren die Parcours der Roboter, mit denen alle Gruppen ihre Arbeit zeigten. Der Applaus der Zuschauer zeigte allen, dass sich der Aufwand gelohnt hatte.
Die Viertklässler und ihre Klassenlehrerin Regina Haase dankten allen Beteiligten und besonders der Firma Kampf, die diese Erfahrung erst ermöglichte.
