Weltgeschichte am Originalschauplatz erleben
Theater im Tunnel in Erpel
Erpel. Erpel 7. März 1945: Im Eisenbahntunnel unter der Erpeler Ley bereitet das Wehrmachtskommando die Sprengung der Rheinbrücke bei Remagen vor, zugleich suchen Hunderte von Zivilisten im Tunnel Schutz vor Bomben und Granaten. Der Sprengversuch misslingt, die Amerikaner stürmen auf die Brücke und beschießen den Tunnel, in dem sich dramatische Szenen abspielen. Schließlich hindern die Zivilisten die Wehrmachtssoldaten daran, den Tunnel mit Waffengewalt zu verteidigen, und laufen mit weißen Tüchern winkend aus dem Tunnel. Der Eisenbahner Willi Feldens bricht von einer amerikanischen Kugel getroffen zusammen. Er ist das einzige Todesopfer an diesem für das schnelle Ende des Zweiten Weltkriegs so entscheidenden Tag.
Ganz anders als in dem amerikanischen Kriegsfilm hat der Journalist Rolf Palm in seinem Roman „Die Brücke von Remagen“ das historische Geschehen originalgetreu wiedergegeben. Hiernach hat der Intendant der Landesbühne Rheinland-Pfalz Walter Ullrich das mit erstklassigen Schauspielern besetzte Theaterstück „Die Brücke“ inszeniert.
Seit 2006 wurde das Schauspiel bereits 141 Mal im zum Theater umgestalteten Tunnel unter der Erpeler Ley, also am Originalschauplatz des Geschehens, aufgeführt. Hier erleben die Zuschauer die dramatische Geschichte hautnah mit.
Die Spielzeit läuft vom 18. Mai bis zum 10. Juni. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf bei bonnticket.de und über die Kartenhotline Tel. (02 28) 50 20 10 und an der Abendkasse. Info: www.ad-erpelle.de.
Major Scheller übernimmt das Brückenkommando. Fotos: ad Erpelle
