Theater Koblenz und Universität Koblenz präsentieren Kooperationsprojekt „VRona“- ein interaktives VR-Erlebnis im Romeo-und-Julia-Setting
Theater meets Digital Arts
Koblenz. Mit „VRona“ erschließt das Theater Koblenz die Virtuelle Realität als neue Dimension theatralen Schaffens oder besser: als eine weitere Bühne. Und: Es handelt sich um Theater, an dem das Publikum interaktiv beteiligt ist, also Teil der Handlungsentwicklung wird, ohne dabei aber selbst auf der Bühne Theater zu spielen.
Könnte Shakespeares Tragödie „Romeo und Julia“ eigentlich auch anders verlaufen? Genau dieser Frage geht das Publikum in „VRona“ nach. Inspiriert und begleitet von zwei Puppenspielerinnen des Koblenzer Ensembles und ausgestattet mit VR-Brillen und Controllern, werden die Zuschauenden Teil eines virtuellen Romeo-und-Julia-Settings und dürfen und müssen das Schicksal der beiden Liebenden aus verfeindeten Familien mitbestimmen und selbst aktiv werden. Dabei wechselt der Schauplatz des Geschehens immer wieder zwischen dieser Virtueller Realität und der analogen Theaterbühne. Die beiden Puppenspielerinnen zeigen eine verdichtete und weitergedachte moderne, gar humorvolle Adaption von „Romeo und Julia“, während sie mit Hilfe des Publikums austarieren, ob Shakespeares Werk nun eine Komödie sein darf oder überhaupt kann oder eben doch eine Tragödie ist.
„VRona“ ist das zweite Projekt der über die Grenzen der Institutionen hinweg forschenden Projektgruppe „Theater und Digital Media“ des Theaters Koblenz und der Universität Koblenz. Das Inszenierungs- und Interaktionskonzept wurde gemeinsam von Puppenspielerinnen des Koblenzer Theaterensembles und Computervisualistik-Expert*innen der Uni entwickelt - vom technischen Setup virtueller Charaktere und deren Animation bis hin zum Umgang mit Fragen der Eignung und Akzeptanz verschiedener Repräsentations- und Interaktionskonzepte im Zusammenspiel zwischen Bühne und Virtueller Realität. Im Ergebnis dieses Theaterprojekts wirken Puppenspiel, Text und Digital Arts in der Begegnung von Theater und VR-Technologie auf innovative Art zusammen. Die textliche Folie stammt dabei von dem vor allem für seine Jugendstücke bekannten Autor Thilo Reffert.
In „VRona“ wird das Publikum also nicht nur Teil einer spannenden Reise in eine mögliche Zukunft von Theater und Kommunikation im direkten Austausch mit den Macher*innen des Projekts; die Zuschauenden haben außerdem die Gelegenheit, mittels VR-Brille selbst in die Virtuelle Realität einzutauchen und on top Shakespeares „Romeo und Julia“ einmal - und wirklich - ganz ganz anders zu erleben.
Die Premiere von „VRona“ ist am Samstag, den 30. Oktober 2021 um 18 Uhr auf der Probebühne 4. Die nächsten Vorstellungstermine: 31. Oktober und 05.|06.|07.|20.|25. November 2021. Karten sind an der Theaterkasse im Forum Confluentes oder online auf der Website und auf www.ticket-regional.de erhältlich. Diese Inszenierung ist für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren nicht geeignet. Bitte beachten, dass die Zuschauer*innen die Inszenierung über weite Strecken mit Hilfe von VR-Brillen erleben.
