Allgemeine Berichte | 10.05.2023

Landesbeauftragter für die Belange behinderter Menschen

Thema Barrierefreiheit: Matthias Rösch besucht die Festung Ehrenbreitstein

LBB-Mitarbeiter Daniel Becker (rechts) erläutert dem Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Matthias Rösch (links), LBB-Geschäftsführer Holger Basten und GDKE-Generaldirektorin Dr. Heike Otto verschiedene bauliche Maßnahmen für Barrierefreiheit auf der Festung Ehrenbreitstein.  Foto: Olaf Nitz für LBB

Koblenz. Bei seiner Rundreise zum Thema „Barrierefreiheit bei öffentlichen Gebäuden des Landes“ besuchte Matthias Rösch, der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, am 9. Mai die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz. Zur Bundesgartenschau (BUGA) 2011 in Koblenz entstand in Kooperation der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) und des Landesbetriebs LBB ein barrierefreier Festungsrundgang, der nach dem Prüfsystem „Reisen für alle“ als „barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer“ zertifiziert ist. Bis zur BUGA 2029 im Mittelrheintal soll er weiter verbessert werden.

Der barrierefreie Rundgang auf der Festung Ehrenbreitstein beginnt vor ihren Toren, mit drei gekennzeichneten Stellplätzen für Menschen mit Behinderung auf dem Parkplatz am Hauptzugang. Von dort führt der Weg zum „Turm Ungenannt“, darin im Aufzug nach oben, über eine Brücke im Bereich der oberen Geschosse in den Gebäudeteil „Lange Linie“ und über eine weitere Brücke in die „Contregarde Rechts“, die ebenfalls über einen Aufzug verfügt. Damit gelangt man hinunter auf das Niveau des Rückzugsgrabens („Retirierter Graben“) und weiter in den oberen Schlosshof – mit der bekannten Aussicht auf das Deutsche Eck und zum barrierefreien Zugang ins Landesmuseum in der „Hohen Ostfront“ mit der Festungskirche. Ab der „Contregarde Rechts“ wird der Weg über mehrere Rampen geführt. An zwei etwas stärker geneigten Rampen wurden zusätzlich Plattformlifte eingebaut, damit bei Bedarf die Niveau-Unterschiede des Geländes leichter überwunden werden können.

„Unser Ziel ist es, Barrierefreiheit für alle Landesgebäude herzustellen. Das ist eine große Aufgabe und es gibt großartige Lösungen. Der barrierefreie Festungsrundgang ist ein gutes Beispiel dafür, dass Barrierefreiheit und Denkmalschutz sich nicht ausschließen müssen. Das macht Mut für ein barrierefreies und inklusives Rheinland-Pfalz“, erklärte der Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen Matthias Rösch.

Nach der BUGA 2011 wurde die bauliche Barrierefreiheit im Zuge von Sanierungsprojekten erweitert hinzu. So erhielt die „Rheinbastion“ bei ihrer Sanierung von 2020 bis 2021 eine Rampe im Zugangsbereich und eine barrierefreie WC-Anlage. Im Rahmen des im März 2023 abgeschlossenen 1. Sanierungsabschnitts für das Landesmuseum („Hohe Ostfront“) in Verbindung mit der Sanierung der Festungskirche (Baubeginn 2021, Gesamtbaukosten: 3 Mio. Euro) wurde die Barrierefreiheit durch Rampen, barrierefrei nutzbare Fahrstühle und WC-Anlagen verbessert oder zum Teil erstmals hergestellt.

Die Generaldirektorin der GDKE, Dr. Heike Otto, sagte: „Bei der Vermittlung unseres kulturellen Erbes ist ein wichtiger Punkt auch immer die Barrierefreiheit. Wir wollen allen Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen die Teilhabe an der Auseinandersetzung mit unserer Geschichte ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb LBB ist auch auf diesem Gebiet außergewöhnlich positiv.“

Schon länger werden mit Blick auf die BUGA 2029 weitere Schritte hin zu mehr Barrierefreiheit konzipiert. Im intensiven Austausch mit den Fachleuten der GDKE prüft der Landesbetrieb LBB verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung des barrierefreien Rundgangs.

„Das Erreichen einer größtmöglichen Barrierefreiheit ist gerade in denkmalgeschützten öffentlichen Liegenschaften – wie der Festung Ehrenbreitstein – eine besondere Herausforderung“, sagte Holger Basten, Geschäftsführer des Landesbetriebs LBB. „So erfordert eine gut abgestimmte Planung für die Wegeführung bauliche Maßnahmen, wie Rampen und Aufzüge, die unter besonderer Berücksichtigung der wertvollen Gebäudesubstanz eingefügt werden. Bei den bisherigen und aktuellen umfangreichen Sanierungsmaßnahmen hat das erfolgreiche Zusammenwirken von Fachleuten, Beauftragten, GDKE und LBB zu sehr guten, passgenauen Lösungen geführt. Auch bei den weiteren Projekten für die BUGA 2029 werden die Planungen für eine weitere Verbesserung der Barrierefreiheit optimiert.“

Pressemitteilung des

Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung

LBB-Mitarbeiter Daniel Becker (rechts) erläutert dem Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Matthias Rösch (links), LBB-Geschäftsführer Holger Basten und GDKE-Generaldirektorin Dr. Heike Otto verschiedene bauliche Maßnahmen für Barrierefreiheit auf der Festung Ehrenbreitstein. Foto: Olaf Nitz für LBB

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