Allgemeine Berichte | 08.02.2017

Ausstellung der Evangelisch-Theologischen Fakultät im Bonner Universitätsmuseum

Theologie als Vermittlung

Noch bis zum 30. April

Zeichnung des Bonner Universitätsgebäudes im Jahr 1822. Joseph Neunzig

Bonn.Im Reformationsjahr 2017, zwischen Gemeindejubiläum (1816-2016) und Universitätsjubiläum (1818-2018), widmet sich die Ausstellung “Theologie als Vermittlung„ den Anfängen der Evangelischen Gemeinde und der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Bonn. Die Ausstellung ist bis zum 30. April im Universitätsmuseum der Universität Bonn zu sehen. Der Eröffnungsvortrag wird in der Schlosskirche am 10. Februar, um 17 Uhr gehalten.

Theologie als Vermittlung von Kirche und Universität sowie Glaube und Wissen stand als Programm über einer Epoche Evangelischer Theologie in Bonn zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Theologie antwortete auf eine Frage der Zeit, die Friedrich Schleiermacher (1768-1834) in einem Brief an Friedrich Lücke (1791-1855), den ersten Professor für Evangelische Theologie in Bonn, so formulierte: „Soll der Knoten der Geschichte so auseinander gehen; das Christenthum mit der Barbarei, und die Wissenschaft mit dem Unglauben?“ Die bis heute wegweisende Antwort der evangelischen Theologie stand unter dem Programm: Theologie als Vermittlung von Glaube und Wissen, von Kirche und Universität. Den Anfängen der evangelischen Gemeinde und der Evangelisch-Theologischen Fakultät ist diese Ausstellung gewidmet.

Skulptur, Handschriften, Abbildungen

Eine Skulptur, Abbildungen und Handschriften stellen den Besuchern die Theologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor. Erstmals wird ein bisher unbekanntes Werk des Universitätszeichenlehrers Nicolaus Christian Hohe öffentlich präsentiert. Die Professoren der ersten Stunde werden in Portraits vorgestellt, auch der erste Universitätsprediger der Universität Bonn, Carl Immanuel Nitzsch. Er gehört zu den bedeutendsten Theologen des 19. Jahrhunderts und gilt als Kirchenvater der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Eröffnungsvortrag in der Schlosskirche

Die Ausstellung wird eröffnet am 10. Februar in der Schloßkirche mit einem Festvortrag von Dr. Alf Christophersen, stellv. Direktor und Studienleiter für Theologie, Politik und Kultur der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V.. Der Ort des Eröffnungsvortrags am 10. Februar um 17 Uhr, die Schlosskirche, ist bis heute Ort der Verbindung von Universität und Kirche. Als Teil des Schlosses war sie seit 1815 Eigentum des preußischen Staates und hatte damit der Konfession des Staatsoberhauptes zu folgen. 1817 wurde sie der evangelischen Gemeinde übergeben. Seit Gründung der Universität im Jahr 1818 war sie als Teil des Schlosses zugleich auch Teil der neuen Universität. So wurde sie zur architektonischen Erinnerung an das enge Verhältnis von Universität und Kirche in Bonn. Im Anschluss an den Eröffnungsvortrag findet eine Begehung der Ausstellung im Bonner Universitätsmuseum statt.

Zeichnung des Bonner Universitätsgebäudes im Jahr 1822. Foto: Joseph Neunzig

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