Allgemeine Berichte | 08.05.2017

Rita Schäfer las in der Evangelischen Öffentlichen Bücherei Remagen

Toleranz und Verständnis für Geflüchtete

Remagener Autorin erzählt in ihrem Buch über das Leben in zwei Kulturen

Aufmerksam lauschte das Publikum der Lebensgeschichte von Rita Schäfer. Privat

Remagen. Auf große Resonanz stieß die Einladung der Evangelischen Öffentlichen Bücherei zur Lesung mit der Remagener Autorin Rita Schäfer. Gebannt hörten gut fünfzig Besucher Rita Schäfer zu, als sie aus ihrem Buch „Fremdbestimmt: Die Suche nach einer Heimat“ einige Passagen vorlas und aus ihrem bewegten Leben erzählte. Rita Schäfer ist 1971 in Teheran geboren, kam 1987 nach Deutschland und lebt seit 2013 mit ihrer Familie in Remagen. Sie erzählte zunächst von ihrer Kindheit im Iran. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie unbeschwert auf einer Luftwaffenbasis, wo ihr Vater als Ausbilder tätig war, in der Nähe von Teheran. Dort lebte die Familie in einem abgeschotteten, gepflegten Bezirk für Angehörige mit vielen Freunden und guter Nachbarschaft. Rita Schäfer genoss die Ausflüge nach Teheran und war eine gute, fleißige Schülerin. Doch diesen schönen Jahren ihrer Kindheit folgten mit der Revolution und dem späteren Sturz des Schahs schreckliche Erlebnisse. Sie musste Bombenangriffe miterleben, ihr Vater wurde arbeitslos, wirtschaftlich ging es bergab und Freunde sowie Nachbarn verließen plötzlich das Land. Vor allem für Frauen gab es nun besondere Kleidungs- und Verhaltensregeln. Mit diesen Erlebnissen und der veränderten Lebenssituation, der Fremdbestimmtheit, kam Rita Schäfer als Kind beziehungsweise Jugendliche nicht zurecht. Es war schwierig für sie, die Hintergründe zu verstehen. Es ging ihr zusehends schlechter, bis sie am Ende ihrer Kräfte war. Ihr Vater ermöglichte es dann, dass sie kurz vor ihrem 16. Geburtstag mit dem Flugzeug zu ihrem Bruder nach Deutschland fliehen konnte.

Schwerer Beginn in Deutschland

Rita Schäfer erzählte ebenso von dem schwierigen Start in Deutschland. Sie vermisste ihre Familie schrecklich, die Sprache war ihr fremd und sie erlebte zwei ganz verschiedene Kulturen. Trotzdem war sie froh in Deutschland zu sein und sie wollte diese Chance unbedingt nutzen. Rasch lernte sie die deutsche Sprache, machte ihr Abitur und arbeitete später erfolgreich in einem pharmazeutischen Unternehmen. Sie fand ihren Weg zur Selbstbestimmung. Diese Selbstbestimmung ist für Rita Schäfer ganz wichtig, ebenso das gegenseitige Schätzen und Lernen von Werten der unterschiedlichen Kulturen. Sie möchte mit ihrer Geschichte einen Beitrag für mehr Toleranz und Verständnis für Geflüchtete geben.

Die erste Lesung der Autorin war ein großer Erfolg

Die Besucher waren sehr beeindruckt von der interessanten, teils emotionalen Lesung und stellten im Anschluss zahlreiche Fragen, die gerne von der Autorin beantwortet wurden. Auch bei dem anschließenden gemütlichen Beisammensein bei Häppchen und Getränken, für die das Büchereiteam gesorgt hatte, gab es noch viele interessante Gespräche. Gerne nahmen die Teilnehmer das Angebot wahr und kauften vor Ort das Buch und ließen es von Rita Schäfer signieren. Diese war begeistert, dass ihre erste Lesung so ein Erfolg war und sich so viele Leute für ihre Geschichte interessierten.

Pressebericht

Evangelische Öffentliche

Bücherei Remagen

Aufmerksam lauschte das Publikum der Lebensgeschichte von Rita Schäfer.Foto: Privat

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